nnz-Forum: Historischer Tag
Dienstag, 19. März 2002, 14:15 Uhr
Nordhausen (nnz). Gestern fand in Walkenried ein Treffen zur Zukunft der Südharzstrecke statt (nnz berichtete bereits gestern). Dazu heute nun die Position der Initiative Höchste Eisenbahn für den Südharz im nnz-Forum.
Bei der gestrigen 90minütigen Infoveranstaltung, die mehr als 50 geladene Teilnehmer zählte, hat die DB AG die weiteren Sanierungsschritte an der Südharzstrecke erläutert. Demnach werden die Spuren des Hangrutsches bis zum 19.04.2002 für ca. 220.000 Euro beseitigt sein. Im Anschluss daran sollen im Bahnhof Wulften vom 19.04. - 22.04.2002 die Abschlussarbeiten des im November 2001 begonneneren Gleiswechsels erfolgen. In der zweiten Oktoberhälfte wird die lang geforderte Gleiserneuerung zwischen Ellrich und Woffleben begonnen. Parallel hierzu werden die Brücken über die Zorge und die Behre erneuert, so dass nach Willen der DB AG die Südharzstrecke spätestens ab Dezember 2002 durchgängig mit 100 km/h befahrbaren werden kann. Die Kosten des Projekts beziffert die DB AG auf 9 Mio. Euro.
Der Konzernbevollmächtigte der DB AG, Meyer, räumte vor dem Hintergrund der knappen DB AG Finanzmittel ein, dass in den vergangenen Jahren zu wenig in die Infrastruktur investiert wurde. Für heftigen Zündstoff sorgten die Äußerungen des Bahnvertreters, dass nur aufgrund der UMTS Gelder ausreichend Mittel für die Sanierung zur Verfügung stünden. Der Sprecher der Initiative, Burkhard Breme, wies daraufhin, dass die Länder die Nutzung der Strecke schon immer bezahlt hätten und somit auch schon vorher ausreichende Mittel zur Verfügung gestanden hätten.
Auch der Geschäftsführer der Nahverkehrsservicegesellschaft Thüringen, Otto Meyer, betonte, dass Thüringen seit 1989 schon sehr gelitten hätte, weil die Trasseneinnahmen nicht reinvestiert wurden. Der Geschäftsführer der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen, Dr. Wolf-Rüdiger Gorka, brachte es auf den Punkt, in dem er die Großprojekte der DB AG ansprach, bei denen sich die Bahn finanziell verschätzt hätte. Dies ginge zu Lasten der anderen Strecken. Der Geschäftsführer der Nahverkehrsservicegesellschaft Thüringen sprach auch Verzögerungen durch Konzernumstrukturierungen und Kommunikationsprobleme innerhalb und außerhalb des DB AG Konzerns an. Auch diese Probleme wolle man seitens der DB AG in Zukunft verbessern.
An die Adresse der Initiative war vereinzelt Kritik gerichtet geworden, weil sich Fahrgäste durch die vielen negativen Berichterstattungen von der Bahn abwandten, aber neue Kunden nur durch positive Berichterstattungen bzw. Marketingmaßnahmen für den ÖPNV zu gewinnen seien. Unsere Initiative wies daraufhin, dass wir durch die verschiedenen Projekte, wie z.B. das Fahrplanheft "Der Kleine Südharzer", Mitarbeit beim Projekt "Fahrtziel-Natur", Mitarbeit beim Projekt "Zügig in den Harz", Herausgabe des Tourismus-Newsletters oder auch durch Vorschläge für eine HarzCard die schlechten Nachrichten zu kompensieren versuchten.
Jedoch hätte die Initiative von offizieller Seite z.B. für den Druck der fast fertigen Broschüre "Unterwegs auf der Sollingbahn und Südharzstrecke" keine finanzielle Unterstützung zu erwarten. Die Geschäftsführer der Nahverkehrsgesellschaften haben daraufhin der Initiative die benötigte finanzielle Unterstützung zur Realisierung der Broschüre zugesagt.
Abschließend fasste der Landrat des Landkreise Osterode, Bernhard Reuter, zusammen, dass von einer Stillegung keine Rede sei und die Südharzstrecke bis zum Fahrplanwechsel am 15.12.2002 auf Vordermann gebracht würde. Mit verschiedenen Marketingmaßnahmen solle in Zukunft die Akzeptanz der Südharzstrecke weiter erhöht werden.
Nähere Einzelheiten von der Infoveranstaltung, zu der neuen Broschüre "Unterwegs auf der Sollingbahn und Südharzstrecke", zu unseren geplanten Fahrplanheften für Walkenried und Bad Sachsa und anderen Themen rund um den ÖPNV werden wir bei unserem Frühjahrstreffen am 23.03.2002 in Scharzfeld im Hotel Thiele ab 13.45 Uhr besprechen.
Burkhard Breme, Initiative Höchste Eisenbahn für den Südharz
Bei der gestrigen 90minütigen Infoveranstaltung, die mehr als 50 geladene Teilnehmer zählte, hat die DB AG die weiteren Sanierungsschritte an der Südharzstrecke erläutert. Demnach werden die Spuren des Hangrutsches bis zum 19.04.2002 für ca. 220.000 Euro beseitigt sein. Im Anschluss daran sollen im Bahnhof Wulften vom 19.04. - 22.04.2002 die Abschlussarbeiten des im November 2001 begonneneren Gleiswechsels erfolgen. In der zweiten Oktoberhälfte wird die lang geforderte Gleiserneuerung zwischen Ellrich und Woffleben begonnen. Parallel hierzu werden die Brücken über die Zorge und die Behre erneuert, so dass nach Willen der DB AG die Südharzstrecke spätestens ab Dezember 2002 durchgängig mit 100 km/h befahrbaren werden kann. Die Kosten des Projekts beziffert die DB AG auf 9 Mio. Euro.
Der Konzernbevollmächtigte der DB AG, Meyer, räumte vor dem Hintergrund der knappen DB AG Finanzmittel ein, dass in den vergangenen Jahren zu wenig in die Infrastruktur investiert wurde. Für heftigen Zündstoff sorgten die Äußerungen des Bahnvertreters, dass nur aufgrund der UMTS Gelder ausreichend Mittel für die Sanierung zur Verfügung stünden. Der Sprecher der Initiative, Burkhard Breme, wies daraufhin, dass die Länder die Nutzung der Strecke schon immer bezahlt hätten und somit auch schon vorher ausreichende Mittel zur Verfügung gestanden hätten.
Auch der Geschäftsführer der Nahverkehrsservicegesellschaft Thüringen, Otto Meyer, betonte, dass Thüringen seit 1989 schon sehr gelitten hätte, weil die Trasseneinnahmen nicht reinvestiert wurden. Der Geschäftsführer der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen, Dr. Wolf-Rüdiger Gorka, brachte es auf den Punkt, in dem er die Großprojekte der DB AG ansprach, bei denen sich die Bahn finanziell verschätzt hätte. Dies ginge zu Lasten der anderen Strecken. Der Geschäftsführer der Nahverkehrsservicegesellschaft Thüringen sprach auch Verzögerungen durch Konzernumstrukturierungen und Kommunikationsprobleme innerhalb und außerhalb des DB AG Konzerns an. Auch diese Probleme wolle man seitens der DB AG in Zukunft verbessern.
An die Adresse der Initiative war vereinzelt Kritik gerichtet geworden, weil sich Fahrgäste durch die vielen negativen Berichterstattungen von der Bahn abwandten, aber neue Kunden nur durch positive Berichterstattungen bzw. Marketingmaßnahmen für den ÖPNV zu gewinnen seien. Unsere Initiative wies daraufhin, dass wir durch die verschiedenen Projekte, wie z.B. das Fahrplanheft "Der Kleine Südharzer", Mitarbeit beim Projekt "Fahrtziel-Natur", Mitarbeit beim Projekt "Zügig in den Harz", Herausgabe des Tourismus-Newsletters oder auch durch Vorschläge für eine HarzCard die schlechten Nachrichten zu kompensieren versuchten.
Jedoch hätte die Initiative von offizieller Seite z.B. für den Druck der fast fertigen Broschüre "Unterwegs auf der Sollingbahn und Südharzstrecke" keine finanzielle Unterstützung zu erwarten. Die Geschäftsführer der Nahverkehrsgesellschaften haben daraufhin der Initiative die benötigte finanzielle Unterstützung zur Realisierung der Broschüre zugesagt.
Abschließend fasste der Landrat des Landkreise Osterode, Bernhard Reuter, zusammen, dass von einer Stillegung keine Rede sei und die Südharzstrecke bis zum Fahrplanwechsel am 15.12.2002 auf Vordermann gebracht würde. Mit verschiedenen Marketingmaßnahmen solle in Zukunft die Akzeptanz der Südharzstrecke weiter erhöht werden.
Nähere Einzelheiten von der Infoveranstaltung, zu der neuen Broschüre "Unterwegs auf der Sollingbahn und Südharzstrecke", zu unseren geplanten Fahrplanheften für Walkenried und Bad Sachsa und anderen Themen rund um den ÖPNV werden wir bei unserem Frühjahrstreffen am 23.03.2002 in Scharzfeld im Hotel Thiele ab 13.45 Uhr besprechen.
Burkhard Breme, Initiative Höchste Eisenbahn für den Südharz
Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor. |
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