Führungsspitze vor Zerreißprobe?
Montag, 25. März 2002, 14:57 Uhr
Nordhausen (nnz). Mit dem Einzug der beiden hauptamtlichen Beigeordneten in die Nordhäuser Kreisverwaltung ist es politisch scheinbar ruhig geworden. Doch dieser Schein trügt. Intern brodelt es im Landratsamt seit einigen Wochen...
Mit dem Dienstbeginn von Loni Grünwald (PDS) und Matthias Jendricke (SPD) hatte sich die Führungsspitze gemeinsam mit Landrat Joachim Claus (CDU) einen internen Eid geschworen: All das, was im Vorfeld gelaufen war, sei erledigt. Die künftige Arbeit sollte im Einvernehmen verrichtet werden.
Das soll nach nnz-Informationen bereits mit Beginn dieses Jahres ad acta gelegt worden sein. Aus nicht nachvollziehbaren Gründen soll zum Beispiel Landrat Joachim Claus einen Brief an das Landesverwaltungsamt Weimar geschickt haben, wo er um die Nichtgenehmigung des Haushaltes für dieses Jahr geworben haben soll. Erst nach massiven Interventionen von Matthias Jendricke wurde dieses Ansinnen in Weimar abgelehnt. Jendricke wie Claus wollten diese Aussage nicht bestätigen.
Jetzt aber ist der Führungsstreit in eine gänzlich andere Dimension gehoben worden. Der Grund hierfür liegt im personellen Bereich. Für eine Fachbereichsleiterin des Landratsamtes soll die Besoldung angehoben worden sein. Eine Rücksprache mit dem vorgesetzten Beigeordneten habe es nicht gegeben. Von einer ungeheuren Eigenmächtigkeit spricht das Beigeordneten-Duo, die Mitarbeiter im Landratsamt verstehen ob dieser Dreistigkeit die Welt nicht mehr. Die neue Besoldung habe natürlich auch Auswirkungen auf die Personalkosten und Stellenplan, die Mitglieder des Kreistages müssten informiert werden. All das ist bis jetzt nicht geschehen.
Bis jetzt. Am zurückliegenden Wochenende hatten die Fraktionsvorsitzenden und die Chefs einiger Ausschüsse einen brisanten Brief in ihrer Post. Unterschrieben ist er von Jendricke, Grünwald und dem ehrenamtlichen Beigeordneten Winfried Theuerkauf (SPD). In diesem Brief zeigt das Trio den Werdegang der jetzigen Vorkommnisse auf, macht aber auch deutlich, dass eine derartige eigenmächtige Verfahrensweise des Landrates nicht weiter geduldet werde. Die nnz wird noch in dieser Woche ausführlich über die Vorgänge im Landratsamt berichten.
Autor: nnzMit dem Dienstbeginn von Loni Grünwald (PDS) und Matthias Jendricke (SPD) hatte sich die Führungsspitze gemeinsam mit Landrat Joachim Claus (CDU) einen internen Eid geschworen: All das, was im Vorfeld gelaufen war, sei erledigt. Die künftige Arbeit sollte im Einvernehmen verrichtet werden.
Das soll nach nnz-Informationen bereits mit Beginn dieses Jahres ad acta gelegt worden sein. Aus nicht nachvollziehbaren Gründen soll zum Beispiel Landrat Joachim Claus einen Brief an das Landesverwaltungsamt Weimar geschickt haben, wo er um die Nichtgenehmigung des Haushaltes für dieses Jahr geworben haben soll. Erst nach massiven Interventionen von Matthias Jendricke wurde dieses Ansinnen in Weimar abgelehnt. Jendricke wie Claus wollten diese Aussage nicht bestätigen.
Jetzt aber ist der Führungsstreit in eine gänzlich andere Dimension gehoben worden. Der Grund hierfür liegt im personellen Bereich. Für eine Fachbereichsleiterin des Landratsamtes soll die Besoldung angehoben worden sein. Eine Rücksprache mit dem vorgesetzten Beigeordneten habe es nicht gegeben. Von einer ungeheuren Eigenmächtigkeit spricht das Beigeordneten-Duo, die Mitarbeiter im Landratsamt verstehen ob dieser Dreistigkeit die Welt nicht mehr. Die neue Besoldung habe natürlich auch Auswirkungen auf die Personalkosten und Stellenplan, die Mitglieder des Kreistages müssten informiert werden. All das ist bis jetzt nicht geschehen.
Bis jetzt. Am zurückliegenden Wochenende hatten die Fraktionsvorsitzenden und die Chefs einiger Ausschüsse einen brisanten Brief in ihrer Post. Unterschrieben ist er von Jendricke, Grünwald und dem ehrenamtlichen Beigeordneten Winfried Theuerkauf (SPD). In diesem Brief zeigt das Trio den Werdegang der jetzigen Vorkommnisse auf, macht aber auch deutlich, dass eine derartige eigenmächtige Verfahrensweise des Landrates nicht weiter geduldet werde. Die nnz wird noch in dieser Woche ausführlich über die Vorgänge im Landratsamt berichten.
