nnz-Betrachtung: Ein frohes Osterfest...
Mittwoch, 27. März 2002, 08:03 Uhr
Nordhausen (nnz). Wenn Sie noch ein Ostergeschenk für Ihre Lieben suchen - im Internet ist fast alles zu finden. Auch eine Internet-Apotheke. Zu Risiken und Nebenwirkungen dieser Institution eine nnz-Betrachtung von Apotheker Christian Worbes.
Ostern, ein Fest mit vielschichtigen persönlichen Eindrücken und Erinnerungen. Ich möchte Ihnen meine Eindrücke von den möglichen Veränderungen im Gesundheitswesen darlegen. Momentan wird die Internet Apotheke als Non plus Ultra der Kostendämpfung im Gesundheitswesen vorgestellt. Das unpersönliche via Internet ist besser als die persönliche Beratung? Ein funktionierendes Gesundheitswesen braucht mehr als ein Call Center und eine Internet-Apotheke. Patientensicherheit steht für uns an erster Stelle. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO sind 10 Prozent der über Versandhandel vertriebenen Arzneimittel Fälschungen.
Arzneimittel sind Waren, die einer besonderen Sorgfalt bedürfen. Sie sind hochpotente Garanten der Gesundheitsführsorge. Arzneimittel dürfen nicht der Spielball allzu sorgloser Politiker werden, denen die Globalisierung im Gesundheitswesen nicht schnell genug geht. Gesundheit ist ein hohes Gut, das dem Augenmaß und der Sorgfalt der Beteiligten bedarf. Die Deutsche Apotheke hatte und hat Ihren Platz in diesem Gesundheitssystem. Die öffentliche Apotheke kann ein gewünschtes Medikament in der Regel viel schneller und über das gesamte Arzneimittelsortiment preisgünstiger besorgen als jeder ausländische Versandhandelsanbieter. Das dichte Apothekennetz garantiert, dass jeder Patient sein Medikament, ohne lange Wege in Kauf nehmen zu müssen, erhält.
Die Betriebskrankenkassen schließen Verträge mit Holländischen Internet-Apotheken ab und die Innungskrankenkassen fordern über Briefe Ihre Mitglieder auf dort aus Kostengründen zu bestellen. Deutsche Arbeitsplätze in Holland? Wohl kaum! Auch Krankenkassenbeiträge werden wohl nicht aus Holland in diese Krankenkassen fließen! Wir Apotheken warnen davor. Ein zerschlagenes System von Apotheken in Deutschland mit einer flächendeckenden 24-Stunden-Notdienstbereitschaft lässt sich schwer wieder herstellen. Urteilen Sie selbst, jeder Apotheker erklärt Ihnen gerne die Hintergründe. Wohlgemerkt wir sind nicht von Gestern - aber wir sind für Sicherheit im Umgang mit Arzneimitteln.
Eine Broschüre zu den Risiken des Versandhandels mit Arzneimitteln ist in jeder Apotheke erhältlich! Wenn es um Kosteneinsparung geht werden von Vertretern der Krankenkassen die Arzneimittel immer als vorrangige Sparmöglichkeit genannt. Die enorme Steigerung der erst kürzlich von Frau Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt kritisierten hohen Verwaltungskosten der Krankenkassen bleibt meist unberücksichtigt. Der Präsident der Landesapothekerkammer Thüringen, Dr. Egon Manneststätter, sagte kürzlich dazu: Arzneimittel sind Leistungen für die Patienten zur Heilung ihrer Erkrankungen, Verwaltungsausgaben der Krankenkassen nicht mehr als die Umwandlung von Versichertenbeiträgen in Bürokratie.
Die Apotheken des Landkreises wünschen Ihnen allen ein gesegnetes frohes Osterfest.
Ihr Christian Worbes
Autor: nnzOstern, ein Fest mit vielschichtigen persönlichen Eindrücken und Erinnerungen. Ich möchte Ihnen meine Eindrücke von den möglichen Veränderungen im Gesundheitswesen darlegen. Momentan wird die Internet Apotheke als Non plus Ultra der Kostendämpfung im Gesundheitswesen vorgestellt. Das unpersönliche via Internet ist besser als die persönliche Beratung? Ein funktionierendes Gesundheitswesen braucht mehr als ein Call Center und eine Internet-Apotheke. Patientensicherheit steht für uns an erster Stelle. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO sind 10 Prozent der über Versandhandel vertriebenen Arzneimittel Fälschungen.
Arzneimittel sind Waren, die einer besonderen Sorgfalt bedürfen. Sie sind hochpotente Garanten der Gesundheitsführsorge. Arzneimittel dürfen nicht der Spielball allzu sorgloser Politiker werden, denen die Globalisierung im Gesundheitswesen nicht schnell genug geht. Gesundheit ist ein hohes Gut, das dem Augenmaß und der Sorgfalt der Beteiligten bedarf. Die Deutsche Apotheke hatte und hat Ihren Platz in diesem Gesundheitssystem. Die öffentliche Apotheke kann ein gewünschtes Medikament in der Regel viel schneller und über das gesamte Arzneimittelsortiment preisgünstiger besorgen als jeder ausländische Versandhandelsanbieter. Das dichte Apothekennetz garantiert, dass jeder Patient sein Medikament, ohne lange Wege in Kauf nehmen zu müssen, erhält.
Die Betriebskrankenkassen schließen Verträge mit Holländischen Internet-Apotheken ab und die Innungskrankenkassen fordern über Briefe Ihre Mitglieder auf dort aus Kostengründen zu bestellen. Deutsche Arbeitsplätze in Holland? Wohl kaum! Auch Krankenkassenbeiträge werden wohl nicht aus Holland in diese Krankenkassen fließen! Wir Apotheken warnen davor. Ein zerschlagenes System von Apotheken in Deutschland mit einer flächendeckenden 24-Stunden-Notdienstbereitschaft lässt sich schwer wieder herstellen. Urteilen Sie selbst, jeder Apotheker erklärt Ihnen gerne die Hintergründe. Wohlgemerkt wir sind nicht von Gestern - aber wir sind für Sicherheit im Umgang mit Arzneimitteln.
Eine Broschüre zu den Risiken des Versandhandels mit Arzneimitteln ist in jeder Apotheke erhältlich! Wenn es um Kosteneinsparung geht werden von Vertretern der Krankenkassen die Arzneimittel immer als vorrangige Sparmöglichkeit genannt. Die enorme Steigerung der erst kürzlich von Frau Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt kritisierten hohen Verwaltungskosten der Krankenkassen bleibt meist unberücksichtigt. Der Präsident der Landesapothekerkammer Thüringen, Dr. Egon Manneststätter, sagte kürzlich dazu: Arzneimittel sind Leistungen für die Patienten zur Heilung ihrer Erkrankungen, Verwaltungsausgaben der Krankenkassen nicht mehr als die Umwandlung von Versichertenbeiträgen in Bürokratie.
Die Apotheken des Landkreises wünschen Ihnen allen ein gesegnetes frohes Osterfest.
Ihr Christian Worbes
