Ko(t)ordinator gesucht und gefunden
Mittwoch, 06. März 2002, 19:55 Uhr
Nordhausen (nnz).In der Stadt Nordhausen wird es künftig einen Koordinator für Ordnung, Sauberkeit und Sicherheit geben. Was dieser kommunale Kontaktbereichsbeamte machen soll, das hat die nnz erfahren.
Ordnung und Sauberkeit geht jeden an - so kennen es die älteren Stadträte. Doch Slogans verlieren mit der Zeit ihre Wirkung, nicht aber ihre Gültigkeit. Sie werden nur vernachlässigt. Heute geht Ordnung, Sauberkeit und Sicherheit nur noch den an, der damit zurecht kommen muß. Der Verursacher geht in den meisten Fällen straffrei aus. Da gibt es zwar Gesetzlichkeiten und ordnungsbehördliche Verordnungen, doch die sind das Papier nicht wert, auf dem sie massenhaft gedruckt wurden.
Jetzt soll sich ein Koordinator um all die Liederlichkeiten, den Müll, den Abfall, die Sorgen der Bürger und vor allem um den Hundekot kümmern. Er soll - im Auftrag der Stadträte - die Nordhäuser wirksam erziehen. Das geht nach Ansicht der SPD-Fraktion, die den Koordinator vorgeschlagen hat, ganz einfach: Der Bürger (!) teilt sein Anliegen einer Koordinierungsstelle mit. Diese schaltet die Entscheidungsträger ein, überprüft und meldet den Vollzug. Unregelmäßigkeiten sind konkret feststellbar und Verantwortlichkeiten durchsichtig. Haben Sie das jetzt verstanden? Das Ziel steht auch schon fest: Die Effizienz der Verwaltung zu erhöhen.
Jetzt geht es also los mit einer konzertierten Aktion. Hund aufspüren, Kot protokollieren, Hundehalter nach Hundemarke fragen, Koordinator einschalten, Ordnungsamt aktivieren, Bußgeldbescheid schicken, Hund anhören... Ganz so einfach ist das aber doch nicht. Ein Stadtrat brachte es auf den Punkt. Man muß die Verursacher beim Verursachen erwischen und bestrafen. Städte wie Dresden hätten mit drastischen Strafen den Hundekot von Straßen, Wegen oder Plätze in die Tüten verbannt. Gleiches gilt für Büchsenwegwerfer, Kaugummischmierer oder für selbsternannte Graffiti-Gurus. Dazu muß aber das Personal her, müssen die Knöllchenverteiler auch noch ein Auge auf Herrchen, Frauchen und Hund werfen. Und über all diesem Kampf an der Schmutz- und Kotfront thront dann noch der Koordinator, schließlich soll ja die Verwaltung effizienter werden.
Autor: nnzOrdnung und Sauberkeit geht jeden an - so kennen es die älteren Stadträte. Doch Slogans verlieren mit der Zeit ihre Wirkung, nicht aber ihre Gültigkeit. Sie werden nur vernachlässigt. Heute geht Ordnung, Sauberkeit und Sicherheit nur noch den an, der damit zurecht kommen muß. Der Verursacher geht in den meisten Fällen straffrei aus. Da gibt es zwar Gesetzlichkeiten und ordnungsbehördliche Verordnungen, doch die sind das Papier nicht wert, auf dem sie massenhaft gedruckt wurden.
Jetzt soll sich ein Koordinator um all die Liederlichkeiten, den Müll, den Abfall, die Sorgen der Bürger und vor allem um den Hundekot kümmern. Er soll - im Auftrag der Stadträte - die Nordhäuser wirksam erziehen. Das geht nach Ansicht der SPD-Fraktion, die den Koordinator vorgeschlagen hat, ganz einfach: Der Bürger (!) teilt sein Anliegen einer Koordinierungsstelle mit. Diese schaltet die Entscheidungsträger ein, überprüft und meldet den Vollzug. Unregelmäßigkeiten sind konkret feststellbar und Verantwortlichkeiten durchsichtig. Haben Sie das jetzt verstanden? Das Ziel steht auch schon fest: Die Effizienz der Verwaltung zu erhöhen.
Jetzt geht es also los mit einer konzertierten Aktion. Hund aufspüren, Kot protokollieren, Hundehalter nach Hundemarke fragen, Koordinator einschalten, Ordnungsamt aktivieren, Bußgeldbescheid schicken, Hund anhören... Ganz so einfach ist das aber doch nicht. Ein Stadtrat brachte es auf den Punkt. Man muß die Verursacher beim Verursachen erwischen und bestrafen. Städte wie Dresden hätten mit drastischen Strafen den Hundekot von Straßen, Wegen oder Plätze in die Tüten verbannt. Gleiches gilt für Büchsenwegwerfer, Kaugummischmierer oder für selbsternannte Graffiti-Gurus. Dazu muß aber das Personal her, müssen die Knöllchenverteiler auch noch ein Auge auf Herrchen, Frauchen und Hund werfen. Und über all diesem Kampf an der Schmutz- und Kotfront thront dann noch der Koordinator, schließlich soll ja die Verwaltung effizienter werden.
