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Wohnblock verschwindet

Dienstag, 25. September 2007, 09:24 Uhr
Bleicherode (nnz). Nicht nur in Nordhausen verschwinden ganze Wohnblocks von der „Bildfläche“, der Rückbau macht auch vor Bleicherode keinen Halt. Die nnz mit einem Beispiel.

Und weg damit (Foto: nnz) Und weg damit (Foto: nnz)

Seit dem 24. September 2007 wird der leer stehende Wohnblock am Kehmstedter Weg in Bleicherode-Ost entrümpelt und entkernt. Mit dem vorgesehenen Abriss des Gebäudes wird der Rückbau von Wohnungen in Bleicherode fortgesetzt.

Das Gebäude der Bleicheröder Wohnungsbaugesellschaft mit 18 Wohneinheiten steht seit dem 31. 12. 2004 leer und kam für eine Sanierung nicht mehr in Frage. Ursache hierfür ist auch in der demografische Entwicklung in Deutschland zu suchen, die sich gerade in der Südharzregion stark bemerkbar macht. Da die Bevölkerung in Bleicherode durch die niedrige Geburtenrate und andere Ursachen schrumpft, werden immer weniger Wohnungen benötigt. Dieser Tatsache wird auch im Stadtentwicklungsprogramm von Bleicherode Rechnung getragen.

Über das Programm der Städtebauförderung Stadtumbau/Rückbau werden Fördermittel für den Abriss des Gebäudes bereitgestellt, wobei Bund und Land die Förderung je zur Hälfte tragen. Ziel des Programms ist zum einen die Stabilisierung der städtischen Wohnungsmärkte durch den Rückbau leer stehender, dauerhaft nicht mehr benötigter Wohngebäude. Zum anderen wird die städtebauliche Aufwertung der von Rückbaumaßnahmen betroffenen Stadtquartiere verfolgt. Dabei sollen die Chancen für mehr Lebensqualität durch Verringerung der Wohnungsdichte genutzt und zugleich aber auch die Innenstädte nachhaltig gestärkt werden.

Im Rahmen der Stadtentwicklung ist weiterhin vorgesehen, auch die Gebäude Gartenstraße 9 – 11 und Kehmstedter Weg 41 abzureißen. So soll einem Leerstand entgegen gewirkt werden. Nach Abschluss der Rückbaumaßnahme Ende Oktober 2007 wird die Abrissfläche als einfache Grünfläche hergerichtet.
Autor: nnz

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