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Immer noch ein starkes Geschlecht

Mittwoch, 06. März 2002, 11:05 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Vorbereitungen auf den diesjährigen Frauentag laufen auf höchsten Touren. nnz hat sich im Vorfeld natürlich auch mit den Frauen an sich beschäftigt. Diesmal allerdings aus statistischer Sicht.


Im April 2001 lebten in Thüringen 816.000 Frauen im erwerbsfähigen Alter (15 bis unter 65 Jahre). Wie das Thüringer Landesamt für Statistik anlässlich des Internationalen Frauentages mitteilt, waren davon 478.000 erwerbstätig und 106.000 bezeichneten sich als arbeitslos oder arbeitssuchend. Die Erwerbsquote betrug somit 71,6 Prozent. Gegenüber dem Jahr 1991 ging die Zahl der Frauen, die arbeiteten oder sich um Arbeit bemühten, um rund 100.000 zurück, liegt aber immer noch auf hohem Niveau.

Für viele Thüringer Familien ist die Sicherung des Lebensunterhalts Hauptgrund für die Erwerbstätigkeit der Frau. Besonders deutlich wird dies in Familien mit Kindern. So gab es im April des vergangenen Jahres 257.000 Frauen im erwerbsfähigen Alter mit einem oder mehreren Kindern unter 18 Jahren. Von diesen Müttern waren fast drei Viertel (73,5 Prozent) erwerbstätig. Weitere 16,5 Prozent bezeichneten sich als arbeitslos oder arbeitssuchend. Von den 451.000 Frauen im erwerbsfähigen Alter ohne Kinder waren nur 47,3 Prozent erwerbstätig und 10,6 Prozent bemühten sich um eine Arbeitsstelle. Die Erwerbsquote der Mütter lag damit bei 90,2 Prozent, die der Frauen ohne Kinder bei 57,9 Prozent.

Die Situation in Thüringen entspricht der Entwicklung in den anderen neuen Bundesländern. Im früheren Bundesgebiet ist die Tendenz gegensätzlich. Seit 1991 ist dort der Anteil der Mütter, die eine Erwerbstätigkeit ausübten oder suchten, gestiegen und betrug im Mai 2000 rund 66 Prozent.
Autor: nnz

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