nnz-News-Ticker am Abend
Montag, 25. Februar 2002, 19:32 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Meldungen des Tages aus Deutschland und der Welt für Sie zusammengefasst. Ein nnz-Service mit freundlicher Unterstützung von LandesWelle Thüringen.
Keine Verteilungsspielräume bei Verhandlungen
Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie sieht für die am Dienstag in Berlin beginnenden Tarifverhandlungen keine Verteilungsspielräume. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die 950 000 deutschen Bauleute seien alles andere als rosig, sagte Verbandshauptgeschäftsführer Michael Knipper der Leipziger Volkszeitung (Dienstagausgabe). Im Osten sei in diesem Jahr mit einem Umsatzrückgang von fünf Prozent zu rechnen, auch im Westen werde es einen leichten Rückgang geben.
Mindestens zehn Israelis bei Anschlag in Jerusalem verletzt
Zwei Palästinenser haben an einer Bushaltestelle in Jerusalem das Feuer auf die wartende Menge eröffnet und mindestens zehn Israelis verletzt. Nach israelischen Rundfunkberichten wurde einer der Attentäter von Polizisten und Soldaten erschossen, während der zweite entkommen konnte. Der Zustand von fünf Verletzten sei ernst. Unter den Verletzten sind den Angaben zufolge auch drei Polizisten.
Umformtechnik will von BMW profitieren
Der Erfurter Pressenhersteller Umformtechnik will vom Bau des neuen BMW-Werkes in Leipzig profitieren. Die Firma werde sich an der Ausschreibung von Ausrüstungsaufträgen beteiligen, sagte der Leiter Service, Rüdiger Kerst, am Montag beim Besuch von Unionskanzlerkandidat Edmund Stoiber (CSU) in dem Unternehmen. Er bekräftigte, dass Umformtechnik nach der Übernahme durch die baden- württembergische Müller Weingarten AG trotz schwacher Konjunktur schnell aus den roten Zahlen gebracht werden soll.
Sportzeitung entschuldigt sich wegen falschen Doping-Verdachts
Die Gazzetta dello Sport hat Jan Ullrich fälschlicherweise verdächtigt, gegen Doping-Bestimmungen verstoßen zu haben. Das italienische Blatt entschuldigte sich bereits für eine entsprechende Falschmeldung auf ihrer Internet-Seite. Im Zuge der Doping-Ermittlungen des vergangenen Giro d'Italia war Ullrich unterstellt worden, die italienische Polizei ermittle gegen den Telekom-Kapitän auch wegen verbotenen Insulin-Gebrauchs.
Brückenbau gefährdet Dohlenkolonie
Die größte Dohlenkolonie Thüringens ist durch geplante Bauarbeiten an der Saalebrücke Jena-Göschwitz gefährdet. Die Sanierung dieser Brücke und der Neubau einer zweiten beim Ausbau der A 4 bis 2006 werde das Brutverhalten der unter Artenschutz stehenden Vögel erheblich stören, teilte die Stadtverwaltung Jena am Montag mit. Deshalb müssen nach einem Gutachten des Instituts für Ökologie der Universität Jena vorher Ersatzbrutstätten in der Nähe der Kolonie errichten werden. Seit 1998 werden bereits Nistkästen angebracht.
Arbeitslosigkeit steigt laut Welt auf 4,32 Millionen
Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist nach Informationen der «Welt» weiter gestiegen. Im Februar 2002 waren danach 4,32 Millionen Menschen ohne Arbeit. Das wäre ein Plus von 210 000 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresmonat. Das Blatt beruft sich dabei auf interne Berechnungen der Nürnberger Bundesanstalt für Arbeit. Im Vergleich zum Vormonat Januar sei danach die Erwerbslosigkeit im Februar um 30 000 gestiegen.
PDS will neues Datschen-Recht verhindern
Die PDS hat an die Ministerpräsidenten der neuen Länder und den Regierenden Bürgermeister von Berlin und appelliert, im Bundesrat zu verhindern, dass das neue Datschen-Recht in dieser Form in Kraft tritt. Das am Freitag vom Bundestag verabschiedete Gesetz beinhalte keinen gerechten Ausgleich zwischen den legitimen Interessen der Grundstückseigentümer und der Nutzer, schrieb die rechtspolitische Sprecherin der PDS-Fraktion, Evelyn Kenzler, am Montag in einem Offenen Brief an die Regierungschefs.
Inflation auf 1,7 Prozent gefallen
Niedrigere Preise für Benzin, Heizöl und Gas haben nach dem Zwischenhoch zu Jahresbeginn die Inflation in Deutschland wieder unter die Marke von zwei Prozent gedrückt. Im Februar schwächte sich die jährliche Teuerung auf 1,7 Prozent ab. Das teilte des Statistische Bundesamt in Wiesbaden auf der Basis der Ergebnisse aus sechs Bundesländern mit. Von Januar auf Februar zogen die Verbraucherpreise demnach nur noch um 0,3 Prozent an.
Haschisch bei Autokontrolle gefunden
Bei einer Fahrzeugkontrolle auf der A 4 hat die Polizei Gera am Montag bei einem 24-Jährigen 24 Gramm Haschisch gefunden. Zuvor seien bei einem 21-Jährigen 5,4 Gramm sicher gestellt worden, teilte die Polizei mit. Beide müssen sich wegen des Verstoßens gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten.
Karlsruhe will demnächst über Wehrpflicht entscheiden
Das Bundesverfassungsgericht wird möglicherweise in den nächsten Wochen über die Wehrpflicht entscheiden. Sie halte eine Entscheidung noch im Frühjahr für realistisch, sagte die Gerichtssprecherin Carola von Paczensky in Karlsruhe. Sie bestätigte damit einen Focus-Bericht. Demnach will die scheidende Gerichtspräsidentin Jutta Limbach das Verfahren noch vor ihrem Ausscheiden abschließen. Limbachs Amtszeit endet zum 1. April, falls bis dahin ein Nachfolger gewählt ist.
Einbrecher verwüsteten Berufsschule
Einbrecher haben am Wochenende eine Berufsschule in Gera verwüstet. Nach Polizeiangaben vom Montag verschafften sie sich durch ein Kellerfenster Zutritt und öffneten gewaltsam mehrere Klassenzimmer sowie das Sekretariat und Direktorenzimmer. Sie warfen Schränke, Monitore und Fernseher auf den Boden. Die Höhe des Sachschadens ist noch nicht bekannt. Was die Diebe erbeutet haben, ist ebenfalls noch unklar
Neuer Gewaltausbruch im Nahen Osten
Nach Tagen relativer Ruhe haben neue Gewaltakte zwischen Israelis und Palästinensern wieder vier Todesopfer auf beiden Seiten gefordert. Zuvor hatten die Palästinenser alle politischen und Sicherheitskontakte zu Israel eingefroren. Mit dieser Entscheidung reagierten sie auf die anhaltende Blockade des Palästinenserpräsidenten Jassir Arafat in Ramallah. Israels Premier Ariel Scharon ist indes zu einer Diskussion mit Saudi-Arabien über einen neuen Nahost-Friedensplan bereit.
Hund kam Brötchen-Dieb auf die Fährte
Ein Fährtenhund hat einem 17 Jahre alten Einbrecher am Wochenende in Gera das Handwerk gelegt. Der Jugendliche hatte aus einem Verkaufswagen Backwaren und Süßigkeiten im Wert von etwa 17 Euro (etwa 33 Mark) gestohlen, teilte die Polizei am Montag mit. Zwei Streifenpolizisten entdeckten den Dieb, konnten ihn jedoch nicht fassen. Der Fährtenhund fand den Jugendlichen dann in einer Kleingartenanlage.
Koalition macht Union Kompromissangebot bei Zuwanderung
Im Streit um das geplante Zuwanderungsgesetz geht die rot-grüne Koalition weiter auf die Union zu. Um den von CDU und CSU bislang rundum abgelehnten Gesetzentwurf zu retten, versuchen SPD und Grüne mit einem Kompromissangebot, die im Bundesrat benötigte Zustimmung von Unionsseite zu erreichen. Die Koalition habe sich geeinigt, noch einmal einen Schritt auf die Union zuzugehen. Das sagte Grünenchefin Claudia Roth in Berlin. Unionskanzlerkandidat Edmund Stoiber äußerte sich zurückhaltend zu den Einigungssignalen.
Öffentlichkeit wurde ausgeschlossen
Im Prozess wegen Mordes an einer Geschäftsfrau aus Fulda ist am Montag die Öffentlichkeit ausgeschlossen worden. Der 19-jährige Angeklagte will sich vor dem Erfurter Landgericht zur Tat äußern. Er hat nach eigenen Aussagen Angst vor Repressalien und sei schon bedroht worden. Der Jugendliche soll die 54-Jährige am 17. August vergangenen Jahres in ihrem Military- und Outlook-Laden erstochen haben. Die Staatsanwaltschaft vermutet Hintermänner oder Komplizen bei der Tat.
Regierung fördert Berufsausbildung für benachteiligte Jugendliche
Die Bundesregierung will sozial benachteiligte Jungendliche durch ein neues Förderprogramm beim Abschluss einer Berufsausbildung unterstützen. Bildungsministerin Edelgard Bulmahn bezeichnete es als alarmierend, dass Bildungschancen in Deutschland stark von der sozialen Herkunft abhingen. Durch das Programm sollen Initiativen gegen Benachteiligung mit rund 53 Millionen Euro bis 2005 gefördert werden.
Thüringer SPD kritisiert getrennte Schulgesetze
Die PDS-Landtagsfraktion hat Pläne der Landesregierung für zwei getrennte Schulgesetze für behinderte und nichtbehinderte Kinder kritisiert. Die Entwürfe zeigten, dass die Landesregierung behinderte Menschen weiter ausgrenzen und zu ihrem angenommenen «eigenen Vorteil» gesondert unterrichten wolle, sagte der behindertenpolitische Sprecher Maik Nothnagel am Montag in Erfurt. Während im Ausland integrative Systeme weiter ausgebaut würden, halte Thüringen an seinem alten selektiven Schulsystem fest.
Bundesrechnungshof will Transrapidprojekte überprüfen
Der Bundesrechnungshof will die Transrapidstrecken in Bayern und Nordrhein-Westfalen überprüfen. Das sagte ein Sprecher der Behörde dem Tagesspiegel. Für beide Projekte will der Bund Zuschüsse von zusammen 2,3 Milliarden Euro zur Verfügung stellen. Am Wochenende hatte Verkehrsminister Kurt Bodewig erklärt, dass der Metrorapid zwischen Düsseldorf und Dortmund mit 1,75 Milliarden Euro unterstützt werde. Für die Strecke zwischen dem Münchner Hauptbahnhof und dem Flughafen soll Bayern 550 Millionen Euro erhalten
Thüringer Studenten sind jünger und ärmer
Die Thüringer Studenten sind durchschnittlich zwei Jahre jünger als ihre Kommilitonen in anderen Bundesländern, leben meist in Wohngemeinschaften und haben bundesweit fast die wenigsten Einnahmen pro Monat. Das geht aus einer repräsentativen Studie über die wirtschaftliche und soziale Lage der Studenten in Thüringen hervor, die das Studentenwerk Jena-Weimar am Montag in Jena vorstellte. Die Studie basiert auf der 16. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerkes aus dem Jahr 2000.
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Autor: nnzKeine Verteilungsspielräume bei Verhandlungen
Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie sieht für die am Dienstag in Berlin beginnenden Tarifverhandlungen keine Verteilungsspielräume. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die 950 000 deutschen Bauleute seien alles andere als rosig, sagte Verbandshauptgeschäftsführer Michael Knipper der Leipziger Volkszeitung (Dienstagausgabe). Im Osten sei in diesem Jahr mit einem Umsatzrückgang von fünf Prozent zu rechnen, auch im Westen werde es einen leichten Rückgang geben.
Mindestens zehn Israelis bei Anschlag in Jerusalem verletzt
Zwei Palästinenser haben an einer Bushaltestelle in Jerusalem das Feuer auf die wartende Menge eröffnet und mindestens zehn Israelis verletzt. Nach israelischen Rundfunkberichten wurde einer der Attentäter von Polizisten und Soldaten erschossen, während der zweite entkommen konnte. Der Zustand von fünf Verletzten sei ernst. Unter den Verletzten sind den Angaben zufolge auch drei Polizisten.
Umformtechnik will von BMW profitieren
Der Erfurter Pressenhersteller Umformtechnik will vom Bau des neuen BMW-Werkes in Leipzig profitieren. Die Firma werde sich an der Ausschreibung von Ausrüstungsaufträgen beteiligen, sagte der Leiter Service, Rüdiger Kerst, am Montag beim Besuch von Unionskanzlerkandidat Edmund Stoiber (CSU) in dem Unternehmen. Er bekräftigte, dass Umformtechnik nach der Übernahme durch die baden- württembergische Müller Weingarten AG trotz schwacher Konjunktur schnell aus den roten Zahlen gebracht werden soll.
Sportzeitung entschuldigt sich wegen falschen Doping-Verdachts
Die Gazzetta dello Sport hat Jan Ullrich fälschlicherweise verdächtigt, gegen Doping-Bestimmungen verstoßen zu haben. Das italienische Blatt entschuldigte sich bereits für eine entsprechende Falschmeldung auf ihrer Internet-Seite. Im Zuge der Doping-Ermittlungen des vergangenen Giro d'Italia war Ullrich unterstellt worden, die italienische Polizei ermittle gegen den Telekom-Kapitän auch wegen verbotenen Insulin-Gebrauchs.
Brückenbau gefährdet Dohlenkolonie
Die größte Dohlenkolonie Thüringens ist durch geplante Bauarbeiten an der Saalebrücke Jena-Göschwitz gefährdet. Die Sanierung dieser Brücke und der Neubau einer zweiten beim Ausbau der A 4 bis 2006 werde das Brutverhalten der unter Artenschutz stehenden Vögel erheblich stören, teilte die Stadtverwaltung Jena am Montag mit. Deshalb müssen nach einem Gutachten des Instituts für Ökologie der Universität Jena vorher Ersatzbrutstätten in der Nähe der Kolonie errichten werden. Seit 1998 werden bereits Nistkästen angebracht.
Arbeitslosigkeit steigt laut Welt auf 4,32 Millionen
Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist nach Informationen der «Welt» weiter gestiegen. Im Februar 2002 waren danach 4,32 Millionen Menschen ohne Arbeit. Das wäre ein Plus von 210 000 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresmonat. Das Blatt beruft sich dabei auf interne Berechnungen der Nürnberger Bundesanstalt für Arbeit. Im Vergleich zum Vormonat Januar sei danach die Erwerbslosigkeit im Februar um 30 000 gestiegen.
PDS will neues Datschen-Recht verhindern
Die PDS hat an die Ministerpräsidenten der neuen Länder und den Regierenden Bürgermeister von Berlin und appelliert, im Bundesrat zu verhindern, dass das neue Datschen-Recht in dieser Form in Kraft tritt. Das am Freitag vom Bundestag verabschiedete Gesetz beinhalte keinen gerechten Ausgleich zwischen den legitimen Interessen der Grundstückseigentümer und der Nutzer, schrieb die rechtspolitische Sprecherin der PDS-Fraktion, Evelyn Kenzler, am Montag in einem Offenen Brief an die Regierungschefs.
Inflation auf 1,7 Prozent gefallen
Niedrigere Preise für Benzin, Heizöl und Gas haben nach dem Zwischenhoch zu Jahresbeginn die Inflation in Deutschland wieder unter die Marke von zwei Prozent gedrückt. Im Februar schwächte sich die jährliche Teuerung auf 1,7 Prozent ab. Das teilte des Statistische Bundesamt in Wiesbaden auf der Basis der Ergebnisse aus sechs Bundesländern mit. Von Januar auf Februar zogen die Verbraucherpreise demnach nur noch um 0,3 Prozent an.
Haschisch bei Autokontrolle gefunden
Bei einer Fahrzeugkontrolle auf der A 4 hat die Polizei Gera am Montag bei einem 24-Jährigen 24 Gramm Haschisch gefunden. Zuvor seien bei einem 21-Jährigen 5,4 Gramm sicher gestellt worden, teilte die Polizei mit. Beide müssen sich wegen des Verstoßens gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten.
Karlsruhe will demnächst über Wehrpflicht entscheiden
Das Bundesverfassungsgericht wird möglicherweise in den nächsten Wochen über die Wehrpflicht entscheiden. Sie halte eine Entscheidung noch im Frühjahr für realistisch, sagte die Gerichtssprecherin Carola von Paczensky in Karlsruhe. Sie bestätigte damit einen Focus-Bericht. Demnach will die scheidende Gerichtspräsidentin Jutta Limbach das Verfahren noch vor ihrem Ausscheiden abschließen. Limbachs Amtszeit endet zum 1. April, falls bis dahin ein Nachfolger gewählt ist.
Einbrecher verwüsteten Berufsschule
Einbrecher haben am Wochenende eine Berufsschule in Gera verwüstet. Nach Polizeiangaben vom Montag verschafften sie sich durch ein Kellerfenster Zutritt und öffneten gewaltsam mehrere Klassenzimmer sowie das Sekretariat und Direktorenzimmer. Sie warfen Schränke, Monitore und Fernseher auf den Boden. Die Höhe des Sachschadens ist noch nicht bekannt. Was die Diebe erbeutet haben, ist ebenfalls noch unklar
Neuer Gewaltausbruch im Nahen Osten
Nach Tagen relativer Ruhe haben neue Gewaltakte zwischen Israelis und Palästinensern wieder vier Todesopfer auf beiden Seiten gefordert. Zuvor hatten die Palästinenser alle politischen und Sicherheitskontakte zu Israel eingefroren. Mit dieser Entscheidung reagierten sie auf die anhaltende Blockade des Palästinenserpräsidenten Jassir Arafat in Ramallah. Israels Premier Ariel Scharon ist indes zu einer Diskussion mit Saudi-Arabien über einen neuen Nahost-Friedensplan bereit.
Hund kam Brötchen-Dieb auf die Fährte
Ein Fährtenhund hat einem 17 Jahre alten Einbrecher am Wochenende in Gera das Handwerk gelegt. Der Jugendliche hatte aus einem Verkaufswagen Backwaren und Süßigkeiten im Wert von etwa 17 Euro (etwa 33 Mark) gestohlen, teilte die Polizei am Montag mit. Zwei Streifenpolizisten entdeckten den Dieb, konnten ihn jedoch nicht fassen. Der Fährtenhund fand den Jugendlichen dann in einer Kleingartenanlage.
Koalition macht Union Kompromissangebot bei Zuwanderung
Im Streit um das geplante Zuwanderungsgesetz geht die rot-grüne Koalition weiter auf die Union zu. Um den von CDU und CSU bislang rundum abgelehnten Gesetzentwurf zu retten, versuchen SPD und Grüne mit einem Kompromissangebot, die im Bundesrat benötigte Zustimmung von Unionsseite zu erreichen. Die Koalition habe sich geeinigt, noch einmal einen Schritt auf die Union zuzugehen. Das sagte Grünenchefin Claudia Roth in Berlin. Unionskanzlerkandidat Edmund Stoiber äußerte sich zurückhaltend zu den Einigungssignalen.
Öffentlichkeit wurde ausgeschlossen
Im Prozess wegen Mordes an einer Geschäftsfrau aus Fulda ist am Montag die Öffentlichkeit ausgeschlossen worden. Der 19-jährige Angeklagte will sich vor dem Erfurter Landgericht zur Tat äußern. Er hat nach eigenen Aussagen Angst vor Repressalien und sei schon bedroht worden. Der Jugendliche soll die 54-Jährige am 17. August vergangenen Jahres in ihrem Military- und Outlook-Laden erstochen haben. Die Staatsanwaltschaft vermutet Hintermänner oder Komplizen bei der Tat.
Regierung fördert Berufsausbildung für benachteiligte Jugendliche
Die Bundesregierung will sozial benachteiligte Jungendliche durch ein neues Förderprogramm beim Abschluss einer Berufsausbildung unterstützen. Bildungsministerin Edelgard Bulmahn bezeichnete es als alarmierend, dass Bildungschancen in Deutschland stark von der sozialen Herkunft abhingen. Durch das Programm sollen Initiativen gegen Benachteiligung mit rund 53 Millionen Euro bis 2005 gefördert werden.
Thüringer SPD kritisiert getrennte Schulgesetze
Die PDS-Landtagsfraktion hat Pläne der Landesregierung für zwei getrennte Schulgesetze für behinderte und nichtbehinderte Kinder kritisiert. Die Entwürfe zeigten, dass die Landesregierung behinderte Menschen weiter ausgrenzen und zu ihrem angenommenen «eigenen Vorteil» gesondert unterrichten wolle, sagte der behindertenpolitische Sprecher Maik Nothnagel am Montag in Erfurt. Während im Ausland integrative Systeme weiter ausgebaut würden, halte Thüringen an seinem alten selektiven Schulsystem fest.
Bundesrechnungshof will Transrapidprojekte überprüfen
Der Bundesrechnungshof will die Transrapidstrecken in Bayern und Nordrhein-Westfalen überprüfen. Das sagte ein Sprecher der Behörde dem Tagesspiegel. Für beide Projekte will der Bund Zuschüsse von zusammen 2,3 Milliarden Euro zur Verfügung stellen. Am Wochenende hatte Verkehrsminister Kurt Bodewig erklärt, dass der Metrorapid zwischen Düsseldorf und Dortmund mit 1,75 Milliarden Euro unterstützt werde. Für die Strecke zwischen dem Münchner Hauptbahnhof und dem Flughafen soll Bayern 550 Millionen Euro erhalten
Thüringer Studenten sind jünger und ärmer
Die Thüringer Studenten sind durchschnittlich zwei Jahre jünger als ihre Kommilitonen in anderen Bundesländern, leben meist in Wohngemeinschaften und haben bundesweit fast die wenigsten Einnahmen pro Monat. Das geht aus einer repräsentativen Studie über die wirtschaftliche und soziale Lage der Studenten in Thüringen hervor, die das Studentenwerk Jena-Weimar am Montag in Jena vorstellte. Die Studie basiert auf der 16. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerkes aus dem Jahr 2000.
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