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Nach Ballett an Stammtisch

Samstag, 03. November 2007, 08:30 Uhr
Nordhausen (nnz). Ein neues Ballett des Theaters Nordhausen ist in aller Munde: „Die Heilige“. Vor wenigen Tagen war die Uraufführung, die Zuschauer und Kritiker gleichsam in ihren Bann zog. Am Sonntag geht es nach der Aufführung direkt an den Stammtisch...


Ballett (Foto: TN) Ballett (Foto: TN)

Nicht nur die Tänzer ernteten viel Lob, sondern auch das Loh-Orchester und der Komponist C. René Hirschfeld, An ihn hatte das Theater den Kompositionsauftrag für „Die Heilige“ vergeben – eine besonders interessante Ausgangssituation für die Produktion.

Das Ballett erzählt die Geschichte der heiligen Elisabeth von Thüringen aus ihrer eigenen Perspektive und gestattet dem Zuschauer dennoch eine eigene Sicht auf diese ungewöhnliche Frau. Denn um die Frau hinter den Legenden dreht sich die Choreographie.

In „Die Heilige“ wird in vier Bildern die Entwicklung der Persönlichkeit Elisabeths vom Kind, das vierjährig von Ungarn an den Thüringischen Hof auf die Wartburg kam, über das aufopfernde Engagement der Frau für die Armen bis hin zur ihrer Verklärung als Heilige gezeigt, die noch nach ihrem Tod eine besondere Rolle im Leben ihrer Umwelt spielte und spielt. Die Mitglieder der Ballettkompanie haben in diesem Handlungsballett erneut anspruchsvolle solistische Aufgaben.

Die Uraufführung von „Die Heilige“ nahm sogar ein Brasilianer zum Anlass, seine ohnehin geplante Europareise mit einem Abstecher nach Nordhausen zu verbinden: Tindaro Silvano, der Choreograph des nächsten Balletts am Theater Nordhausen – „Midnight Tango“, das im März Premiere haben wird. Zur Uraufführung von „Die Heilige“ lernte er auch C. René Hirschfeld und dessen für Nordhausen komponierte Ballettmusik zu schätzen. Der aus Belo Horizonte stammende Brasilianer bewundert Hirschfelds Talent und traut ihm in der Zukunft eine große Karriere zu.

Die Aufführung am kommenden Sonntag, 19.30 Uhr, ist vor allem auch für jugendliche Zuschauer interessant, denn das Junge Theater lädt nach der Aufführung zum Stammtisch ins Theaterrestaurant „Da Capo“ ein. Neben der Leiterin des Jungen Theaters, Bianca Sue Henne, nehmen am Stammtisch auch die Ballettdirektorin Jutta Wörne und die Tänzerin Kathrin Weiss Platz. Die Jugendlichen können dort alle Fragen loswerden, die sie vielleicht nach der Aufführung haben, oder das fragen, was sie schon immer über Ballett wissen wollten.

Die Stammtischrunde beginnt unmittelbar im Anschluss der Vorstellung. Karten gibt es an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52) und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.
Autor: nnz

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