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Gut in Schuss in Ilfeld

Sonntag, 10. März 2002, 18:06 Uhr
Ilfeld (nnz). Lange wurde fleißig gearbeitet und gewerkelt. In der vergangenen Woche wurde das lang ersehnte Ergebnis offensichtlich: Der Schützenverein Ilfeld ist um eine wichtige Freizeiteinrichtung reicher.


Etwa 100 Gäste hatten sich am vergangenen Wochenende im Ilfelder Schützenhaus versammelt, um in feierlich-geselliger Runde ein freudiges Ereignis zu begehen. Nach einem Jahr Bauzeit konnte nun der neue Schießstand eingeweiht werden. Der Vorsitzende des Schützenvereins, Holger Bösenberg, begrüßte dazu nicht nur die eigenen Schützenbrüder und ­schwestern, sondern ebenso Vertreter der Politik, wie den Bundestagsabgeordneten Manfred Grund, den Landtagsabgeordneten Egon Primas und den stellvertretenden Landrat Matthias Jendricke. Zusätzlich beglückwünschten Vertreter der umliegenden Schützenvereine und anderer regionaler Vereine die Ilfelder zu ihrer neuen Errungenschaft.

Wie Holger Mund in einigen Sätzen berichtete, war der Bau des Schießstandes sowohl finanziell als auch bürokratisch ein schwieriges Unterfangen. Obwohl die Finanzierung mit Hilfe der Kreissparkasse Nordhausen vorgenommen wurde, flossen in der Folgezeit noch einige Gelder aus den Taschen der vielen freiwilligen Helfer aus den Vereinsreihen in das groß angelegte Vorhaben. Diese wurden von ihrem Vorsitzenden besonders gelobt.

Sie hatten in den vergangenen Wochen und Monaten zahlreiche Stunden und Wochenenden geopfert, um die Fertigstellung des Schießstandes voranzutreiben. „Unsere Helfer haben insgesamt 3200 Arbeitsstunden geleistet und damit 25.053,30 Euro an Eigenleistung erbracht“, würdigte Mund deren Einsatz. Durch diese Initiative konnte viel Geld gespart werden. „Hätte eine Firma den Bau übernommen, wäre ein Betrag von 255.645,94 Euro zusammen gekommen.“ In diesem Zuge wurde den aktiven Helfern eine Medaille für besondere Leistungen verliehen, die sie auch bei der Organisation vollbrachten.

Die Gäste ließen es sich nicht nehmen, den Schützenverein ebenfalls zu ihrem Neuerwerb zu beglückwünschen. Neben ermutigenden Worten, vielen Blumen und kleinen Präsenten von allen Seiten konnte der Verein einen gestifteten Wanderpokal von Egon Primas entgegen nehmen. Die Abordnung des Thüringer Schützenbundes würdigte die verrichtete Arbeit mit einem Ehrenteller und einer Tischuhr. Neben weiteren Ehrenurkunden für die fleißigen Helfer wurde die silberne Ehrennadel an Holger Bösenberg verliehen.

Der Schießstand soll künftig nicht nur den erwachsenen Schützen zur Verfügung stehen, sondern auch der Jugend. Das Besondere der Anlage ist, dass sie auch von Behinderten problemlos genutzt werden kann, was in Deutschland sehr selten ist. Die Technik kommt ebenfalls nicht zu kurz. Jede Scheibe und jeder Treffer wird auf einem Computerbildschirm gezeigt. Die Ergebnisse können ausgedruckt werden. Die Anlage wurde von den Anwesenden als gut ausgestattet bewertet. Man könne zuversichtlich sein, dass sie in Zukunft viel Freude bereiten und erfolgreiche Schüsse ermöglichen wird.
Manuela Jauer
Autor: nnz

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