nnz-News-Ticker am Vormittag
Freitag, 29. März 2002, 08:47 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Meldungen des Tages aus Deutschland und der Welt für Sie zusammengefasst. Ein nnz-Service mit freundlicher Unterstützung von LandesWelle Thüringen.
IG Metall hält Regierungswechsel nicht für sinnvoll
IG Metall-Chef Klaus Zwickel zieht die SPD- geführte Regierung einem Kabinett unter Unions-Kanzlerkandidat Edmund Stoiber vor. Zwickel sagte der «Leipziger Volkszeitung», die von Stoiber angekündigten Korrekturen beim Kündigungsschutz oder beim Betriebsverfassungsgesetz ließen einen Regierungswechsel nicht als Alternative zur jetzigen Regierung erscheinen. Zwickel attestierte der Regierung Schröder zwar einige Navigationsschwächen. Dennoch sehe er in Schröder einen verlässlichen Partner.
Papst nimmt trotz Erkrankung an Karfreitagsfeiern teil
Papst Johannes Paul II. nimmt trotz seiner angegriffenen Gesundheit an den Osterfeierlichkeiten in Rom teil. Dazu gehören auch die Karfreitagsliturgie im Petersdom sowie der gang des traditionellen Kreuzwegs im Kolosseum. Allerdings wird der Papst nicht selbst das Kreuz tragen, sondern lediglich eine Ansprache an die Zehntausenden Gläubigen halten und den Segen erteilen. Höhepunkte der Osterfeierlichkeiten werden die Messe in der Osternacht sowie der Segen Urbi et Orbi - der Stadt und dem Erdkreis - am Sonntag sein.
Israelische Armee dringt in Arafat-Hauptquartier ein
Israelische Panzer sind in dass Hauptquartier von Palästinenserpräsident Jassir Arafat eingedrungen. Vorausgegangen waren nach Augenzeugenberichten heftige Gefechte der Israelis mit der Leibgarde Arafats. Israels Premier Ariel Scharon erklärte Arafat inzwischen offiziell zum Feind Israels. Zudem beschloss die Regierung eine Teil-Mobilisierung. Verteidigungsminister Benjamin Ben-Elieser betonte, Israel habe nicht die Absicht, die autonomen Palästinensergebiete zurück zu erobern.
Osterreisewelle blieb am frühen Morgen aus
Die befürchtete Reisewelle zum Beginn des Osterwochenendes ist am frühen Morgen ausgeblieben. Es habe in ganz Deutschland kein erhöhtes Verkehrsaufkommen und keine ungewöhnlichen Staus gegeben, sagte ein Sprecher des Verkehrslagezentrums in Düsseldorf. Auch an Grenzübergängen gab es abgesehen für die üblichen Wartezeiten für LKW keine langen Warteschlangen. Der ADAC hatte für das verlängerte Wochenende starken Verkehr und Staus vorausgesagt.
Union hat laut Trittin Glaubwürdigkeit bei Zuwanderung verspielt
Umweltminister Jürgen Trittin hat das Verhalten der Union im Bundesrat bei der Abstimmung über das Zuwanderungsgesetz kritisiert. Nach der angeblich inszenierten Empörung hätten CDU und CSU ihre Glaubwürdigkeit verspielt, sagte der Grünen-Politiker der dpa. Die Union habe damit deutlich gemacht, dass es um Wahlkampf und nicht um Auseinandersetzung in der Sache gehe. Saarlands Ministerpräsident Peter Müller hatte zuvor gesagt, die laute Empörung der Unionsseite sei nicht spontan, sondern verabredet gewesen.
Regierung Scharon beschließt Teil-Mobilisierung
Israels Regierung hat die Teil-Mobilisierung von Reservisten beschlossen. Zuvor hatten Panzer das Hauptquartier von Palästinenserpräsident Jassir Arafat umstellt. Nach der Sitzung des Kabinetts hieß es, Arafat solle «völlig isoliert werden». Nach Augenzeugenberichten lieferten sich israelische Soldaten Gefechte mit Angehörigen der Arafat-Leibgarde. Arafat selbst hält sich mit seinen wichtigsten Beratern in seinem Hauptquartier auf. Sein Berater Nabil Abu Rudeineh sagte der dpa, die Lage sei sehr ernst.
Hollywood trauert um Film-Legende Billy Wilder
Der Tod der Hollywood-Legende Billy Wilder hat in Hollywood große Trauer ausgelöst. Schauspielerin Shirley MacLaine, die mit dem Regisseur in dem oscargekrönten Film Das Appartement eng zusammenarbeitete, bedauerte den Tod Wilders. Filmproduzent George Schlatter, ein langjähriger Freund Wilders, hatte den Tod auf Wunsch von Wilders Frau Audrey, gestern bekannt gegeben. Der 95- jährige Regisseur sei friedlich entschlafen, sagte Schlatter.
Polizei musste betrunkenen Fahrer von der Autobahn tragen
Nach einer Fahrt über die gesamte Breite der dreispurigen A 1 ist ein volltrunkener Autofahrer von Polizisten zum Streifenwagen getragen worden. Die Beamten hatten den 29-Jährigen nach eigenen Angaben bei Scharbeutz in Schleswig-Holstein gestoppt. Nach dem Alkoholtest im Krankenhaus musste der Mann von seiner Freundin im Rollstuhl aus dem Krankenhaus geschoben werden. Ergebnis der Alkoholprobe: 2,88 Promille.
Knapp 1000 westdeutsche Metaller streikten in der Nacht
Die IG-Metall hat die ersten Warnstreiks in der westdeutschen Metallindustrie dieser Tarifrunde in der Nacht als Erfolg gewertet. In Rheinland-Pfalz und Bayern hatten nach Gewerkschaftsangaben knapp 1000 Metaller ihre Arbeit niedergelegt. Um Mitternacht endete die Friedenspflicht für die westdeutschen Metaller. Die IG Metall fordert 6,5 Prozent mehr Lohn, die Arbeitgeber bieten zwei Stufen von je zwei Prozent.
Ariane-Rakete brachte Satelliten ins All
Eine Ariane-Trägerrakete hat in der Nacht einen europäischen und einen japanischen Satelliten in den Weltraum gebracht. 27 Minuten nach dem Ariane-Start vom europäischen Weltraumbahnhof in Französisch-Guyana wurden die beiden Satelliten im Weltraum ausgesetzt. Es war der 110. Start einer Ariane-4-Rakete, berichtete Europas Raketenbetreiber Arianespace. Der europäische Satellit ist der achte in einer Reihe, die den deutschsprachigen Raum in den nächsten zehn Jahren mit Breitbanddiensten versorgen soll.
Vorwürfe gegen Polizei nach Selbstmord
Nach dem Selbstmord des Amokschützen von Nanterre hat die Bürgermeisterin der französischen Stadt schwere Vorwürfe gegen die Polizei erhoben. Der Selbstmord des 33-Jährigen, der im Rathaus von Nanterre in der Nacht zum Mittwoch acht Kommunalpolitiker erschossen hatte, sei entsetzlich, sagte Jacqueline Fraysse. Innenminister Daniel Vaillant ordnete eine Untersuchung über die genauen Umstände des Todessprungs an. Er drohte Strafen an, falls dieser durch ein Fehlverhalten von Beamten verursacht worden sei.
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Autor: nnzIG Metall hält Regierungswechsel nicht für sinnvoll
IG Metall-Chef Klaus Zwickel zieht die SPD- geführte Regierung einem Kabinett unter Unions-Kanzlerkandidat Edmund Stoiber vor. Zwickel sagte der «Leipziger Volkszeitung», die von Stoiber angekündigten Korrekturen beim Kündigungsschutz oder beim Betriebsverfassungsgesetz ließen einen Regierungswechsel nicht als Alternative zur jetzigen Regierung erscheinen. Zwickel attestierte der Regierung Schröder zwar einige Navigationsschwächen. Dennoch sehe er in Schröder einen verlässlichen Partner.
Papst nimmt trotz Erkrankung an Karfreitagsfeiern teil
Papst Johannes Paul II. nimmt trotz seiner angegriffenen Gesundheit an den Osterfeierlichkeiten in Rom teil. Dazu gehören auch die Karfreitagsliturgie im Petersdom sowie der gang des traditionellen Kreuzwegs im Kolosseum. Allerdings wird der Papst nicht selbst das Kreuz tragen, sondern lediglich eine Ansprache an die Zehntausenden Gläubigen halten und den Segen erteilen. Höhepunkte der Osterfeierlichkeiten werden die Messe in der Osternacht sowie der Segen Urbi et Orbi - der Stadt und dem Erdkreis - am Sonntag sein.
Israelische Armee dringt in Arafat-Hauptquartier ein
Israelische Panzer sind in dass Hauptquartier von Palästinenserpräsident Jassir Arafat eingedrungen. Vorausgegangen waren nach Augenzeugenberichten heftige Gefechte der Israelis mit der Leibgarde Arafats. Israels Premier Ariel Scharon erklärte Arafat inzwischen offiziell zum Feind Israels. Zudem beschloss die Regierung eine Teil-Mobilisierung. Verteidigungsminister Benjamin Ben-Elieser betonte, Israel habe nicht die Absicht, die autonomen Palästinensergebiete zurück zu erobern.
Osterreisewelle blieb am frühen Morgen aus
Die befürchtete Reisewelle zum Beginn des Osterwochenendes ist am frühen Morgen ausgeblieben. Es habe in ganz Deutschland kein erhöhtes Verkehrsaufkommen und keine ungewöhnlichen Staus gegeben, sagte ein Sprecher des Verkehrslagezentrums in Düsseldorf. Auch an Grenzübergängen gab es abgesehen für die üblichen Wartezeiten für LKW keine langen Warteschlangen. Der ADAC hatte für das verlängerte Wochenende starken Verkehr und Staus vorausgesagt.
Union hat laut Trittin Glaubwürdigkeit bei Zuwanderung verspielt
Umweltminister Jürgen Trittin hat das Verhalten der Union im Bundesrat bei der Abstimmung über das Zuwanderungsgesetz kritisiert. Nach der angeblich inszenierten Empörung hätten CDU und CSU ihre Glaubwürdigkeit verspielt, sagte der Grünen-Politiker der dpa. Die Union habe damit deutlich gemacht, dass es um Wahlkampf und nicht um Auseinandersetzung in der Sache gehe. Saarlands Ministerpräsident Peter Müller hatte zuvor gesagt, die laute Empörung der Unionsseite sei nicht spontan, sondern verabredet gewesen.
Regierung Scharon beschließt Teil-Mobilisierung
Israels Regierung hat die Teil-Mobilisierung von Reservisten beschlossen. Zuvor hatten Panzer das Hauptquartier von Palästinenserpräsident Jassir Arafat umstellt. Nach der Sitzung des Kabinetts hieß es, Arafat solle «völlig isoliert werden». Nach Augenzeugenberichten lieferten sich israelische Soldaten Gefechte mit Angehörigen der Arafat-Leibgarde. Arafat selbst hält sich mit seinen wichtigsten Beratern in seinem Hauptquartier auf. Sein Berater Nabil Abu Rudeineh sagte der dpa, die Lage sei sehr ernst.
Hollywood trauert um Film-Legende Billy Wilder
Der Tod der Hollywood-Legende Billy Wilder hat in Hollywood große Trauer ausgelöst. Schauspielerin Shirley MacLaine, die mit dem Regisseur in dem oscargekrönten Film Das Appartement eng zusammenarbeitete, bedauerte den Tod Wilders. Filmproduzent George Schlatter, ein langjähriger Freund Wilders, hatte den Tod auf Wunsch von Wilders Frau Audrey, gestern bekannt gegeben. Der 95- jährige Regisseur sei friedlich entschlafen, sagte Schlatter.
Polizei musste betrunkenen Fahrer von der Autobahn tragen
Nach einer Fahrt über die gesamte Breite der dreispurigen A 1 ist ein volltrunkener Autofahrer von Polizisten zum Streifenwagen getragen worden. Die Beamten hatten den 29-Jährigen nach eigenen Angaben bei Scharbeutz in Schleswig-Holstein gestoppt. Nach dem Alkoholtest im Krankenhaus musste der Mann von seiner Freundin im Rollstuhl aus dem Krankenhaus geschoben werden. Ergebnis der Alkoholprobe: 2,88 Promille.
Knapp 1000 westdeutsche Metaller streikten in der Nacht
Die IG-Metall hat die ersten Warnstreiks in der westdeutschen Metallindustrie dieser Tarifrunde in der Nacht als Erfolg gewertet. In Rheinland-Pfalz und Bayern hatten nach Gewerkschaftsangaben knapp 1000 Metaller ihre Arbeit niedergelegt. Um Mitternacht endete die Friedenspflicht für die westdeutschen Metaller. Die IG Metall fordert 6,5 Prozent mehr Lohn, die Arbeitgeber bieten zwei Stufen von je zwei Prozent.
Ariane-Rakete brachte Satelliten ins All
Eine Ariane-Trägerrakete hat in der Nacht einen europäischen und einen japanischen Satelliten in den Weltraum gebracht. 27 Minuten nach dem Ariane-Start vom europäischen Weltraumbahnhof in Französisch-Guyana wurden die beiden Satelliten im Weltraum ausgesetzt. Es war der 110. Start einer Ariane-4-Rakete, berichtete Europas Raketenbetreiber Arianespace. Der europäische Satellit ist der achte in einer Reihe, die den deutschsprachigen Raum in den nächsten zehn Jahren mit Breitbanddiensten versorgen soll.
Vorwürfe gegen Polizei nach Selbstmord
Nach dem Selbstmord des Amokschützen von Nanterre hat die Bürgermeisterin der französischen Stadt schwere Vorwürfe gegen die Polizei erhoben. Der Selbstmord des 33-Jährigen, der im Rathaus von Nanterre in der Nacht zum Mittwoch acht Kommunalpolitiker erschossen hatte, sei entsetzlich, sagte Jacqueline Fraysse. Innenminister Daniel Vaillant ordnete eine Untersuchung über die genauen Umstände des Todessprungs an. Er drohte Strafen an, falls dieser durch ein Fehlverhalten von Beamten verursacht worden sei.
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