Vereinsgründung bislang gescheitert
Dienstag, 05. März 2002, 15:08 Uhr
Nordhausen (nnz). Mit einem Mammutprogramm müssen sich morgen die Nordhäuser Stadträte beschäftigen. Im öffentlichen Teil stehen allein 43 Punkte auf der Tagesordnung. Einer davon ist höchst kompliziert formuliert.
Mit dem Punkt 9.17 Austritt der Stadt/Beitritt des städtischen Tourismusvereins in der Tourismusverband Region Nordhausen e.V. hatten bereits die im Hauptausschuß versammelten Fraktionsspitzen ihre Not. Letztlich ging es um die Gründung eines städtischen Tourismusvereins, der wiederum Mitglied im Tourismusverband werden sollte. Das aber ist alles kalter Kaffee. Der Verein kam nicht zustande. In der vergangenen Woche unternahm das städtische Kulturamt einen Anlauf zur Vereinsgründung, der kläglich scheiterte. Obwohl die angeschriebenen potentiellen Vereinsmitglieder nach Aussage von Dr. Cornelia Klose um den Sachverhalt der Gründung wussten, lehnten sie eine Mitgliedschaft oder gar die Vereinsgründung ab. Sowohl die Nordbrand GmbH als auch die Stadt- und Gästeführergilde sollen nach nnz-Informationen abgewinkt haben. Für Dr. Klose war die Veranstaltung schon ziemlich deprimierend, auch weiß sie nicht so recht, was die Stadträte nun eigentlich wollen. Die sind sich vermutlich ziemlich unsicher. Grund hierfür war vor allem ein Brief von Landrat Joachim Claus (CDU), in dem er für den Tourismusverband der Region warb.
Für die Stadt Nordhausen hatte die Gründung eines Vereins zwei Gesichtspunkte. Zum einen sollten lokale Matadoren ihre Kräfte für die touristische Arbeit bündeln, zum anderen sollte die Beitragsordnung des regionalen Verbandes ausgenutzt werden. Die sah in einem Entwurf für einen Verein einen jährlichen Beitrag von 150 Euro vor. Als normales Mitglied Stadt Nordhausen hätte die Rolandstadt jedoch rund 7.000 Euro in die Kasse zahlen müssen. Ob die Stadt für diesen Beitrag einen Gegenwert erhalten hätte, bleibt für die viele städtische Verantwortliche im Dunkeln. Die Erfahrungen der zurückliegenden Jahre machten misstrauisch.
Nicht nur Dr. Klose wird also morgen gespannt sein, wie sich die Stadträte entscheiden. Angeblich steht ja nun in einigen Fraktionen der Tourismus ganz oben auf der Liste und da spielt manchmal auch das Geld eine untergeordnete Rolle.
Autor: nnzMit dem Punkt 9.17 Austritt der Stadt/Beitritt des städtischen Tourismusvereins in der Tourismusverband Region Nordhausen e.V. hatten bereits die im Hauptausschuß versammelten Fraktionsspitzen ihre Not. Letztlich ging es um die Gründung eines städtischen Tourismusvereins, der wiederum Mitglied im Tourismusverband werden sollte. Das aber ist alles kalter Kaffee. Der Verein kam nicht zustande. In der vergangenen Woche unternahm das städtische Kulturamt einen Anlauf zur Vereinsgründung, der kläglich scheiterte. Obwohl die angeschriebenen potentiellen Vereinsmitglieder nach Aussage von Dr. Cornelia Klose um den Sachverhalt der Gründung wussten, lehnten sie eine Mitgliedschaft oder gar die Vereinsgründung ab. Sowohl die Nordbrand GmbH als auch die Stadt- und Gästeführergilde sollen nach nnz-Informationen abgewinkt haben. Für Dr. Klose war die Veranstaltung schon ziemlich deprimierend, auch weiß sie nicht so recht, was die Stadträte nun eigentlich wollen. Die sind sich vermutlich ziemlich unsicher. Grund hierfür war vor allem ein Brief von Landrat Joachim Claus (CDU), in dem er für den Tourismusverband der Region warb.
Für die Stadt Nordhausen hatte die Gründung eines Vereins zwei Gesichtspunkte. Zum einen sollten lokale Matadoren ihre Kräfte für die touristische Arbeit bündeln, zum anderen sollte die Beitragsordnung des regionalen Verbandes ausgenutzt werden. Die sah in einem Entwurf für einen Verein einen jährlichen Beitrag von 150 Euro vor. Als normales Mitglied Stadt Nordhausen hätte die Rolandstadt jedoch rund 7.000 Euro in die Kasse zahlen müssen. Ob die Stadt für diesen Beitrag einen Gegenwert erhalten hätte, bleibt für die viele städtische Verantwortliche im Dunkeln. Die Erfahrungen der zurückliegenden Jahre machten misstrauisch.
Nicht nur Dr. Klose wird also morgen gespannt sein, wie sich die Stadträte entscheiden. Angeblich steht ja nun in einigen Fraktionen der Tourismus ganz oben auf der Liste und da spielt manchmal auch das Geld eine untergeordnete Rolle.
