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Erfolgreich mit "Hilfe"-Programm

Dienstag, 19. März 2002, 15:04 Uhr
Nordhausen (nnz). Jeder weiß: Der „Echte Nordhäuser“ kommt aus Nordhausen. Die Nordbrand Nordhausen GmbH setzt seit einiger Zeit nicht nur auf die traditionellen Zugpferde, sondern hat verschiedene „Hilfen“ im Angebot. Die neuesten Kreationen wurden heute im Stammhaus vorgestellt.


Hier ist Hilfe angesagt
Vor zwei Jahren lief bei Nordbrand das sogenannten Sonderartikel-Programm an. Was in den Kinderschuhen eher als verkaufsfördernde Maßnahme gedacht war, das hat sich seit dieser Zeit zu einem echten Renner gemausert. Ob im Winter, beim Wandern oder beim Grillen - die entsprechenden „Unterstützer“ aus dem Hause Nordbrand finden immer mehr den Nerv, sprich, die Gunst der Käufer. „Mit diesen Produkten haben die Verbraucher Fun und Nutzen gleichermaßen“, beschreibt Nordbrand-Geschäftsführer Hans-Joachim Junker die Philosophie der Produkte und vielleicht auch deren Erfolgsgeheimnis. Winter-, Wander- und Grillhilfe hat die nnz in den zurückliegenden Monaten bereits vorgestellt. Die aktuelle Kreation ist die „Fußball-Hilfe“.

Rechtzeitig vor der Fußball-Weltmeisterschaft wendet sich der typisch-grüne Sportrucksack vor allem an die Fans des runden Leders. Zum Inhalt des Rucksackes gehören natürlich die höherprozentigen Spezialitäten aus dem Unternehmen. Reingepackt wurden unter anderem auch eine Deutschland-Fahne als mutmachendes „Winkelement“, ein Schminkset in den Farben Schwarz-Rot-Gold und ein echter Lederfußball. Ob zur Sonderausstattung auch ein Taschentuch gehört für den Fall, dass Deutschland über die Vorrunde nicht hinauskommt, das wurde heute noch nicht verraten.

Sowohl mit dem „Hilfe-Programm“, als auch mit den bewährten Truck-Garagen, die um eine Biker-Box ergänzt wurden, setzt Nordbrand in der deutschen Spirituosenszene ein deutliches Zeichen. Die Ideen für die neckischen Kleinigkeiten kommen aus der Mitarbeiterschaft, aber auch von professionellen Agenturen. Wurden diese Produkte in den Anfangsmonaten ihrer Existenz auch im eigenen Unternehmen etwas „belächelt“, so nehmen sie jetzt einen festen Platz in der Palette des Unternehmens ein. Bislang wurden rund eine Million „Einheiten“ hergestellt.

Der Handel und damit auch die Kunden fahren momentan voll auf die Nordbrand-„Nebenprodukte“ ab. Sie erfüllen neben der Kaufbefriedigung natürlich eine nicht unwesentliche zusätzliche Funktion. Dort, wo Nordbrand mit seinen Marken den Fuß traditionell „schwer in die Tür bekommt“, stellen die „Hilfen“ wesentliche Einstiegshilfen dar. Der Erfolg ist so durchschlagend, dass auch anderen Unternehmen der Branche auf den Zug aufgesprungen sind. Doch wie heißt es so passend: Wer zu spät kommt, den bestraft der Kunde!

Einer solchen Hilfe bedarf in den kommenden Wochen das jüngste Kind aus dem Nordbrand-Haus vermutlich nicht. Im April startet in Nordhausen die Produktion der neuen „Goldkrone“. Zu DDR-Zeiten einst die Krone des Weinbrands, sollen jetzt nicht nur der Name, sondern auch der typische Goldkrone-Geschmack reaktiviert werden. Neben zwei anderen Unternehmen darf nach einem gewonnenen Prozeß nun auch die Nordbrand Nordhausen GmbH diese Marke herstellen und vertreiben. Und dabei will man von der Schwäche der anderen Hersteller profitieren. So haben die Wilthener kürzlich den Alkohol-Gehalt ihrer Goldkrone von 32 auf 28 Prozent runtergeschraubt. Den Kennern in Nordhausen kommen dabei einige Falten auf die Stirn. „Wir bleiben bei 32 Prozent, bei dem typischen Geschmack, bei der guten Qualität und füllen das zusammen in eine attraktive Flasche“, so Junker gegenüber nnz.

Im vergangenen Jahr wurden im Nordhäuser Unternehmen rund 70 Millionen Flaschen abgefüllt. Im ersten Jahr nach dem Ausstieg aus dem Branntweinmonopol kann resümiert werden, dass die Brennerei eine Produktionssteigerung von 25 Prozent realisierte. Derzeit sind bei Nordbrand 135 Mitarbeiter beschäftigt, zehn junge Menschen absolvieren eine Lehre in den verschiedensten Berufen. Von Nordbrand profitieren aber auch anderen Institutionen und Betriebe wie die Nordthüringer Lebenshilfe oder die Blanke-Spedition, von den Handwerkern der Region ganz zu schweigen.

Übrigens: Die zweite Trucksammelbörse steigt auf dem Gelände von Nordbrand am 5. Mai. Wer sich über deren Einzelheiten informieren will, der wird im Archiv der nnz fündig.
Autor: psg

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