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Auf den Hund gekommen?

Samstag, 10. November 2007, 16:39 Uhr
Nordhausen (nnz). Hauptsache drei Punkte, das muss wohl die Vorgabe der Wacker-Vorderen gewesen sein. Manchmal sah es gegen Thüringen Weida so aus, als sei die Mannschaft „auf den Hund gekommen“...

Viel Gewürge im Mittelfeld (Foto: nnz) Viel Gewürge im Mittelfeld (Foto: nnz)

Der Tabellenletzte aus Ostthüringen wollte sich gegen Wacker Nordhausen nicht verstecken, kam jedoch erst in der 17. Minute zum ersten Torschuss. Zuvor gab es allerhand Chancen für die Wackeren, dafür aber auch viel Gewürge im Mittelfeld. Ciesla in der 22. und 33. Minute, Pohl per Kopf in der 25. Minute – das war’s in der ersten halben Stunde. Dazwischen gefährliche Rückpässe, Querpässe und natürlich die obligatorischen Fehlpässe nach vorn. Die größte Chance in der ersten Halbzeit hatte Lars Pohl auf dem Fuß, Nordhausens einzige Angreifer war jedoch zu überrascht, um letztlich erfolgreich abschließen zu können.

In der 24. Minute die einzige Chance für die Gäste. Zwar standen drei Weidaer Spieler im Abseits, doch der Linienrichter war nicht auf Spielhöhe und ließ die Fahne unten. Genutzt hatte das den Ostthüringern nicht.

Eine Chance? (Foto: nnz) Eine Chance? (Foto: nnz) Was Trainer Burkard Venth seinen Mannen beim Halbzeittee gesagt hatte, konnte nicht recherchiert werden, doch die Nordhäuser Elf kam wie ausgewechselt aus der Kabine und wurden schon in der 46. Minute durch das 1:0 von Steven Ebert belohnt. Hoffmann setzte sich rechts durch, seine Flanke in den Strafraum wurde leicht abgefälscht und landete bei Ebert.

Nur vier Minuten später das 2:0. Diesmal stand Pohl nicht im Abseits, lief auf den Torwart zu, dann an ihm vorbei und konnte die Kugel im leeren Tor unterbringen. In der 57. Minute hätte Lars Pohl alles klar machen können, doch sein Schüsschen landete in den Armen des Weidaer Keepers.

Aus immer noch unerfindlichen Gründen gab Wacker die Zügel des Spiels aus den Händen, baute den Gegner förmlich auf. Maßgeblich daran beteiligt war die rechte Abwehrseite. Und so kam es, was kommen mussten. Sebastian Elle vertändelte den Ball, die Abwehr wurde klassisch ausgespielt und Christian Pafel haute den Ball in der 71. Minute unhaltbar für Finsterbusch ins Gehäuse.

Die Gäste spürten plötzlich, dass sie den Albert-Kuntz-Sportpark nicht als Verlierer verlassen müssen, Sie machten weiter Druck und die 236 Zuschauer zitterten bis zum Schlusspfiff vom gut agierenden Schiedsrichter Eugen Ostrin. Auch die Wechsel Wenzel für Lattmann, Heise für Pistorius und Heinemann für Hoffmann brachten eigentlich nur ein Ergebnis, das gegen Null tendierte.

Thüringenligatauglicher Fussball war das heute nicht, vor allem wenn man bedenkt: Hier war das Tabellenschlusslicht zu Gast. Es bleibt weiterhin viel Arbeit für den Trainer und vor der Rückrunde auch für das Präsidium.
Autor: psg

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