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Stadtrat stimmte für mögliche Fusion

Freitag, 15. März 2002, 08:35 Uhr
Nordhausen/Sondershausen (nnz). Die eventuelle Fusion der Krankenhäuser in Nordhausen und Sondershausen war gestern auch Gegenstand der Stadtratsitzung in der Musikstadt. Welches Votum die Sondershäuser Stadträte abgaben, das hat die nnz erfahren.


Unter Punkt 18 lag den Stadträten ein Beschlussentwurf der Fraktion der Freien Wählervereinigung vor. Darin sollte beschlossen werden, „dass die Stadt Sondershausen bereit ist, als Gesellschafter in eine gemeinsame gGmbH der beiden Krankenhäuser &„Kyffhäuserkreiskrankenhaus gGmbH“ und „Südharz-Krankenhaus Nordhausen gGmbH“ einzutreten, wenn diese Krankenhaus gGmbH durch einen Beschluß des Kreistages des Kyffhäuserkreises am 20. März 2002 auf den Weg gebracht wird“.

Dieser Beschluß wurde am gestrigen Abend in Sondershausen zwar intensiv diskutiert, dann aber mit großer Mehrheit der Stadträte beschlossen. Im Vorfeld der Beschlussfassung mahnten die Fraktionen an, noch mehr Informationen hinsichtlich der Vor- und Nachteile einer möglichen Fusion zu erhalten. Kritisiert wurde auch der Umstand, dass dieses Thema nicht schon eher aufgegriffen wurde.

Schließlich wollte der Stadtrat gestern auch ein Zeichen setzen und zum Ausdruck bringen, dass er an einer weiteren kommunalen Trägerschaft der medizinischen Einrichtung interessiert sei. „Er möchte mit dem Eintritt in die gemeinsame Krankenhaus gGmbH, die vom Landkreis und der Stadt Nordhausen und dem Kyffhäuserkreis gebildet würde, als vierter Partner das kommunale Gewicht vergrößern“, heißt es in der Begründung. Diese Form der Zusammenarbeit hat zwischen den möglichen vier Partnern bereits eine langjährige Tradition. „Warum sollen die Erfahrungen aus der Zusammenarbeit in der Theater GmbH oder beim BIC Nordthüringen nicht auch in diese Richtung mit einfließen“, sagte Landrat Joachim Claus bereits gestern der nnz.
Autor: nnz

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