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Meisterbrief bleibt Markenzeichen

Mittwoch, 21. November 2007, 14:18 Uhr
Was am Samstag die jungen Meisterinnen und Meister in den Händen hielten, bleibt auch künftig das Markenzeichen für eine berufliche Spitzenqualifikation: der Meisterbrief. Auch junge Leute aus dem Landkreis Nordhausen waren mit dabei...


Ausgezeichnet (Foto: HWK) Ausgezeichnet (Foto: HWK) Das Handwerk hält Schritt und bleibt innovationsfähig. Dafür steht der Meisterbrief, der Große Befähigungsnachweis für die Führungskräfte und Unternehmer im Handwerk. Hier in Deutschland genießt die Qualifikation des Handwerksmeisters nach wie vor in der Bevölkerung hohes Ansehen. International stand er jedoch in Gefahr, auf ein Niveau herabgestuft zu werden, das lediglich einem normalen Berufsabschluss gleichzusetzen wäre. Nach heftigem Protest der Handwerksorganisation wurden diese ersten Pläne nicht realisiert.

Alle deutschen Meisterberufe sollen nunmehr auf Niveaustufe 3 des sechsstufigen EU-Schemas zur Unterscheidung von Berufsabschlüssen eingestuft werden. Damit ist der Meister gleichwertig eines Diploms mit kurzem Ausbildungsgang, quasi ein Bachelor professionell oder Fachhochschulabschlusses. Auf diesen Erfolg ist das Handwerk zu recht stolz.

Damit bleibt der Meisterbrief auch europaweit als große Befähigungsnachweis hoch im Kurs. Dieses Markenzeichen des Deutschen Handwerks erhielten am Samstag, 17. November, in der Thüringenhalle 278 Jungmeister aus den Händen von Erfurts Handwerkskammerpräsident Rolf Ostermann und Vizepräsident Stefan Lobenstein die großen Schmuckurkunden, ihrer Meisterbriefe. In insgesamt 17 Handwerken wurden in den letzten zwölf Monaten Meisterprüfungen durchgeführt. Die meisten Teilnehmer gab es erneut im Friseur- und im Kraftfahrzeugtechnikerhandwerk.

Die Leistungen der Jungmeister würdigte die Handwerkskammer mit einer großen Meisterfeier und vielen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung. Die Festansprache hielt Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus. Tradition ist bereits die Auszeichnung der beiden besten Jungmeister aus dem Kammerbezirk mit wertvollen Preisen, gesponsert vom Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen.


Beste Meister der einzelnen Gewerke
Beste Jungmeister aus dem Kammerbezirk: Janko Offen aus Apolda (Kraftfahrzeugtechniker-Handwerk) und Marco Freiberg aus Nordhausen (Installateur und Heizungsbauer-Handwerk) erhielten als beste Jungmeister aus dem Kammerbezirk Erfurt des Jahres 2007 eine Auszeichnung des Sparkassen und Giroverbandes Hessen-Thüringen (siehe obiges Foto).

Die besten Meister in den Gewerken:
Informationstechniker: Frank Hoffmann aus Görsbach
Friseure: Annekathrin Kirchner aus Auleben
Autor: nnz

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