Fast vermasselt
Mittwoch, 07. November 2007, 15:28 Uhr
Nordhausen (nnz). So ganz sind Verwaltungsvorgänge nicht zu beherrschen. Ein Beispiel aus der Nordhäuser Kreisverwaltung ist da die Kündigung von Mietverträgen, die rechtzeitige Kündigung wohlgemerkt...
Das neue Berufsschulzentrum an der Nordhäuser Morgenröte bringt mehrere Vorteile mit sich. Schöner lernen und turnen, besser lehren natürlich auch. Vor allem aber, da freut sich der Kämmerer an der Behringstraße, soll das neue Domizil, das ja diesmal nicht geleast ist, Kosten sparen. Zum Beispiel die Mietkosten, die der Landkreis für andere Standorte zahlen mußte. Die Standorte fallen weg, demzufolge auch die Mieten, so die Frohlockung von Jutta Krauth (SPD) einst vor dem Kreistag in Nordhausen.
Der Frohlockung erster Teil erfüllte sich, die Miete hätte beinahe weitergezahlt werden müssen. Und das lief nach nnz-Informationen so: Das Schulverwaltungsamt hatte dem Fachbereich Innerer Service mitgeteilt, daß die vierte Etage eines Verwaltungsgebäudes auf dem ehemaligen IFA-Gelände sowie eine Turnhalle in der Paul-Ernst-Straße zu kündigen seien. Zum Schuljahresende. Das allerdings schien bei den Service-Mitarbeitern nicht angekommen zu sein. Und so blieb der Landkreis auf den Mietverträgen sitzen.
Erst nach zähen Verhandlungen konnte dem IKL als Vermieter in der Freiherr-vom-Stein-Straße die Kündigung doch noch schmackhaft gemacht werden. Welche Gegenleistung oder Zusagen gemacht worden sind, bleibt das Geheimnis der Verhandler. Für die vierte Etage wären im Jahr etwas mehr als 20.000 Euro notwendig gewesen.
Bei der Turnhalle verhielt es sich nach Aussagen der zweiten Beigeordneten, Loni Grünwald (DIE LINKE), ein wenig anders. Der private Vermieter war nicht so kulant, er beharrte auf den Kündigungsfristen, die ja vertraglich geregelt und im Vertragsmanagement des Landkreises fixiert waren. Doch welch Glück: Der Landkreis mußte die 13.600 Euro auch hier nicht zahlen, eine Versicherung sprang ein.
Ob sich bei der Inanspruchnahme von Versicherungsleistungen die jährlichen Beiträge für die Versicherung erhöhen, konnte ebenfalls nicht recherchiert werden. Fazit: Wenn es für alle Fehler im Verwaltungshandeln eine Absicherung gibt, dann wird Verantwortungsbewußtsein nicht unbedingt gefördert.
Autor: nnzDas neue Berufsschulzentrum an der Nordhäuser Morgenröte bringt mehrere Vorteile mit sich. Schöner lernen und turnen, besser lehren natürlich auch. Vor allem aber, da freut sich der Kämmerer an der Behringstraße, soll das neue Domizil, das ja diesmal nicht geleast ist, Kosten sparen. Zum Beispiel die Mietkosten, die der Landkreis für andere Standorte zahlen mußte. Die Standorte fallen weg, demzufolge auch die Mieten, so die Frohlockung von Jutta Krauth (SPD) einst vor dem Kreistag in Nordhausen.
Der Frohlockung erster Teil erfüllte sich, die Miete hätte beinahe weitergezahlt werden müssen. Und das lief nach nnz-Informationen so: Das Schulverwaltungsamt hatte dem Fachbereich Innerer Service mitgeteilt, daß die vierte Etage eines Verwaltungsgebäudes auf dem ehemaligen IFA-Gelände sowie eine Turnhalle in der Paul-Ernst-Straße zu kündigen seien. Zum Schuljahresende. Das allerdings schien bei den Service-Mitarbeitern nicht angekommen zu sein. Und so blieb der Landkreis auf den Mietverträgen sitzen.
Erst nach zähen Verhandlungen konnte dem IKL als Vermieter in der Freiherr-vom-Stein-Straße die Kündigung doch noch schmackhaft gemacht werden. Welche Gegenleistung oder Zusagen gemacht worden sind, bleibt das Geheimnis der Verhandler. Für die vierte Etage wären im Jahr etwas mehr als 20.000 Euro notwendig gewesen.
Bei der Turnhalle verhielt es sich nach Aussagen der zweiten Beigeordneten, Loni Grünwald (DIE LINKE), ein wenig anders. Der private Vermieter war nicht so kulant, er beharrte auf den Kündigungsfristen, die ja vertraglich geregelt und im Vertragsmanagement des Landkreises fixiert waren. Doch welch Glück: Der Landkreis mußte die 13.600 Euro auch hier nicht zahlen, eine Versicherung sprang ein.
Ob sich bei der Inanspruchnahme von Versicherungsleistungen die jährlichen Beiträge für die Versicherung erhöhen, konnte ebenfalls nicht recherchiert werden. Fazit: Wenn es für alle Fehler im Verwaltungshandeln eine Absicherung gibt, dann wird Verantwortungsbewußtsein nicht unbedingt gefördert.
