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nnz-Forum: Ignoranz - oder was?

Freitag, 28. September 2007, 11:32 Uhr
Es gibt vieles, was in Nordhausen per Satzung geregelt ist. Aber wie ernst z.B. die Regelungen der seit 1993 bestehenden "Erschließungskoordinierungssatzung" genommen werden, darf bezweifelt werden. Vermeidung von Doppelaufbrüchen, geringstmögliche Beeinträchtigung des Verkehrs, geringstmögliche Behinderung der Anlieger - das sind nur ein paar der Punkte, die unter 2.3 in dieser Satzung aufgeführt sind.

Im Bereich Himmelgarten kann man gerade erleben wie Doppelaufbrüche einer erst vor wenigen Monaten mit neuem Belag versehenen Straße vermieden werden und die Bewohner des Kirchbergs in Leimbach erfreuen sich der geringstmöglichen Behinderung. So schön es ist, wenn es voran geht, die Art und Weise wie dies in Leimbach organisiert wurde darf zurückhaltend als dilettantisch bezeichnet werden.

Mal ganz abgesehen davon, dass die Anwohner des Kirchberges erst aus der Zeitung von der Maßnahme erfuhren, niemand in den zuständigen Ämtern scheint auch über die Frage der Verkehrsführung ernsthaft nachgedacht zu haben. Ganz fix standen an allen Zufahrtsmöglichkeiten die Sperrschilder, obwohl in den ersten beiden Tagen der Maßnahme nur die Oberfläche der Zufahrtsstraße ca. 10-15 cm abgetragen wurde und ansonsten die Arbeiten in neben der Straße liegenden Bereichen erfolgten.

Nun hat man nach 10 Tagen das allgemeine Sperrschild oberhalb des Kindergartens mit einem Zusatzschild versehen, das den Anwohnern das Befahren bis zum Baustellenbereich erlaubt. Das der Feldweg aber so schmal ist, dass bereits zwei Pkw ein Problem haben aneinander vorbei zu kommen, beunruhigte aber niemanden. Jetzt macht es der Baufortschritt notwendig, dass auch Baufahrzeuge diese Strecke nutzen - die füllen den Weg völlig aus und dürften ihn auch stark in Mitleidenschaft ziehen. Eine Ampel fehlt aber - vermutlich um Kosten zu sparen - und so darf man hoffen, dass alle , die dort entlang müssen, immer rechtzeitig erkennen können ob sie freie Fahrt haben.

Übrigens fehlen auch Hinweise bzw. durch die \"Umleitung\" notwendige Regelungen im Bereich des Kindergartens (Schrittgeschwindigkeit) und der Einmündung auf die Hauptverkehrsstraße. Das alles scheint aber niemanden in den Ämtern zu interessieren - es passiert ja nicht vor der eigenen Tür.

Soweit nnz-Leser Andreas Klaschka. Heute nun reichte er in der Chronologie einen weiteren Beitrag nach.


Die angekündigte Sperrung dauert nun schon 10 Tage länger als per Zeitung angekündigt. Gleichzeitig werden jetzt ein seit paar Tagen Arbeiten für neue Kabel durchgeführt - an der einzigen "wilden" Zufahrt die verblieben ist. Damit wir nicht gestört werden, wird an diesem Wochenende auch mal für einen Tag der Strom abgestellt. Zum Glück ist die Hauptzufahrt seit gestern Abend wieder zeitweise nutzbar - sieht allerdings aus wie ein Truppenübungsplatz und die Sperrschilder stehen noch - wer sie ignoriert handelt also verkehrswidrig und fahrlässig und hat im Schadensfall die Arschkarte gezogen.

Die gesamte Sperrzeit über und bis jetzt gibt es auch keine Hinweisschilder, so dass Ortsfremde ein tolles Rätselraten kostenlos erhalten, denn da der Feldweg keine offizielle Zufahrt ist, hat auch ein Navi keine Chance und so viele Bewohner treiben sich auch nicht auf der Straße herum.

Schöne Grüße aus der Siedlung hinterm Mond:
Andreas Klaschka, Leimbach
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Autor: nnz

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