Klaus Hummitzsch (PDS) fordert Ausschreibung für zweiten Beigeordneten
Dienstag, 14. November 2000, 11:45 Uhr
Nordhausen (nnz). Drei Wochen Schweigepflicht hatte sich Klaus Hummitzsch auferlegt. Drei Wochen nach dem zurückliegenden Kreistag wollte der Vorsitzende der PDS-Fraktion warten. Warten auf das, was bislang nicht eintrat: Eine Entscheidung zur Beigeordnetenwahl vom 5. September. "Ich empfinde das Verhalten des Landesverwaltungsamtes als eine klare Mißachtung der mehrheitlichen Entscheidung des Kreistages", so Hummitzsch und setzt nach: "Die Behörde in Weimar hat bereits zweimal eine Entscheidung angekündigt, wenn das bislang nicht geschah, dann macht man sich da so seine Gedanken. Formfehler kann das LVA nicht beanstanden, also muß der Inhalt der Wahlbeschlüsse angefochten werden. Und da bin ich sehr neugierig."
Was Hummitzsch nicht ausspricht, liegt aber auf der Hand. Die Genossen von PDS und SPD vermuten parteipolitische Ränkespiele hinter den Kulissen, sowohl im Land Thüringen als auch im Kreis. Nach nnz-Informationen soll es mehrfache Versuche der CDU-Kreistagsfraktion gegeben haben, die Einheitsfront von SPD und PDS aufzuweichen. So bestätigte die SPD-Kreischefin Dagmar Becker der nnz, daß Egon Primas und Thomas Pape (beide CDU) folgendes Angebot in Richtung SPD unterbreiten wollten: Zum ersten Beigeordneten könne Matthias Jendricke gewählt werden, wenn als zweiter Beigeordneter Günther Uebner durchgehen würde.
Es geht also immer noch im Macht und Machterhalt. Vor allem bei Ubener soll versucht werden, ihn möglichst am Personalrat des Landratsamtes vorbei, mit einem Posten zu versorgen. Zu tief sitzt bei der CDU-Fraktion der Stachel, den der Personalrat mit der Ablehnung der Herren Goutier und Uebner ins christdemokratische Fleisch bohrte. Diese Wunde ist noch immer nicht verheilt. Da wird deshalb auch mal gleich nach der Begründung für die Haltung der Personalvertretung gesucht. Deren Vorsitzende besitze zwar kein Parteibuch der SPD, zeigte in der zurückliegenden Zeit aber doch eine auffallende Nähe zu den Sozis.
So einfach ist das. Mag sein, daß bei Entscheidungen zu Personen auch immer Befindlichkeiten im Spiel sind. Die sind aber auch bei der Wahl der beiden hauptamtlichen Beigeordneten mit im Spiel. Warum, so fragt sich Klaus Hummitzsch in letzter Zeit immer häufiger, schreibt Landrat Joachim Claus (CDU) nicht die Stelle für den zweiten Beigeordneten aus? Was hält ihn ab? Nur einen Beigeordneten in der Kreisverwaltung wird es mit PDS und SPD nicht geben. Da könne der Landrat 100 entsprechende Beschlußvorlagen einbringen. Oder denkt der Landrat denn wirklich, daß es sich Klaus Gorges noch einmal überlegen würde und die politische Rolle rückwärts vorturnt?
Autor: psgWas Hummitzsch nicht ausspricht, liegt aber auf der Hand. Die Genossen von PDS und SPD vermuten parteipolitische Ränkespiele hinter den Kulissen, sowohl im Land Thüringen als auch im Kreis. Nach nnz-Informationen soll es mehrfache Versuche der CDU-Kreistagsfraktion gegeben haben, die Einheitsfront von SPD und PDS aufzuweichen. So bestätigte die SPD-Kreischefin Dagmar Becker der nnz, daß Egon Primas und Thomas Pape (beide CDU) folgendes Angebot in Richtung SPD unterbreiten wollten: Zum ersten Beigeordneten könne Matthias Jendricke gewählt werden, wenn als zweiter Beigeordneter Günther Uebner durchgehen würde.
Es geht also immer noch im Macht und Machterhalt. Vor allem bei Ubener soll versucht werden, ihn möglichst am Personalrat des Landratsamtes vorbei, mit einem Posten zu versorgen. Zu tief sitzt bei der CDU-Fraktion der Stachel, den der Personalrat mit der Ablehnung der Herren Goutier und Uebner ins christdemokratische Fleisch bohrte. Diese Wunde ist noch immer nicht verheilt. Da wird deshalb auch mal gleich nach der Begründung für die Haltung der Personalvertretung gesucht. Deren Vorsitzende besitze zwar kein Parteibuch der SPD, zeigte in der zurückliegenden Zeit aber doch eine auffallende Nähe zu den Sozis.
So einfach ist das. Mag sein, daß bei Entscheidungen zu Personen auch immer Befindlichkeiten im Spiel sind. Die sind aber auch bei der Wahl der beiden hauptamtlichen Beigeordneten mit im Spiel. Warum, so fragt sich Klaus Hummitzsch in letzter Zeit immer häufiger, schreibt Landrat Joachim Claus (CDU) nicht die Stelle für den zweiten Beigeordneten aus? Was hält ihn ab? Nur einen Beigeordneten in der Kreisverwaltung wird es mit PDS und SPD nicht geben. Da könne der Landrat 100 entsprechende Beschlußvorlagen einbringen. Oder denkt der Landrat denn wirklich, daß es sich Klaus Gorges noch einmal überlegen würde und die politische Rolle rückwärts vorturnt?
