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Weniger Tote

Dienstag, 06. November 2007, 11:58 Uhr
Sondershausen/Nordhausen (nnz/kn). Statistiker in Thüringen „beschäftigen“ sich mit fast allem, sofern es in Zahlen zu fassen ist. Da machen Verkehrsunfälle und dabei getötete Personen keine Ausnahme. Hier der Überblick über den September 2007.


Die Thüringer Polizei erfasste im September dieses Jahres 5 267 Unfälle. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 125 Unfälle bzw. 2,4 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahresmonat. Dabei gab es mehr Unfälle mit Sachschaden (+ 4,5 Prozent) und weniger Unfälle mit Personenschaden (- 7,3 Prozent).

Trotz des leichten Anstiegs der Unfälle insgesamt gab es im September 2007 mit 10 Toten deutlich weniger Todesopfer als im September 2006. 17 Tote weniger (- 63,0 Prozent) wurden registriert. Ebenso sank die Zahl der Verletzten um 54 Personen (- 4,6 Prozent) auf 1 126 Personen.

Von Januar bis September 2007 ereigneten sich auf Thüringer Straßen 44 186 Straßenverkehrsunfälle. Das waren 222 bzw. 0,5 Prozent mehr polizeilich erfasste Unfälle. Unter den 44 186 Straßenverkehrsunfällen gab es 37 520 Unfälle mit Sachschaden (entspricht 84,9 Prozent) und 6 666 Unfälle mit Personenschaden (entspricht 15,1 Prozent). Die Unfälle mit Personenschaden erhöhten sich im Vergleich der ersten neun Monate 2006 und 2007 um 305 Unfälle bzw. 4,8 Prozent.

Hauptunfallursachen bei den Unfällen mit Personenschaden waren überhöhte und nicht angepasste Geschwindigkeit in 25,2 Prozent der Fälle und Nichtbeachten der Vorfahrt in 13,1 Prozent der Fälle. Die Zahl der Unfälle, bei denen keine Personen zu Schaden kamen, verringerte sich um 0,2 Prozent auf 37 520 Unfälle mit Sachschaden.

Hervorzuheben ist der Rückgang der Unfälle mit Personenschaden auf der Autobahn. Hier sank sowohl die Anzahl der Unfälle mit Personenschaden (von 453 auf 443) als auch die Anzahl der dabei getöteten (von 24 auf 22) und verletzten (von 740 auf 683) Personen.

Bei Straßenverkehrsunfällen verunglückten in den ersten neun Monaten dieses Jahres 8 878 Personen, dabei wurden 8 739 Personen verletzt und 139 Personen getötet. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres waren das 485 Personen bzw. 5,9 Prozent mehr Verletzte aber 29 Personen bzw. 17,3 Prozent weniger Getötete.

Von den 139 getöteten Personen waren 29 Motorradfahrer und -mitfahrer, 82 Pkw-Fahrer und -mitfahrer, 6 Güterkraftfahrer, 6 Fahrradfahrer und 16 Fußgänger. Auffällig war, dass die Zahl der getöteten Fahrradfahrer und Güterkraftfahrer jeweils um die Hälfte gesunken ist.
Autor: kn

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