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Radikale aus rechter und linker Szene wollen in Nordhausen aufmarschieren

Mittwoch, 15. November 2000, 18:53 Uhr
Nordhausen (nnz). In Nordhausen soll es im kommenden Monat einen Aufmarsch der NPD geben. Angekündigt wurde für den 9. Dezember 2000 ein Fackelzug von rund 200 Rechten durch Nordhausen. Eine Woche zuvor hat die Göttinger Antifa zu einer Protestkundgebung aufgerufen. In einem Schreiben an Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) macht die Ultra-Linke aus Niedersachsen keinen Hehl aus ihrer Einschätzung der Zustände in den neuen Bundesländern, sprich in Nordhausen. Da sei Nordhausen "eine typische Ost-Kleinstadt, die sich als Sammelbecken für Rechte darstellt". Die Entwicklung in der Rolandstadt sei ein deutliches Zeichen für die "Unfähigkeit der politisch Agierenden, Jugendkonzepte würden gegen den Baum gefahren und es gebe keine Entwicklungschance für alternativ und links denkende Menschen". Rinke reagierte auf dieses Schreiben mit großer Verärgerung und kündigte an, dass die Stadt mit allen rechtlichen Mitteln versuchen werden, beide Veranstaltungen zu untersagen.
Autor: nnz

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