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nnz-Rückspiegel: 15. März 2001

Freitag, 15. März 2002, 07:57 Uhr
Nordhausen (nnz). Können Sie sich noch erinnern, was vor einem Jahr im Landkreis Nordhausen los war? Die nnz hat im Archiv gesucht und folgende Meldungen gefunden. Heute:
Mechanisch-biologisch, Grafikpreis und Gefahr


Dagmar Becker für mechanisch-biologische Variante
Das Landesverwaltungsamt Weimar (LVA) plädiert für den Standort Nentzelsrode bei der Errichtung einer Anlage zur Restabfallbehandlung. Wenn schon der Standort Nentzelsrode klare Vorteile gegenüber Menteroda im Unstrut-Hainich-Kreis ausweise, dann solle an diesem Standort eine mechanisch-biologische Restabfallbehandlung favorisiert werden, sagte SPD-Landtagsabgeordnete Dagmar Becker gegenüber nnz. Prinzipiell müsse der Zweckverband Abfallwirtschaft Nordthüringen klären, wieviel Restabfall im Land Thüringen anfällt und ob diese Mengen in Thüringen verarbeitet werden können. Der ZAN geht nach seinen Planungen von rund 100.000 Tonnen Restabfall in Nordthüringen aus. Für diese Menge soll die entsprechende Anlage konzipiert sein. Zu viele Anlagen in Thüringen würden nach Ansicht von Dagmar Becker die Abfallgebühren in eine unverträgliche Höhe schrauben...ausführlich im nnz-Archiv


40 Bewerbungen für Grafikpreis bereits eingegangen
Die Ausschreibungsfrist für den diesjährigen Ilsetraut-Glock-Grabe-Preis wurde verlängert. Bislang seien im Nordhäuser Meyenburg-Museum rund 40 Bewerbungen für eine Teilnahme am diesjährigen Wettbewerb eingegangen. Die größte Teil erst in den zurückliegenden Tagen. Das hänge vor allem mit der schleppenden Information der Künstlerverbände in den einzelnen Bundesländern zusammen, sagte Museumschefin Claudia Ehser der nnz. Deshalb werde die Ausschreibungsfrist um eine Woche verlängert, um auch weiteren Künstlern eine Chance zu geben. Bislang hätten vorwiegend Künstler aus Thüringen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen ihr Interesse bekundet, doch auch aus anderen Bundesländern gebe es Bewerbungen. Diese seien mit der Verwurzelung der Künstler in der hiesigen Region begründet worden. Am 30. März wird sich erstmals eine Jury zusammensetzen und eine erste Vorauswahl treffen. Der zweite Ilsetraut-Glock-Grabe-Preis soll im August verliehen werden. Der erste Preis, der im Abstand von zwei Jahren ausgeschrieben wird, ging an die in Weimar lebende Künstlerin Petra Albrecht...ausführlich im nnz-Archiv


Weitere Arbeitsplätze in der Region gefährdet!
Einer ungewissen Zukunft sehen derzeit die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Bahnbetriebswerkes der Deutschen Bahn in Nordhausen entgegen. Da der Betreiber, die DB Regio diesen Standort aufgeben möchte, wurden in den vergangenen Monaten Verhandlungen zum Erhalt und zur Überleitung der Arbeitsplätze mit dem Geschäftsführer der IGENO Schienenfahrzeug GmbH, Otto Brand, geführt. Dieser hatte vor wenigen Jahren bereits mit Erfolg das ehemalige Ausbesserungswerk der DB AG in Niedersachswerfen übernommen. In Nordhausen ist vorgesehen über eine zwischengeschaltete Qualifizierungsmaßnahme die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen überzuleiten. Dazu wurden seit Monaten Verhandlungen geführt.

Die bisherigen Bemühungen beider Seiten zum Erhalt der Arbeitsplätze scheinen nun zunichte gemacht zu werden. Die für Immobilien zuständige Tochter der Deutschen Bahn, die DB Imm beginnt nun erst eine Entbehrlichkeitsstudie zu erstellen, ein Wertgutachten zu fertigen und weitere Dinge zu prüfen. Nach bisherigen Erfahrungen sind Zeiträume von einem Jahr und mehr bis zum Abschluss dieser Vorleistungen mit anschließenden Verkaufsverhandlungen zu erwarten, mit der Folge, dass in der Zwischenzeit die Arbeitsplätze mit Sicherheit endgültig verloren sind. Der Erste Bevollmächtigte der Ortsverwaltung der zuständigen TRANSNET-Gewerkschaft der Eisenbahner Deutschlands hat in einem Schreiben an den Vorsitzenden des Vorstandes der Deutschen Bahn Hartmut Mehdorn auf diesen Zustand hingewiesen und im Interesse des Erhaltes von Arbeitsplätzen in der Region ein dringendes Handeln angemahnt...ausführlich im nnz-Archiv
Autor: nnz

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