nnz-online

Einsatz am Geburtstag

Freitag, 02. November 2007, 12:30 Uhr
Nordhausen (nnz). Das Luftrettungszentrum am Nordhäuser Südharz-Krankenhaus feiert in diesen Tagen seinen 15. Geburtstag. Zu diesem Anlaß gab es am Vormittag eine Feierstunde, die fast perfekt inszeniert war...

Geburtstagkind im Einsatz (Foto: nnz) Geburtstagkind im Einsatz (Foto: nnz)

Kaum waren die Dankesreden geredet, da piepte es bei Notarzt und Rettungssanitätern. „Christoph 37“ musste zum Einsatz. Zwei Minuten später war der EC 135 in der Luft. Zuvor würdigte der Präsident des Thüringer Landesverwaltungsamtes, Peter Stephan, die Arbeit des Luftrettungszentrums in Nordhausen als eines von vier in Thüringen. Bis 2006 kam ein Hubschrauber des BGS, später der Bundespolizei zum Einsatz, seit 1. Juli 2006 ist die Deutsche Rettungsflugwacht (DRF) mit dem Flugbetrieb betraut worden.

In den zurückliegenden 15 Jahren wurden rund 13.000 Einsätze absolviert, das seien, so Stephan, drei am Tag. Loni Grünwald (DIE LINKE), die zweite Beigeordnete des Landkreises Nordhausen, überbrachte in ihrer Ansprache die Grüße des Landrates und hob die Bedeutung des Hubschrauberstandortes für die Region und darüber hinaus hervor. Einsatzorte im Umkreis von 60 Kilometer kann der Helikopter innerhalb von 15 Minuten erreichen. Somit agiert „Christoph 37“ auch in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen.

Gerhard Weith vom DRK und Krankenhaus-Geschäftsführer Antonius Pille blickten in die Historie und erinnerten an die Anfänge der Luftrettung in Nordhausen. Der Hangar befand sich zuerst an der Darre, die Piloten fuhren mit einem Trabi zu ihrem „Arbeitsgerät“. Dann wurde der Luftlandeplatz am Krankenhaus schwarz gebaut, diese Verfehlung ist mittlerweile verjährt.

DRF-Geschäftsführer (Foto: nnz) DRF-Geschäftsführer (Foto: nnz) DRF-Geschäftsführer Dr. Hans Jörg Eyrich resümierte, dass das moderne Fluggerät vor einigen Tagen seinen 1.500sten Einsatz absolviert habe. Er hob hervor, dass der Hubschrauber mit dem von der DRF entwickelten Flight Following-System „Rescue Track“ ausgerüstet ist. Mit Hilfe dieser Technik können alle angeschlossenen Leitstellen kontinuierlich die Position und den Einsatzstatus des Hubschraubers verfolgen. Bundesweit setzt die DRF an 29 Luftrettungszentren Hubschrauber für die Notfallrettung und für dringliche Transporte von Intensivpatienten ein.
Autor: nnz

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de