Stadtentwicklung und Globalisierung
Mittwoch, 27. März 2002, 14:27 Uhr
Nordhausen (nnz). Stadtentwicklung im Zeitalter der Globalisierung. Das muß nicht unbedingt ein Widerspruch sein. Über einen Workshop zu diesem Thema berichtet die nnz.
Der 2. Workshop zur Wiederbelebung des innerstädtischen ehemaligen Gaswerkstandortes unter dem Thema Zukunftswerkstatt Agenda 21 an der Zorge fand am 23. März 2002 im historischen Landratsamt in Nordhausen unter Beteiligung von klein- und mittelständigen Unternehmen, Bildungseinrichtungen, Verbänden, Vereinen sowie Vertretern aus Politik und Verwaltung statt.
Landrat Joachim Claus begrüßte die Gäste und dankte für die Bereitschaft, das Projekt zu unterstützen und zu begleiten. Die Fachbereichsleiterin des Umwelt- und Naturschutzes, Gisela Hartmann, wies auf den Zusammenhang der Agenda 21 im Landkreis Nordhausen mit dem weltweiten Agenda21-Prozess hin, der im September 2002 in Johannesburg/Südafrika mit der Verabschiedung einer Weltcharta auch auf regionaler Ebene immer mehr an Bedeutung gewinnt.
Das Ziel des im Rahmen eines Thüringenweiten Agenda21-Wettbewerbes geförderten Projektes besteht in der Erhaltung der interessanten Industriearchitektur, von der in der Stadt nicht mehr viel erhalten ist und des sogenannten Siechenhofgebäudekomplexes. Es geht um die Gestaltung neuer Lebensräume sowie der Landschaft an der Zorge. Den Teilnehmern des Workshops wurden durch Michael Matthiesen aus Hannover die Kriterien, Möglichkeiten und Schwerpunkte einer europäischen Förderung vorgestellt. Die neuen Förderprogramme erscheinen in diesen Tagen.
Für das Gelände des ehemaligen Gaswerkes wird die Intension zur Entwicklung kleiner und mittelständiger Unternehmen mit Mischformen zum Tourismus, zur Bildung und Kultur angestrebt. Matthias Deutsch von der Umweltakademie Nordthüringen e.V. stellte das Projekt "Phänomenta Flensburg" als mögliches Teilprojekt am Standort Gaswerk vor. Zielgruppen dafür sind Schüler, Familien und Touristen. Projektpartner sollten Kultur-, Lehrer- und Tourismusverbände sein.
Jörg Baudler vom Herdergymnasium präsentierte den Anwesenden eine Ausstellung science-Center, während Wolfgang Scholvien von der Regelschule Sollstedt über die deutschlandweit beachtete Energieausstellung in seiner Schule berichtete. Er bot Lehrern, Schülern aber auch Politikern und Privatpersonen an, diese beispielhafte Arbeit von Lehrern und Schülern zum Thema nachhaltiges Wirtschaften auch im Rahmen einer nachhaltigen Regionalentwicklung zu nutzen.
Neue innovative Arbeitsmarktchancen eröffnet sich jede Region selbst. Wer zu spät kommt ..., jeder kennt diesen Satz von Michael Gorbatschow. Heute werden die Weichen auch in unserer Region für die nächsten 30-50 Jahre gestellt. Dies kann nur über Innovation, Bildung, kleine und mittelständige Unternehmen und vor allem durch die Bürger selbst geschehen. Es gilt, Altes und Neues zu verbinden, innovative Arbeitsplätze zu schaffen, die Wiedergewinnung des öffentlichen Raumes unter Berücksichtigung weicher Standortfaktoren zu fördern. Das ist eine Möglichkeit, die Region vor Abwanderung und vor der Innenstadtverödung zu bewahren. Dafür steht auch das Projekt Zukunftswerkstatt an der Zorge. Der 3. Workshop findet am 11.05.2002 statt.
Autor: nnzDer 2. Workshop zur Wiederbelebung des innerstädtischen ehemaligen Gaswerkstandortes unter dem Thema Zukunftswerkstatt Agenda 21 an der Zorge fand am 23. März 2002 im historischen Landratsamt in Nordhausen unter Beteiligung von klein- und mittelständigen Unternehmen, Bildungseinrichtungen, Verbänden, Vereinen sowie Vertretern aus Politik und Verwaltung statt.
Landrat Joachim Claus begrüßte die Gäste und dankte für die Bereitschaft, das Projekt zu unterstützen und zu begleiten. Die Fachbereichsleiterin des Umwelt- und Naturschutzes, Gisela Hartmann, wies auf den Zusammenhang der Agenda 21 im Landkreis Nordhausen mit dem weltweiten Agenda21-Prozess hin, der im September 2002 in Johannesburg/Südafrika mit der Verabschiedung einer Weltcharta auch auf regionaler Ebene immer mehr an Bedeutung gewinnt.
Das Ziel des im Rahmen eines Thüringenweiten Agenda21-Wettbewerbes geförderten Projektes besteht in der Erhaltung der interessanten Industriearchitektur, von der in der Stadt nicht mehr viel erhalten ist und des sogenannten Siechenhofgebäudekomplexes. Es geht um die Gestaltung neuer Lebensräume sowie der Landschaft an der Zorge. Den Teilnehmern des Workshops wurden durch Michael Matthiesen aus Hannover die Kriterien, Möglichkeiten und Schwerpunkte einer europäischen Förderung vorgestellt. Die neuen Förderprogramme erscheinen in diesen Tagen.
Für das Gelände des ehemaligen Gaswerkes wird die Intension zur Entwicklung kleiner und mittelständiger Unternehmen mit Mischformen zum Tourismus, zur Bildung und Kultur angestrebt. Matthias Deutsch von der Umweltakademie Nordthüringen e.V. stellte das Projekt "Phänomenta Flensburg" als mögliches Teilprojekt am Standort Gaswerk vor. Zielgruppen dafür sind Schüler, Familien und Touristen. Projektpartner sollten Kultur-, Lehrer- und Tourismusverbände sein.
Jörg Baudler vom Herdergymnasium präsentierte den Anwesenden eine Ausstellung science-Center, während Wolfgang Scholvien von der Regelschule Sollstedt über die deutschlandweit beachtete Energieausstellung in seiner Schule berichtete. Er bot Lehrern, Schülern aber auch Politikern und Privatpersonen an, diese beispielhafte Arbeit von Lehrern und Schülern zum Thema nachhaltiges Wirtschaften auch im Rahmen einer nachhaltigen Regionalentwicklung zu nutzen.
Neue innovative Arbeitsmarktchancen eröffnet sich jede Region selbst. Wer zu spät kommt ..., jeder kennt diesen Satz von Michael Gorbatschow. Heute werden die Weichen auch in unserer Region für die nächsten 30-50 Jahre gestellt. Dies kann nur über Innovation, Bildung, kleine und mittelständige Unternehmen und vor allem durch die Bürger selbst geschehen. Es gilt, Altes und Neues zu verbinden, innovative Arbeitsplätze zu schaffen, die Wiedergewinnung des öffentlichen Raumes unter Berücksichtigung weicher Standortfaktoren zu fördern. Das ist eine Möglichkeit, die Region vor Abwanderung und vor der Innenstadtverödung zu bewahren. Dafür steht auch das Projekt Zukunftswerkstatt an der Zorge. Der 3. Workshop findet am 11.05.2002 statt.
