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Denis Trocha schließt eine Rückkehr zu Wacker Nordhausen nicht mehr aus

Dienstag, 14. November 2000, 18:07 Uhr
Nordhausen (nnz). Mit Sorge hat der ehemalige Wacker-Spieler Denis Trocha die sportliche und finanzielle Entwicklung des Vereins in den zurückliegenden Monaten und Wochen verfolgt. Gegenüber nnz gab Trocha an, dass er als Gläubiger auf seine offenen Forderungen gänzlich verzichten wird. Dieses Verhalten ist sportlich und menschlich fair, gegenüber einem Verein, der es Denis Trocha vor seinem Abgang nicht immer leicht gemacht hat.
Denis Trocha erinnert sich noch zu gut an die leeren Worthülsen der Ära Seidenstücker. Dann aber kam der Hammer. Entweder sollte Trocha damals den neuen Vertrag unterzeichnen oder "Bernd Seidenstücker wollte dafür sorgen, dass ich meinen Arbeitsplatz verliere. Da habe ich dann einen Schlussstrich gezogen", erzählt Trocha.
So richtig endgültig könnte dieser Schlussstrich wohl nun doch nicht sein, verständlich wenn man die Umstände kennt. Wie nnz erfuhr, ist Denis Trocha bereit, nach Nordhausen zurückzukehren. Voraussetzungen seien seiner Meinung nach ein glaubwürdiges, ein ehrliches Präsidium und ein gesundes Umfeld. "Es muß einfach wieder Spaß machen, in Nordhausen Fußball zu spielen."

In eigener Sache: nnz entschuldigt sich an dieser Stelle für eine Äußerung in der Betrachtung "Ehemalige Spieler..." vom 12.11.00, wo indirekt behauptet wurde, Denis Trocha würde das Insolvenzverfahren negativ beeinflussen wollen. Diese Informationen hat Trocha in einem nnz-Gespräch heute nicht bestätigt. Ehrlicher Journalismus beinhaltet auch das Eingeständnis von Fehlern, falschen Recherchen oder im Benutzen von Informationsquellen, die sich kurze Zeit später als unseriösen darstellen.
Autor: psg

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