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nnz-Rückspiegel: 29. März 2001

Freitag, 29. März 2002, 08:38 Uhr
Nordhausen (nnz). Können Sie sich noch erinnern, was vor einem Jahr im Landkreis Nordhausen los war? Die nnz hat im Archiv gesucht und folgende Meldungen gefunden. Heute:
Absetzung und verlorene Posten


Absetzung mit Gewinnern und einem Verlierer
Gestern sollten die Nordhäuser Stadträte endlich die neue Beitragsordnung für die Kindertagesstätten beschließen. Nach monatelanger Diskussion hieß das Ergebnis: Außer Spesen nichts gewesen. Vier Tagesordnungspunkte sollten notwendig sein, um die Erhöhung der Elternbeiträge um 60 Mark zu beschließen (siehe nnz-Archiv). Doch dazu kam es nicht. Die PDS-Fraktion brachte den Antrag ein, die gemeinschaftliche Beschlußfassung von der Tagesordnung abzusetzen. Die demokratischen Sozialisten hatten bereits im Vorfeld der gestrigen Sitzung eine pauschale Erhöhung der Beiträge abgelehnt. Obwohl sie selbst eine kostenlose Unterbringung und Betreuung der Kinder noch nicht für machbar halten, sollten vor allem die unteren Einkommensgruppen nicht derart hart belastet werden. Der Antrag zur Absetzung konnte sich schließlich mit einer hauchdünnen Mehrheit (17:16 Stimmen) durchsetzen...ausführlich im nnz-Archiv


Kreistagsmitglieder auf verlorenem Posten
Nordhausen (nnz). Das gestrige Diskussionsangebot im Nordhäuser Jugendclub sollte den jungen Leuten ein Licht in Sachen Kommunalpolitik aufgehen lassen. Stattdessen gingen Handys an, Augen zu und Anwesende aus der Veranstaltung heraus. Es war die vierte Runde dieser Art, bei der sich Politiker der Region den Fragen der Jugendlichen stellen wollten. Gestern abend waren der CDU-Landtagsabgeordnete Egon Primas, der PDS-Kreisvorsitzende, Klaus Hummitzsch, und der ehrenamtliche Beigeordnete der Nordhäuser Kreisverwaltung, Winfried Theuerkauf (SPD), erschienen. Wie bereits bei den vorhergehenden Veranstaltungen auch, konnte man auf den Gesichtern der rund 50 anwesenden Jugendlichen nur mäßiges Interesse ablesen. Natürlich ist es schwer, von Natur aus eher trockene Sachverhalte und Zahlenmaterial an die Jugendlichen heranzutragen. Die eingeladenen Politiker taten sich allerdings auch schwer, das Thema jugendgerecht zu beleuchten. Etwas von einem Animateur muß man schon haben, um Jugendliche zu begeistern. Aber gut, das müssen Politiker auch nicht können...ausführlich im nnz-Archiv


Tarife werden erhöht, Kurzstrecke soll wegfallen
Zum ersten Juli dieses Jahres wird das Fahren mit Straßenbahn und Bus im Stadtgebiet und in den Ortsteilen von Nordhausen teurer. Gestern wurde im Nordhäuser Stadtrat das neue Tarifmodell in erster Lesung vorgestellt. Die Botschaft, die den Stadträten und allen Straßenbahn- und Busnutzern ins Haus steht: Die Tarife werden deutlich steigen. Völlig wegfallen wird der Kurzstreckentarif. Dieser sei in dem insgesamt kurzen Streckennetz nicht mehr anwendbar und nicht kontrollierbar, heißt es in der Begründung. Gleichzeitig werden mit der Erhöhung auch die Tarife zwischen Straßenbahn und Bus weiter angeglichen. Der Einzelfahrschein in der Tarifzone 1 kostet 1,60 Mark, in Zone 2 müssen 2,00 Mark und für die dritte Zone 2,80 Mark hingelegt werden...ausführlich im nnz-Archiv


Gemeinsam über Zukunft des Theaters nachdenken
Nordhausen (nnz). In Erfurt sind gestern die kommunalen Gesellschafter der Thüringer Theater über das künftige Engagement des Landes in Sachen Kultur informiert worden. Bis zum Jahr 2007 soll die Unterstützung festgeschrieben werden. Welche Schlußfolgerungen das für Nordhausen mit sich bringt, das hat nnz im Gespräch mit Klaus Wahlbuhl (SPD) erfahren. Das Land will nicht mehr zahlen, die Kommunen können nicht mehr leisten. Das war schon vorher bekannt, wichtig erschien dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Nordhäuser GmbH, Klaus Wahlbuhl, jedoch die Tatsache, daß hinsichtlich der Zuschüsse vom Land jetzt eine gewisse Sicherheit bestehe. Was passiert aber, wenn in den nächsten Jahren die Löhne und Gehälter auch am Nordhäuser Theater weiter steigen. In Nordhausen hat man da schon mal nachgerechnet und kommt auf eine Summe jenseits der Marke von vier Millionen, wie Wahlbuhl sagte. In den kommenden Wochen muß also nachgedacht werden ­ und das gemeinsam von Intendanz und Aufsichtsrat...ausführlich im nnz-Archiv
Autor: nnz

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