Kein Mord - dafür 2.363 Diebstähle
Freitag, 01. März 2002, 15:16 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Kriminalität im Landkreis Nordhausen ist rückläufig. Das belegen die Zahlen für das Jahr 2001, die heute in der Polizeidirektion Nordhausen vorgestellt wurden. Die Einzelheiten wie immer in der nnz.
Im vergangenen Jahr sind im Landkreis Nordhausen 4.603 Straftaten aufgenommen und bearbeitet worden. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang von 290 Fällen. Von diesen Straftaten konnten bis Jahresende 61 Prozent aufgeklärt werden. Die Aufklärungsquote ist damit gegenüber dem Jahr 2000 ebenfalls wieder leicht angestiegen. Insgesamt wurden durch die Beamten der Polizeiinspektion und der Kriminalpolizei 2.233 Tatverdächtige ermittelt.
Schwere Straftaten wie Mord oder Totschlag gab es im vergangenen Jahr ebenso wenig wie sogenannte Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung. Unter den Deliktarten steht der Diebstahl (2.363) immer noch unangefochten an erster Stelle der Rangliste. Dann folgen die Straßenkriminalität (1.578), Sachbeschädigung (554) und Körperverletzung (473). Im zurückliegenden Jahr ereigneten sich jeweils ein Raub und eine Brandstiftung, beide Delikte wurden aufgeklärt.
Im Bereich der gesamten Polizeidirektion wurden im vergangenen Jahr 21.599 Straftaten erfasst, das ist gegenüber 2000 ein Anstieg von 668. Gestiegen ist aber auch die Aufklärungsquote. Mit 64 Prozent ist dies nicht nur das beste Ergebnis seit Bestehen der Polizeidirektion, sondern auch der dritte Platz in Thüringen. Enorm zugenommen haben die Rauschgiftdelikte. Wurden im Jahr 2000 noch 696 Fälle erfasst, so waren es im Jahr darauf 929 in Nordthüringen. Dabei konnten 769 Tatverdächtige ermittelt werden. Übrigens wurden im vergangenen Jahr unter anderem 9,8 kg Haschisch, 586 g Marihuana und 1.657 Stück Ecstasypillen sichergestellt und damit aus dem Verkehr gezogen.
Polizeioberrat Günther Lierhammer machte heute deutlich, dass die Polizei auch in diesem Jahr verstärkt gegen den Drogenhandel vorgehen werden. Wir werden dabei besonderes Augenmerk auf chemische und synthetische Drogen legen. Schwerpunkte der polizeilichen Arbeit waren und bleiben Schulen und Diskotheken, so Lierhammer. Der Chef der Polizeidirektion sprach von bereits existierenden territorialen Banden sowie festen Wegen, die das Rauschgift nehme.
Autor: nnzIm vergangenen Jahr sind im Landkreis Nordhausen 4.603 Straftaten aufgenommen und bearbeitet worden. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang von 290 Fällen. Von diesen Straftaten konnten bis Jahresende 61 Prozent aufgeklärt werden. Die Aufklärungsquote ist damit gegenüber dem Jahr 2000 ebenfalls wieder leicht angestiegen. Insgesamt wurden durch die Beamten der Polizeiinspektion und der Kriminalpolizei 2.233 Tatverdächtige ermittelt.
Schwere Straftaten wie Mord oder Totschlag gab es im vergangenen Jahr ebenso wenig wie sogenannte Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung. Unter den Deliktarten steht der Diebstahl (2.363) immer noch unangefochten an erster Stelle der Rangliste. Dann folgen die Straßenkriminalität (1.578), Sachbeschädigung (554) und Körperverletzung (473). Im zurückliegenden Jahr ereigneten sich jeweils ein Raub und eine Brandstiftung, beide Delikte wurden aufgeklärt.
Im Bereich der gesamten Polizeidirektion wurden im vergangenen Jahr 21.599 Straftaten erfasst, das ist gegenüber 2000 ein Anstieg von 668. Gestiegen ist aber auch die Aufklärungsquote. Mit 64 Prozent ist dies nicht nur das beste Ergebnis seit Bestehen der Polizeidirektion, sondern auch der dritte Platz in Thüringen. Enorm zugenommen haben die Rauschgiftdelikte. Wurden im Jahr 2000 noch 696 Fälle erfasst, so waren es im Jahr darauf 929 in Nordthüringen. Dabei konnten 769 Tatverdächtige ermittelt werden. Übrigens wurden im vergangenen Jahr unter anderem 9,8 kg Haschisch, 586 g Marihuana und 1.657 Stück Ecstasypillen sichergestellt und damit aus dem Verkehr gezogen.
Polizeioberrat Günther Lierhammer machte heute deutlich, dass die Polizei auch in diesem Jahr verstärkt gegen den Drogenhandel vorgehen werden. Wir werden dabei besonderes Augenmerk auf chemische und synthetische Drogen legen. Schwerpunkte der polizeilichen Arbeit waren und bleiben Schulen und Diskotheken, so Lierhammer. Der Chef der Polizeidirektion sprach von bereits existierenden territorialen Banden sowie festen Wegen, die das Rauschgift nehme.
