Zumeist Toregarantie
Donnerstag, 15. November 2007, 16:33 Uhr
Nordhausen (nnz). Vor gut zwei Jahren ist der FSV Wacker 90 Nordhausen wieder in die höchste Thüringer Fußballklasse aufgestiegen und belegte am Ende dieser Spieljahre die Plätze 4 und 7. Als Tabellensiebenter reist die erste Mannschaft am kommenden Sonnabend zum FC Einheit Rudolstadt, den Tabellenfünften. Ein Bericht von Klaus Verkouter.
Auf dem Bild ist das 6. Wackertor vom März zu sehen
Keine Mannschaft lag Wacker in den vier Begegnungen dieser beiden Jahre besser als die Rudolstädter, denn alle, sowohl auswärts (1:0, 3:1) als auch zu Hause (2:1; 6:1), wurden gewonnen. Wann findet man solch makellose Bilanz schon einmal? Aber es gab bereits davor Punktspiele beider Kontrahenten gegeneinander und da relativiert sich alles ein bisschen.
Vier Spieljahre kreuzte Nordhausen insgesamt mit den Ostthüringern die Klingen. 1958 besiegte Motor West in der 2. DDR-Liga, Staffel 5, die Einheit-Elf zu Hause sicher mit 7:1. Das Rückspiel ging jedoch 0:1 verloren. Die Nordhäuser Fußball-Legende Manfred Willing, der nächste Woche seinen 70. Geburtstag begeht, hat in diesen beiden Spielen mitgewirkt.
Erst im Spieljahr 2001/2002 traf man in der Thüringenliga wieder aufeinander. Beide Vereine gewannen ihre jeweiligen Auswärtsspiele (0:2 hieß es in Nordhausen und 1:2 an der Saale).
Können die Saalestädter nun im neunten Aufeinandertreffen den dritten Sieg gegen die Nordhäuser landen? In dieser Saison gewann der FC Einheit von den bisherigen sechs Heimspielen im Städtischen Stadion unterhalb der Heidecksburg auch erst drei. Daraus nun aber eine Favoritenrolle der Südharzer abzuleiten zu wollen, wäre vermessen. Allzu launisch präsentierten sich die Neunziger in ihren Auswärtsspielen (ein Sieg, ein Unentschieden sowie drei Niederlagen).
Immerhin möchte der neue Trainer Rudolstadts, Ulrich Göhr, mittelfristig in die Oberliga aufsteigen – ein Ziel das irgendwann auch für Wacker Wirklichkeit werden soll. Die Leistungen nach zwölf Spieltagen zeigten schon, dass sich der FC Einheit mit dem Einbau etlicher junger Akteure auf dem richtigen Weg befindet. Weiter sind die Rudolstädter im Abwehrverhalten gekommen. Besonders deren stabilere Verteidigung dürfte Wacker nicht so leicht zum Torjubel gelangen lassen wie noch im Vorjahr, als es nach 29 Minuten schon 4:0 gegen diesen Punktspielpartner stand. Sieben lausige Partien ohne Sieg gingen diesem regelrechten Befreiungsschlag an jenem 21. Spieltag im März 2007 voraus.
Die Rudolstädter sehen sich selbst nicht chancenlos, wie ihrer Vereinsseite zu entnehmen ist: Wacker Nordhausen ist für die Einheit kein Lieblingsgegner. Nach dem schwer erkämpften vierten Auswärtserfolg in Ilmenau gehen die Spieler von Uli Göhr mit Selbstvertrauen in die siebte Auseinandersetzung mit Nordhausen. Die Ausfälle bieten den Talenten weitere Bewährungsmöglichkeiten. Dennoch scheint der FC Einheit bei Konzentration vom Anfang bis zum Ende, der Nutzung der Tormöglichkeiten sowie Einsatz und Kampf in der Lage zu sein, die Negativbilanz der Vergleiche mit dem FSV etwas zu verbessern.
Will Wacker einen weiteren Erfolg erzielen, darf natürlich nicht eine solche Vielzahl hochkarätiger Chancen wie gegen Weida versiebt werden. Man muss sich darauf einstellen, dass der FC Einheit hinten mit Sicherheit nicht so viel anbrennen lässt wie der Tabellenletzte.
Es ist auf alle Fälle eine weitere Möglichkeit, näher zu den vorderen Plätzen aufzuschließen.
Klaus Verkouter
Autor: nnzAuf dem Bild ist das 6. Wackertor vom März zu sehen
Keine Mannschaft lag Wacker in den vier Begegnungen dieser beiden Jahre besser als die Rudolstädter, denn alle, sowohl auswärts (1:0, 3:1) als auch zu Hause (2:1; 6:1), wurden gewonnen. Wann findet man solch makellose Bilanz schon einmal? Aber es gab bereits davor Punktspiele beider Kontrahenten gegeneinander und da relativiert sich alles ein bisschen.
Vier Spieljahre kreuzte Nordhausen insgesamt mit den Ostthüringern die Klingen. 1958 besiegte Motor West in der 2. DDR-Liga, Staffel 5, die Einheit-Elf zu Hause sicher mit 7:1. Das Rückspiel ging jedoch 0:1 verloren. Die Nordhäuser Fußball-Legende Manfred Willing, der nächste Woche seinen 70. Geburtstag begeht, hat in diesen beiden Spielen mitgewirkt.
Erst im Spieljahr 2001/2002 traf man in der Thüringenliga wieder aufeinander. Beide Vereine gewannen ihre jeweiligen Auswärtsspiele (0:2 hieß es in Nordhausen und 1:2 an der Saale).
Können die Saalestädter nun im neunten Aufeinandertreffen den dritten Sieg gegen die Nordhäuser landen? In dieser Saison gewann der FC Einheit von den bisherigen sechs Heimspielen im Städtischen Stadion unterhalb der Heidecksburg auch erst drei. Daraus nun aber eine Favoritenrolle der Südharzer abzuleiten zu wollen, wäre vermessen. Allzu launisch präsentierten sich die Neunziger in ihren Auswärtsspielen (ein Sieg, ein Unentschieden sowie drei Niederlagen).
Immerhin möchte der neue Trainer Rudolstadts, Ulrich Göhr, mittelfristig in die Oberliga aufsteigen – ein Ziel das irgendwann auch für Wacker Wirklichkeit werden soll. Die Leistungen nach zwölf Spieltagen zeigten schon, dass sich der FC Einheit mit dem Einbau etlicher junger Akteure auf dem richtigen Weg befindet. Weiter sind die Rudolstädter im Abwehrverhalten gekommen. Besonders deren stabilere Verteidigung dürfte Wacker nicht so leicht zum Torjubel gelangen lassen wie noch im Vorjahr, als es nach 29 Minuten schon 4:0 gegen diesen Punktspielpartner stand. Sieben lausige Partien ohne Sieg gingen diesem regelrechten Befreiungsschlag an jenem 21. Spieltag im März 2007 voraus.
Die Rudolstädter sehen sich selbst nicht chancenlos, wie ihrer Vereinsseite zu entnehmen ist: Wacker Nordhausen ist für die Einheit kein Lieblingsgegner. Nach dem schwer erkämpften vierten Auswärtserfolg in Ilmenau gehen die Spieler von Uli Göhr mit Selbstvertrauen in die siebte Auseinandersetzung mit Nordhausen. Die Ausfälle bieten den Talenten weitere Bewährungsmöglichkeiten. Dennoch scheint der FC Einheit bei Konzentration vom Anfang bis zum Ende, der Nutzung der Tormöglichkeiten sowie Einsatz und Kampf in der Lage zu sein, die Negativbilanz der Vergleiche mit dem FSV etwas zu verbessern.
Will Wacker einen weiteren Erfolg erzielen, darf natürlich nicht eine solche Vielzahl hochkarätiger Chancen wie gegen Weida versiebt werden. Man muss sich darauf einstellen, dass der FC Einheit hinten mit Sicherheit nicht so viel anbrennen lässt wie der Tabellenletzte.
Es ist auf alle Fälle eine weitere Möglichkeit, näher zu den vorderen Plätzen aufzuschließen.
Klaus Verkouter

