Er stand in Hitlers Testament
Mittwoch, 05. September 2007, 16:15 Uhr
Nordhausen (nnz). Am kommenden Mittwoch (12. 9.) lesen in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora Karl-Otto Saur junior und Michael Saur aus ihrem soeben erschienenen Buch Er stand in Hitlers Testament. Ein deutsches Familienerbe. Die nnz hat sich vorab schon mal informiert.
Buchcover (Foto: nnz)
Karl-Otto Saur war Leiter des Technischen Amts im NS-Rüstungsministerium und ein enger Vertrauter Hitlers. Er war maßgeblich an der Untertageverlagerung der Rüstungsproduktion in die Stollenanlage im Kohnstein bei Nordhausen beteiligt und für den Tod tausender KZ-Häftlinge verantwortlich.
Sein 1944 geborener Sohn Karl-Otto Saur begibt sich auf Spurensuche und schreibt über seine Auseinandersetzung mit dem Nazi-Vater, die seine Identität sehr geprägt hat. Dabei wird er von seinem 1967 geborenen Sohn Michael Saur begleitet. Dieser hat einen völlig anderen Zugang zum schwierigen Generationen-Erbe und beschreibt, wie das Lebensthema des Vaters prägend für die Vater-Sohn-Beziehung und seinen eigenen Lebensweg wurde.
Mit der ungewöhnlichen Doppel-Autobiographie aus der Perspektive dreier Generationen ist ein vielschichtiges Buch entstanden, das sich durch ebenso politisch wie private Reflexionen über den Umgang mit der NS-Vergangenheit auszeichnet.
Im Anschluss an die Lesung gibt es die Gelegenheit, die Perspektive der Nachgeborenen auf den Vater respektive Großvater gemeinsam mit den Autoren zu diskutieren. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Thüringer Landeszentrale für Politische Bildung im Rahmen des Programms Das politische Buch im Gespräch statt.
12. September | 19 Uhr
Autor: nnz
Buchcover (Foto: nnz)
Karl-Otto Saur war Leiter des Technischen Amts im NS-Rüstungsministerium und ein enger Vertrauter Hitlers. Er war maßgeblich an der Untertageverlagerung der Rüstungsproduktion in die Stollenanlage im Kohnstein bei Nordhausen beteiligt und für den Tod tausender KZ-Häftlinge verantwortlich.Sein 1944 geborener Sohn Karl-Otto Saur begibt sich auf Spurensuche und schreibt über seine Auseinandersetzung mit dem Nazi-Vater, die seine Identität sehr geprägt hat. Dabei wird er von seinem 1967 geborenen Sohn Michael Saur begleitet. Dieser hat einen völlig anderen Zugang zum schwierigen Generationen-Erbe und beschreibt, wie das Lebensthema des Vaters prägend für die Vater-Sohn-Beziehung und seinen eigenen Lebensweg wurde.
Mit der ungewöhnlichen Doppel-Autobiographie aus der Perspektive dreier Generationen ist ein vielschichtiges Buch entstanden, das sich durch ebenso politisch wie private Reflexionen über den Umgang mit der NS-Vergangenheit auszeichnet.
Im Anschluss an die Lesung gibt es die Gelegenheit, die Perspektive der Nachgeborenen auf den Vater respektive Großvater gemeinsam mit den Autoren zu diskutieren. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Thüringer Landeszentrale für Politische Bildung im Rahmen des Programms Das politische Buch im Gespräch statt.
12. September | 19 Uhr
