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Dagmar Becker (SPD) zu Dosenpfand

Mittwoch, 20. März 2002, 15:50 Uhr
Nordhausen (nnz). Heftige Aufschläge müssen die Kunden ab dem nächsten Jahr auf Getränke in Dosen oder Einwegflaschen hinnehmen. Zu diesem aktuellen Entwicklung äußert sich jetzt des SPD-Landtagsabgeordnete Dagmar Becker.


Als für die Getränkeindustrie schmerzlichen, aber notwendigen Schritt bezeichnete Dagmar Becker, umweltpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, die am heutigen Mittwoch vom Bundeskabinett beschlossene Einführung einer Pfandpflicht für Einwegverpackungen. Aufgrund der geltenden Verpackungsverordnung komme die seit 1991 bestehende, aber bislang ausgesetzte Pfandpflicht dann zum Tragen, wenn der Anteil der in ökologisch vorteilhaften Mehrwegverpackungen abgefüllten Getränke unter 72 Prozent falle.

Zur Zeit liege die Quote bei nur 64 Prozent. Dies zeige, dass alle Versuche, das Problem über Selbstverpflichtungen der Industrie zu lösen, trotz aller Versprechungen ungeeignet seien. "Nur eine Regelung im Verordnungsweg kann die gesetzgeberischen und von der Mehrheit der Bevölkerung begrüßten Ziele erreichen", sagte die SPD- Umweltpolitikerin. Mit dem Dosenpfand könne ein ausreichender Anreiz - sowohl für die Industrie, als auch für die Verbraucher - geschaffen werden, stärker auf umweltfreundlichere Getränkeverpackungen zu setzen.
Autor: nnz

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