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Chancenlose Wacker-Elf verliert 0:4

Sonntag, 12. November 2000, 19:20 Uhr
Nordhausen (nnz). Wacker 90 Nordhausen musste sich im eigenen Stadion einem klar überlegenen Gegner aus Dessau mit 0:4 geschlagen geben.
Die 503 Zuschauer sahen von Beginn an eine einseitige Partie, die klar von den Gästen bestimmt wurde. Wacker konnte bis zur 27. Minute dem Druck der Dessauer standhalten, als nach einer Ecke die Faustabwehr von Torhüter Patrick Michael zu kurz geriet und der Ball genau vor die Füße von Sven Dreyer fiel. Dieser hatte noch die Zeit, Michael zwei Meter vor der Torlinie zu umspielen um dann seelenruhig zum 0:1 einschieben zu können. Wieder war es der eigene Torhüter, der seine Mannschaft auf die Verliererstrasse führen sollte. Mehr passierte in der ersten Halbzeit nicht mehr. Denn Dessau tat nicht mehr als notwendig war.
Die zweite Halbzeit begann so, wie die erste aufgehört hatte. Nordhausen spielte planlos und ideenlos und konnte Dessau zu keinem Zeitpunkt in ernste Gefahr bringen. Lediglich ein Distanzschuss von Marco Große stellte den Schlussmann aus Sachsen-Anhalt auf die Probe. Dieser konnte aber in höchster Not noch zur Ecke klären. Zu dieser Zeit merkten die Spieler aus Dessau, dass sie jetzt wieder etwas mehr für das Spiel tun mussten. Folgerichtig fiel dann das 0:2 wieder nach einer Ecke und wieder war es Dreyer, der diesmal ungehindert aus 4 Metern einköpfen konnte und von der Unentschlossenheit von Michael profitierte, der auf der Linie stehen blieb.
Wacker Nordhausen bemühte sich zwar das Spiel noch um zu drehen, doch agierten die Spieler zu harmlos und teilweise auch zu umständlich, um in den Strafraum der Dessauer eindringen zu können. In der 82. Minute stand wieder Patrick Michael im Mittelpunkt des Geschehens. Der Schlussmann der Nordhäuser stellte erneut seine "Klasse" unter Beweis. Er war nicht in der Lage, einen harmlosen 40-Meter-Freistoß von Tom Heitzmann zu halten.
Somit stand es 0:3 und viele Zuschauer verließen daraufhin das Stadion. Unter ihnen auch der ehemalige Torhüter des FSV Henryk Lihsa. Doch sie verpassten das letzte Tor des Spiels. Denn wieder war es Dreyer, der nach einem Konter zum 0:4 erhöhte und somit auch den Schlusspunkt setzte.
Das Spiel war überschattet von Anfeindungen der Fans gegenüber Henryk Lihsa. Lihsa musste üble Beschimpfungen über sich ergehen lassen und wurde auch als "Verräter" tituliert. Doch sollten sich die meisten Fans von Nordhausen noch einmal dieses Spiel vor Augen führen, indem Lihsa's Nachfolger Patrick Michael seine "Fähigkeiten" erneut unter Beweis stellte.
Autor: cg

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