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Der Handball und der Bock

Dienstag, 13. November 2007, 07:19 Uhr
Nordhausen (nnz). Der NSV wollte den Bock umstoßen, schob diesen aber nur mühsam zur Seite. Bis zum Schlusspfiff zitterten die Zuschauer und mussten um den Sieg bangen.


Ein Spiel der Kategorie: Schnell vergessen. Nach der glänzenden aber erfolglosen Vorstellung in Hörselgau, blieb der NSV in seinem Heimspiel farblos. Die Gäste, als Tabellenletzter angereist, spielten nicht schön aber effektiv. Es dauerte 5 Minuten ehe Martin Pooch den ersten Treffer im Spiel markierte. Es dauerte weitere 4 Minuten und es stand 1:1. Zwei Treffer in 9 Spielminuten ein absoluter Minusrekord.

Auch danach sahen die Zuschauer nicht sehr viel Handballkost von beiden. Die Platzherren waren völlig kopflos, ob Angriff oder Abwehr, sie blieben in allen Belangen weit unter ihren Möglichkeiten. Die Gäste sahen es gern und nahmen die Martinsgeschenke gern an. Bis zum 10:10 konnte der Spielstand, aus Nordhäuser Sicht, zumindest noch ausgeglichen gestaltet werden. Danach fielen sie vollends auseinander und lagen zur Halbzeit plötzlich 10:12 zurück.

Im zweiten Spielabschnitt überwog der Kampf. Zumindest dieser war bei den Nordhäusern vorhanden. Aus einer Mischung von Kampf und Glück erzielten sie den Ausgleich zum 14:14, das Spiel wieder völlig offen. Was folgte waren Schreckminuten verbunden mit einem drei Tore Rückstand (14:17). Der Nordhäuser Bank blieb nichts weiter übrig als eine Auszeit. Eine Maßnahme die sich am Ende als spielentscheidend erweisen sollte.

Es folgte eine erfolgreiche Aufholjagd. Erstes Achtungszeichen der Ausgleich zum 18:18. Die Gäste nahmen ihrerseits eine Auszeit. Diese wurde wiederum besser von den Gastgebern genutzt. Die Anweisungen von der Bank wurden umgesetzt und die Führung auf 22:18 ausgebaut, eine Vorentscheidung. Es folgte ein letztes Anrennen der Gäste aus Krauthausen, ohne Erfolg. Der NSV sicherte sich den Vorsprung bis zum Schluss und gewann 24:21.

Zwei wichtige und schwer erkämpfte Punkte für den NSV. Sie scheiterten fast an den eigenen Nerven. Besonders die zuletzt stark aufspielenden Nachwuchsspieler versagten im Angriff und Abwehr. Sie nutzen die sich bietenden Torgelegenheiten nicht und brachten sich so fast um den Lohn der harten Trainingsarbeit der letzten Wochen. Allein 5 vergebene Strafwürfe zeugen von der Verunsicherung im Spiel.

Dennis Odebrecht/ Christian Knolle/ Uwe Böttcher 3/ Martin Pooch 3/ Frank Bogdahn 2/ Normen Bischoff/ Christian Müller 2/ Dirk Seifert 4/ Roy Grob/ Peter Riemekasten 5/ Nils Fischer 1/ Stefan Schlote/ Marc Strache/ Martin Stritzel
Autor: nnz

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