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DGB: Tariftreue-Gesetz muss kommen

Mittwoch, 27. März 2002, 11:12 Uhr
Nordhausen (nnz). Der Deutsche Gewerkschaftsbund Nordthüringen fordert von der Bundesregierung eine schnelle Umsetzung des Tariftreue-Gesetzes. Zu den Einzelheiten dieser Forderung wie immer mehr in Ihrer nnz.


Ohne dieses Gesetz kann der Krise am Bau kein Einhalt geboten werden, so der DGB Regionsvorsitzende Hannemann. In allen nordthüringischen Landkreisen hat es in den letzten Jahren erhebliche Einbrüche bei den Beschäftigten im Baugewerbe gegeben. Von 1996 bis 2001 verringerte sich die Anzahl der Beschäftigten im Eichsfeldkreis um 24,4 %, im Landkreis Nordhausen um 45,0 %, im Unstrut-Hainich-Kreis um 38,6 % und im Kyffhäuserkreis um 45,9 %.

Es müsse noch vor der Bundestagswahl im Sommer ein Tariftreue-Gesetz geben, denn Lohndumping sei keine Perspektive für Ostdeutschland, so der Regionsvorsitzende. Die Folgen von Billiglöhnen machen einen Vergleich im EU-Maßstab deutlich. So verdient ein portugiesischer Maurer im Durchschnitt 442 Euro monatlich. Ein ostdeutscher Maurer dagegen 2.100,06 Euro. Angesichts der EU-Osterweiterung würde dann der ostdeutschen Bauwirtschaft das endgültige Fiasko bevorstehen, so Hannemann. Das Tariftreue-Gesetz sei ein wichtiger Schritt zur Schaffung von fairem Wettbewerb und zum Erhalt von bestehenden Arbeitsplätzen.
Autor: nnz

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