Bullen und Bären im nnz-Aktien-Tipp
Mittwoch, 27. März 2002, 09:32 Uhr
Nordhausen/Frankfurt (nnz). Die nnz bietet in lockerer Folge Analysen und Markteinschätzungen an. Das Material wird nnz von der Helaba zur Verfügung gestellt. Heute: 27.3.2002
Gestern hatten wir uns eigentlich schon darauf eingestellt, dass die amerikanischen Aktienmärkte ihren moderaten Handel der vergangenen Tage vorsetzten. Aber plötzlich kamen wir uns, nach der Bekanntgabe einer Reihe von besser ausgefallenen Konjunkturdaten, wie Alice im Wunderland vor. Insbesondere das US-Verbrauchervertrauen legte auf den höchsten Wert (110,2 Punkte) seit August 2001 zu. Einen derart großen Anstieg hat es seit über 25 Jahren nicht mehr gegeben, und es muss die Frage gestattet sein, wo dieser extreme Optimismus so plötzlich herkommt.
Anschließend kam es zu deutlichen Kurszuwächsen. Alles in allem profitierten konjunktursensitive Werte entsprechend gut von den Zahlen. Außerdem wurden Äußerungen von US-Notenbankgouverneuren, welche mit Ihren Aussagen versucht hatten, Anleger im Hinblick auf die wohl bevorstehenden Zinserhöhungen zu beruhigen, positiv aufgenommen. Der Dow Jones beendete den Handel mit einem Plus von 0,70 % bei 10.353,36 Punkten, die Nasdaq legte um 0,64% auf 1.824,17 Zähler zu, während der marktbreite S&P 0,58% auf 1.138,49 Indexpunkte zulegen konnte.
Der deutsche Aktienmarkt konnte zunächst von einem über den Erwartungen liegenden Anstieg des Ifo-Geschäftsklimaindex profitieren. Hoffnungen, dass die konjunkturelle Wende nun allmählich vollzogen ist, machen sich mehr und mehr breit.
Am Nachmittag wurde nach der Veröffentlichung der US-Konjunkturindizes die Aufwärtsbewegung beschleunigt. Der Dax verbuchte einen Zugewinn von 1,38% auf einen Schlusstand von 5.390 Indexpunkten. Zu den größten Gewinnern zählten Infineon, Münchener Rück und die Hypovereinsbank, die im besonderen von den Konjunkturzahlen profitierten, aber auch RWE konnte nach einem gesteigerten Betriebsergebnis um 1,86% zulegen. Heute rückt erneut die Widerstandsmarke von 5.400 beim Dax in den Blickpunkt. Nur wenn diese Marke nachhaltig gebrochen werden kann, besteht weiteres Aufwärtspotenzial
Christian Schmidt, Aktienhandel
Autor: nnz
Gestern hatten wir uns eigentlich schon darauf eingestellt, dass die amerikanischen Aktienmärkte ihren moderaten Handel der vergangenen Tage vorsetzten. Aber plötzlich kamen wir uns, nach der Bekanntgabe einer Reihe von besser ausgefallenen Konjunkturdaten, wie Alice im Wunderland vor. Insbesondere das US-Verbrauchervertrauen legte auf den höchsten Wert (110,2 Punkte) seit August 2001 zu. Einen derart großen Anstieg hat es seit über 25 Jahren nicht mehr gegeben, und es muss die Frage gestattet sein, wo dieser extreme Optimismus so plötzlich herkommt. Anschließend kam es zu deutlichen Kurszuwächsen. Alles in allem profitierten konjunktursensitive Werte entsprechend gut von den Zahlen. Außerdem wurden Äußerungen von US-Notenbankgouverneuren, welche mit Ihren Aussagen versucht hatten, Anleger im Hinblick auf die wohl bevorstehenden Zinserhöhungen zu beruhigen, positiv aufgenommen. Der Dow Jones beendete den Handel mit einem Plus von 0,70 % bei 10.353,36 Punkten, die Nasdaq legte um 0,64% auf 1.824,17 Zähler zu, während der marktbreite S&P 0,58% auf 1.138,49 Indexpunkte zulegen konnte.
Der deutsche Aktienmarkt konnte zunächst von einem über den Erwartungen liegenden Anstieg des Ifo-Geschäftsklimaindex profitieren. Hoffnungen, dass die konjunkturelle Wende nun allmählich vollzogen ist, machen sich mehr und mehr breit.
Am Nachmittag wurde nach der Veröffentlichung der US-Konjunkturindizes die Aufwärtsbewegung beschleunigt. Der Dax verbuchte einen Zugewinn von 1,38% auf einen Schlusstand von 5.390 Indexpunkten. Zu den größten Gewinnern zählten Infineon, Münchener Rück und die Hypovereinsbank, die im besonderen von den Konjunkturzahlen profitierten, aber auch RWE konnte nach einem gesteigerten Betriebsergebnis um 1,86% zulegen. Heute rückt erneut die Widerstandsmarke von 5.400 beim Dax in den Blickpunkt. Nur wenn diese Marke nachhaltig gebrochen werden kann, besteht weiteres Aufwärtspotenzial
Christian Schmidt, Aktienhandel
