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Gute Werte

Montag, 26. November 2007, 12:12 Uhr
Die Sparkassen in Thüringen hatten in diesem Jahr erneut ein Marktforschungsunternehmen beauftragt, das sich mit der Stellung der regionalen Geldhäuser beschäftigen sollte. Geprüft wurde auch die Akzeptanz der Nordhäuser Kreissparkasse...


1.000 Menschen der Region wurden für die Befragung ausgewählt und das Ergebnis kann sich aus Sicht von Vorstand Wolfgang Asche richtig sehen lassen. In den vergangenen sieben Jahren konnte der Marktanteil der Kreissparkasse Nordhausen von 56 auf 59 Prozent gesteigert werden. Das sei zwar auf den ersten Blick kein Wahnsinnssprung, jedoch sind die zwei Prozentpunkte in einem deutlich schwierigeren Umfeld um so höher einzuschätzen. Gefragt wurde nach der Hauptbankverbindung.

Sehr gut „weggekommen“ ist dabei unter anderem die Qualität der Arbeit der Kornmarkt-Banker. „Das wird auch in den nächsten Jahren so bleiben, das wird mehr und mehr zum Unterscheidungsmerkmal werden und damit den Erfolg unseres Geschäftes garantieren“.

Um diese Qualität auch in den nächsten Jahren zu gewährleisten, setzt die Nordhäuser Kreissparkasse weiterhin auf die Ausbildung des eigenen Nachwuchses. In diesem Jahr seien 13 Azubis eingestellt worden, für das Ausbildungsjahr 2008/2009 sind bereits acht Verträge unter Dach und Fach, Bewerbungen werden weiterhin angenommen. Die Chefetage am Kornmarkt spürt im Bereich der Ausbildung bereits über mehrere Jahre, wie sich der Markt gedreht hat. „Gute Leute haben mehrere Eisen im Feuer. Da müssen wir uns strecken, damit wir die besten der Bewerber für uns interessieren können.“

Wolfgang Asche sowie seine Vorstandskollegen Dieter Przybilla und Claus Deig freuen sich indes über einen boomenden Wertpapierumsatz. Runde 80 Millionen Euro seien „gedreht“ worden, das ist ein Zuwachs gegenüber dem Vorjahr von 25 Prozent. Allerdings setzte sich auch 2007 der Trend hin zum sicheren, festverzinslichen Wertpapier fort. Die Südharzer sind in punkto Aktien immer noch vorsichtig. Und: eine lange Bindung im Anlagegeschäft wird immer mehr vermieden.

Im kommenden Jahr, diese Empfehlung gibt Wolfgang Asche den nnz-Lesern, sollten sich alle Kunden mit der Abgeltungssteuer beschäftigen, die der Gesetzgeber für 2009 festgesetzt hat. Asche rät zu einer frühzeitigen Beratung, vor allem für Kunden, die in ihrem individuellen Steuersatz jenseits der 25 Prozent liegen. Die Kundenberater der Nordhäuser Kreissparkasse sind für diese Gespräche bestens gerüstet und haben die richtigen Modelle, um auf den einen oder anderen Fallstrick des Gesetzgebers rechtzeitig und effizient zu reagieren.

Insgesamt steht das Geldhaus bei den bilanzwirtschaftlichen Einlagen noch etwas in den Miesen. Runde zehn Millionen Euro fehlen noch, doch Wolfgang Asche ist zuversichtlich, in dieser Position bis zum Jahresende eine „schwarze Null“ zu schreiben. Insgesamt, so seine Einschätzung im nnz-Gespräch, habe die Vermögensbildung zugenommen. Wurde im vergangenen Jahr „entspart“, so wird jetzt wieder gespart – bei der Kreissparkasse.
Autor: nnz

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