Ministerpräsident übergab Förderpreise
Sonntag, 17. März 2002, 18:32 Uhr
Nordhausen (nnz). Auf der 3. Landesehrenamtskonferenz in Nordhausen verlieh Ministerpräsident Dr. Bernhard Vogel erstmalig die Förderpreise Ehrenamt der Thüringer Landesregierung für Vereine, Selbsthilfegruppen und Initiativen für das Jahr 2001, das von der UNO zum Internationalen Jahr der Freiwilligen ausgerufen wurde. nnz-Mitarbeiter Rainer Hellberg hat die Veranstaltung besucht. Hier sein Bericht.
Nach Weimar (2000) und Bad Blankenburg (2001) war am Sonnabend Nordhausen Gastgeber der nunmehr 3.Landesehrenamtskonferenz. Etwa 100 Gäste waren in das St. Jakob-Haus zu der Veranstaltung gekommen, die unter dem Motto Können, Kennen, Anerkennen stand und auf der insbesondere Möglichkeiten der Qualifizierung, der Aus- und Weiterbildung von ehrenamtlich Tätigen erörtert wurden.
In Thüringen wurden im vergangenen Jahr Freiwilligen-Agenturen gegründet. Die Agenturen sind Anlauf-, Beratungs-, Koordinierungs- und Vermittlungsstelle für Hilfebedürftige und Anbieter ehrenamtlicher Tätigkeit. Bisher gibt es vier derartige Einrichtungen, eine fünfte ist im Horizont e.V. Nordhausen im Entstehen.
Die Gesellschaft ist auf die vielfältigste Eigeninitiative ihrer Bürger angewiesen sei es in der Politik, in den sozialen Diensten oder in den Vereinen. In den Städten und Gemeinden erleben Menschen Demokratie ganz direkt. Kommunen leben von dem Engagement ihrer Bürgerinnen und Bürger, denn der öffentliche Sektor kann nicht alle Probleme und Fragen lösen. Soziales Engagement lässt sich aber nicht verordnen oder erzwingen, es muss vom Herzen kommen, so Michael Hack, Vorsitzender der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen. Die LIGA vereint derzeit 55000 hauptamtliche und 20000 ehrenamtliche Mitarbeiter.
Oberbürgermeisterin Barbar Rinke hob in ihrem Grußwort die Bedeutung und die Wichtigkeit der ehreamtlichen Tätigkeit, am Beispiel der Gestaltung Nordhausens in Vorbereitung der Landesgartenschau 2004, hervor. Als unverzichtbaren Bestandteil der Demokratie bezeichnete Sozialminister Dr. Frank-Michael Pietsch das Engagement der ehrenamtlich tätigen Menschen. In Thüringen wird das Ehrenamt mehr gefördert als in vielen anderen Bundesländern. Eine Stiftung Ehrenamt wurde eingerichtet, ein Kuratorium benannt. Die Erträge aus einer noch zu errichtenden Spielbank in der Landeshauptstadt sollen in die Stiftung fließen.
Jimmy Ebil Nehima, Verantwortlicher der Freiwilligenorganisation Borrow a youth in Uganda berichtete über die ehrenamtliche Arbeit seiner Organisation, in der sich zunehmend viele jüngere Menschen stark engagieren. Ministerpräsident Dr. Bernhard Vogel sprach im Namen der Landesregierung den ehrenamtlich Tätigen seinen Dank für die geleistete Arbeit und das beispielgebende Engagement aus. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zum Funktionieren unserer freiheitlichen Demokratie und stellen damit auch ein gutes Beispiel für andere dar, so der Landesvater.
Erstmals wurde in diesem Jahr der Förderpreis Ehrenamt verliehen. Den 1. Preis der Thüringer Landesregierung erhielt der Tierschutz e.V. Stadt und Landkreis Gotha für das Projekt Hilfe für ältere Menschen. Der Caritas-Verband, Hospizgruppe Eisenach/ Gotha wurde für das Projekt Ökumenische Hospizarbeit - Begleitung der Sterbenden und ihrer Angehörigen in den schwersten Stunden - mit dem 2. Preis bedacht. Der Tennis-Klub Apolda durfte sich über den 3. Preis freuen, den sie für das Projekt 100 Jahre Tennissport in Apolda und ihr Engagement im Bereich des Kinder- und Jugendsports erhielt. Der Tennis-Klub Apolda gehört zu den traditionsreichsten im Freistaat. Des weiteren wurde ein Sonderpreis an ein Wirtschaftsunternehmen verliehen, das im vergangenen Jahr ehrenamtliches Engagement in besonderer Weise unterstützte. Dieser Preis ging an die Neumann Bauelemente GmbH, Erfurt. Geschäftsführer Klaus Neumann nahm den Preis entgegen und bedankte sich im Namen seiner 80 Mitarbeiter für diese Auszeichnung.
Autor: rhNach Weimar (2000) und Bad Blankenburg (2001) war am Sonnabend Nordhausen Gastgeber der nunmehr 3.Landesehrenamtskonferenz. Etwa 100 Gäste waren in das St. Jakob-Haus zu der Veranstaltung gekommen, die unter dem Motto Können, Kennen, Anerkennen stand und auf der insbesondere Möglichkeiten der Qualifizierung, der Aus- und Weiterbildung von ehrenamtlich Tätigen erörtert wurden.
In Thüringen wurden im vergangenen Jahr Freiwilligen-Agenturen gegründet. Die Agenturen sind Anlauf-, Beratungs-, Koordinierungs- und Vermittlungsstelle für Hilfebedürftige und Anbieter ehrenamtlicher Tätigkeit. Bisher gibt es vier derartige Einrichtungen, eine fünfte ist im Horizont e.V. Nordhausen im Entstehen.
Die Gesellschaft ist auf die vielfältigste Eigeninitiative ihrer Bürger angewiesen sei es in der Politik, in den sozialen Diensten oder in den Vereinen. In den Städten und Gemeinden erleben Menschen Demokratie ganz direkt. Kommunen leben von dem Engagement ihrer Bürgerinnen und Bürger, denn der öffentliche Sektor kann nicht alle Probleme und Fragen lösen. Soziales Engagement lässt sich aber nicht verordnen oder erzwingen, es muss vom Herzen kommen, so Michael Hack, Vorsitzender der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen. Die LIGA vereint derzeit 55000 hauptamtliche und 20000 ehrenamtliche Mitarbeiter.
Oberbürgermeisterin Barbar Rinke hob in ihrem Grußwort die Bedeutung und die Wichtigkeit der ehreamtlichen Tätigkeit, am Beispiel der Gestaltung Nordhausens in Vorbereitung der Landesgartenschau 2004, hervor. Als unverzichtbaren Bestandteil der Demokratie bezeichnete Sozialminister Dr. Frank-Michael Pietsch das Engagement der ehrenamtlich tätigen Menschen. In Thüringen wird das Ehrenamt mehr gefördert als in vielen anderen Bundesländern. Eine Stiftung Ehrenamt wurde eingerichtet, ein Kuratorium benannt. Die Erträge aus einer noch zu errichtenden Spielbank in der Landeshauptstadt sollen in die Stiftung fließen.
Jimmy Ebil Nehima, Verantwortlicher der Freiwilligenorganisation Borrow a youth in Uganda berichtete über die ehrenamtliche Arbeit seiner Organisation, in der sich zunehmend viele jüngere Menschen stark engagieren. Ministerpräsident Dr. Bernhard Vogel sprach im Namen der Landesregierung den ehrenamtlich Tätigen seinen Dank für die geleistete Arbeit und das beispielgebende Engagement aus. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zum Funktionieren unserer freiheitlichen Demokratie und stellen damit auch ein gutes Beispiel für andere dar, so der Landesvater.
Erstmals wurde in diesem Jahr der Förderpreis Ehrenamt verliehen. Den 1. Preis der Thüringer Landesregierung erhielt der Tierschutz e.V. Stadt und Landkreis Gotha für das Projekt Hilfe für ältere Menschen. Der Caritas-Verband, Hospizgruppe Eisenach/ Gotha wurde für das Projekt Ökumenische Hospizarbeit - Begleitung der Sterbenden und ihrer Angehörigen in den schwersten Stunden - mit dem 2. Preis bedacht. Der Tennis-Klub Apolda durfte sich über den 3. Preis freuen, den sie für das Projekt 100 Jahre Tennissport in Apolda und ihr Engagement im Bereich des Kinder- und Jugendsports erhielt. Der Tennis-Klub Apolda gehört zu den traditionsreichsten im Freistaat. Des weiteren wurde ein Sonderpreis an ein Wirtschaftsunternehmen verliehen, das im vergangenen Jahr ehrenamtliches Engagement in besonderer Weise unterstützte. Dieser Preis ging an die Neumann Bauelemente GmbH, Erfurt. Geschäftsführer Klaus Neumann nahm den Preis entgegen und bedankte sich im Namen seiner 80 Mitarbeiter für diese Auszeichnung.
