Neue Technik für den Ernstfall
Freitag, 22. März 2002, 13:37 Uhr
Nordhausen (nnz). Nichts mehr wird so sein wie bisher! Dieser Satz machte nach den Terroranschlägen in den USA vom 11. September die Runde. Auch im Landkreis Nordhausen ist einiges anders geworden. nnz hat beim Brand- und Katastrophenschutz umgesehen.
Der Zivilschutz und der Katastrophenschutz sind in den Jahren nach 1990 bundesweit vernachlässigt worden. Der kalte Krieg war beendet, die heiße Phase des Zivilschutzes wurde rechts und links der Elbe beerdigt. Nach dem 11. September sind die Verantwortlichen auf Bundesebene aufgeschreckt. Gesetze und Verordnungen wurden erlassen, Gelder für die Anschaffung neuer Technik wurde bereitgestellt.
Für die haupt- und ehrenamtlichen Helfer des Brand- und Katastrophenschutzes bedeutete die Zeit danach eine Zeit des Lernens. Neue Technik wurde angeschafft, sie muß allerdings auch effektiv bedient werden. Und so machten sich die Helfer unter anderem mit einem ABC-Fahrzeug oder einem Desinfektionsfahrzeug - einer Waschmaschine für die Bevölkerung - vertraut. Weitere Investitionen werden in den kommenden Jahren notwendig sein, daran muß sich auch der Landkreis beteiligen. Für einige Fahrzeuge muß bis zu 50 Prozent aus kommunalen Mitteln das Geld aufgebracht werden.
Fünf Mal schrillten im vergangenen Jahr die Alarmglocken. Weiße Päckchen wurden gefunden. In allen Fällen bestätigte sich ein Milzbrandverdacht nicht. Fünf Mal war jedoch die Angst der Begleiter der Feuerwehrleute. Trotz intensiver Schulungen müssen aber auch Spezialisten ran. Die Biologen und Chemiker sollen in der Region gefunden werden, bundesweit wird am Aufbau einer schnellen Eingreiftruppe gearbeitet.
Neben den Auswirkungen des 11. September geht der normale Dienst weiter. Im vergangenen Jahr wurden im Landkreis Nordhausen 224 Brandeinsätze registriert, in 1.088 Fällen wurden Hilfeleistungen abgearbeitet. Dabei arbeiten die Kameraden der Nordhäuser Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehren Hand in Hand. Wie Kreisbrandinspektor Erich Etzrodt der nnz sagte, gebe es in jedem Ort im Landkreis eine Freiwillige Feuerwehr. Einzige Ausnahme ist Kraja, hier kommen im Ernstfall die Kollegen der benachbarten Orte zum Einsatz. Um den Nachwuchs müssen sich die Floriansjünger auch keine Sorgen machen. In 65 Jugendfeuerwehren sind rund 800 Jungen und Mädchen organisiert.
Autor: nnz
Der Zivilschutz und der Katastrophenschutz sind in den Jahren nach 1990 bundesweit vernachlässigt worden. Der kalte Krieg war beendet, die heiße Phase des Zivilschutzes wurde rechts und links der Elbe beerdigt. Nach dem 11. September sind die Verantwortlichen auf Bundesebene aufgeschreckt. Gesetze und Verordnungen wurden erlassen, Gelder für die Anschaffung neuer Technik wurde bereitgestellt. Für die haupt- und ehrenamtlichen Helfer des Brand- und Katastrophenschutzes bedeutete die Zeit danach eine Zeit des Lernens. Neue Technik wurde angeschafft, sie muß allerdings auch effektiv bedient werden. Und so machten sich die Helfer unter anderem mit einem ABC-Fahrzeug oder einem Desinfektionsfahrzeug - einer Waschmaschine für die Bevölkerung - vertraut. Weitere Investitionen werden in den kommenden Jahren notwendig sein, daran muß sich auch der Landkreis beteiligen. Für einige Fahrzeuge muß bis zu 50 Prozent aus kommunalen Mitteln das Geld aufgebracht werden.
Fünf Mal schrillten im vergangenen Jahr die Alarmglocken. Weiße Päckchen wurden gefunden. In allen Fällen bestätigte sich ein Milzbrandverdacht nicht. Fünf Mal war jedoch die Angst der Begleiter der Feuerwehrleute. Trotz intensiver Schulungen müssen aber auch Spezialisten ran. Die Biologen und Chemiker sollen in der Region gefunden werden, bundesweit wird am Aufbau einer schnellen Eingreiftruppe gearbeitet.
Neben den Auswirkungen des 11. September geht der normale Dienst weiter. Im vergangenen Jahr wurden im Landkreis Nordhausen 224 Brandeinsätze registriert, in 1.088 Fällen wurden Hilfeleistungen abgearbeitet. Dabei arbeiten die Kameraden der Nordhäuser Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehren Hand in Hand. Wie Kreisbrandinspektor Erich Etzrodt der nnz sagte, gebe es in jedem Ort im Landkreis eine Freiwillige Feuerwehr. Einzige Ausnahme ist Kraja, hier kommen im Ernstfall die Kollegen der benachbarten Orte zum Einsatz. Um den Nachwuchs müssen sich die Floriansjünger auch keine Sorgen machen. In 65 Jugendfeuerwehren sind rund 800 Jungen und Mädchen organisiert.
