Diskussionsbedarf
Freitag, 19. Oktober 2007, 16:52 Uhr
Nordhausen/Heringen (nnz). Die Mittelstandsvereinigung der CDU im Landkreis Nordhausen hatte am Nachmittag zu einem Wirtschaftstreffen eingeladen. Und wie kann es anders sein: Im Mittelpunkt der Veranstaltung in der Heringer HaBau stand die Wirtschaft mit all ihren Facetten...
Als Gast hatten sich die Mittelständler den CDU-Bundestagsabgeordneten Manfred Grund eingeladen. Grund, eigentlich der ausgewiesene Sozialexperte seiner Bundestagsfraktion, stellte sich den Fragen und Problemen der Unternehmen und ihrer Repräsentanten.
HaBau-Geschäftsführer Roland Handrek begrüßte als Hausherr die Gäste und stellte das Heringer Unternehmen vor. Die Unternehmensgruppe verarbeitet jährlich 60.000 Kubikmeter Beton, das sind 150.000 Tonnen, die Produkte werden jährlich mit 6.800 Fahrzeugen von den Standorten Heringen und Rudolstadt transportiert. Insgesamt werden rund 400 Mitarbeiter beschäftigt, darunter 31 Azubis.
Manfred Grund begann sein Statement mit einem Rückblick auf die Zeit des Wahlkampfes 2005 und reflektierte die damalige Politik sowie die Konsequenzen der Bundestagswahlen: Große Koalition. Diese Wahl war jedoch auch die Geburtsstunde der Linken, denen Grund eine langjährige Zugehörigkeit im Bundestag attestierte.
Der Bundestagsabgeordnete nannte Gesetzgebungen von der Erhöhung der Mehrwertsteuer bis hin zur Steuerreform, von der vor allem die GmbH profitieren. Angesprochen wurden auch die Förderalismusreform sowie die Novellierung der Pflegeversicherung und eine eventuelle Neuregelung bei der Nachfolge bei Unternehmen.
Angesprochen wurden von den Mittelständlern auch die Themen Energiepolitik sowie Mindestlöhne. Zu letzterem legte Manfred Grund die Position seiner Partei dar - kein einheitlicher Mindestlohn. Mindestlöhne ja, sofern sie von den Tarifpartner vereinbart werden, wie im Bauhandwerk oder bei den Gebäudereinigern. Zur neuen Entwicklung am Energiemarkt meinte Grund, dass Deutschland Spitzenreiter bei den Energiepreisen sei. Hinzu komme der Energiemix, der einen relativ kleinen Anteil von Kernenergie - zum Beispiel gegenüber Frankreich - habe. Deshalb sei die von Rot-Grün beschlossene Abschaltung von Kernkraftwerken nicht nachzuvollziehen. Aber: Es gebe momentan keine politische und gesellschaftliche Mehrheit für die Position der CDU. Und es gebe beim Strommarkt keinen Wettbewerb, weder in der Erzeugung noch bei der Verteilung.
HaBau-Chef Handrek führte an, dass sein Unternehmen jährlich eine halbe Million Euro für Elektroenergie und Gas ausgeben müsse. Deshalb werde man ein neues Energiekonzept am Heringer Standort entwickeln.
Diskutiert wurde auch der Mindestlohn, der Einsatz von Ein-Mann-Firmen aus osteuropäischen Ländern sei immer noch ein Problem, vor allem für Baufirmen.
Die Nordhäuser Bau- und Wirtschaftsdezernentin Inge Klaan (CDU) plädierte für eine schnellere Mittelbereitstellung zum Ausbau der Nord-Süd-Verbindung um Nordhausen herum, gemeint sind der Ausbau der B 4 in Richtung Erfurt sowie der Neubau der B 243. Hier solle Manfred Grund noch einmal politischen Druck auf die Thüringer Landesregierung ausüben.
Manfred Grund wurden während des Gesprächs viele Probleme mit ins Eichsfeld sowie nach Berlin mitgegeben. Dort allerdings wartet der Alltag einer großen Koalition auf den CDU-Mann.
Autor: nnzAls Gast hatten sich die Mittelständler den CDU-Bundestagsabgeordneten Manfred Grund eingeladen. Grund, eigentlich der ausgewiesene Sozialexperte seiner Bundestagsfraktion, stellte sich den Fragen und Problemen der Unternehmen und ihrer Repräsentanten.
HaBau-Geschäftsführer Roland Handrek begrüßte als Hausherr die Gäste und stellte das Heringer Unternehmen vor. Die Unternehmensgruppe verarbeitet jährlich 60.000 Kubikmeter Beton, das sind 150.000 Tonnen, die Produkte werden jährlich mit 6.800 Fahrzeugen von den Standorten Heringen und Rudolstadt transportiert. Insgesamt werden rund 400 Mitarbeiter beschäftigt, darunter 31 Azubis.
Manfred Grund begann sein Statement mit einem Rückblick auf die Zeit des Wahlkampfes 2005 und reflektierte die damalige Politik sowie die Konsequenzen der Bundestagswahlen: Große Koalition. Diese Wahl war jedoch auch die Geburtsstunde der Linken, denen Grund eine langjährige Zugehörigkeit im Bundestag attestierte.
Der Bundestagsabgeordnete nannte Gesetzgebungen von der Erhöhung der Mehrwertsteuer bis hin zur Steuerreform, von der vor allem die GmbH profitieren. Angesprochen wurden auch die Förderalismusreform sowie die Novellierung der Pflegeversicherung und eine eventuelle Neuregelung bei der Nachfolge bei Unternehmen.
Angesprochen wurden von den Mittelständlern auch die Themen Energiepolitik sowie Mindestlöhne. Zu letzterem legte Manfred Grund die Position seiner Partei dar - kein einheitlicher Mindestlohn. Mindestlöhne ja, sofern sie von den Tarifpartner vereinbart werden, wie im Bauhandwerk oder bei den Gebäudereinigern. Zur neuen Entwicklung am Energiemarkt meinte Grund, dass Deutschland Spitzenreiter bei den Energiepreisen sei. Hinzu komme der Energiemix, der einen relativ kleinen Anteil von Kernenergie - zum Beispiel gegenüber Frankreich - habe. Deshalb sei die von Rot-Grün beschlossene Abschaltung von Kernkraftwerken nicht nachzuvollziehen. Aber: Es gebe momentan keine politische und gesellschaftliche Mehrheit für die Position der CDU. Und es gebe beim Strommarkt keinen Wettbewerb, weder in der Erzeugung noch bei der Verteilung.
HaBau-Chef Handrek führte an, dass sein Unternehmen jährlich eine halbe Million Euro für Elektroenergie und Gas ausgeben müsse. Deshalb werde man ein neues Energiekonzept am Heringer Standort entwickeln.
Diskutiert wurde auch der Mindestlohn, der Einsatz von Ein-Mann-Firmen aus osteuropäischen Ländern sei immer noch ein Problem, vor allem für Baufirmen.
Die Nordhäuser Bau- und Wirtschaftsdezernentin Inge Klaan (CDU) plädierte für eine schnellere Mittelbereitstellung zum Ausbau der Nord-Süd-Verbindung um Nordhausen herum, gemeint sind der Ausbau der B 4 in Richtung Erfurt sowie der Neubau der B 243. Hier solle Manfred Grund noch einmal politischen Druck auf die Thüringer Landesregierung ausüben.
Manfred Grund wurden während des Gesprächs viele Probleme mit ins Eichsfeld sowie nach Berlin mitgegeben. Dort allerdings wartet der Alltag einer großen Koalition auf den CDU-Mann.

