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Lesen lernen mit dem Floh

Dienstag, 04. September 2007, 16:25 Uhr
Nordhausen (nnz). Lesen lernt man nur durch Lesen. Manche Kinder haben dazu aber keine Lust. Ein neues Projekt soll Interesse wecken. Was ein Lese-Fitneßtraining ist, das hat nnz herausgefunden.

„Neu und einmalig ist in diesem Schuljahr, dass allen 1. bis 4. Klassen in Thüringen das umfangreiche Material über einen Zeitraum von drei Monaten kostenlos zur Verfügung gestellt wird“, freut sich der tlv Landesvorsitzende Rolf Busch über diese Möglichkeit für Lehrer, Eltern und besonders für die Schüler.

Ohne Druck, dafür kindgerecht mit sportlich-spielerischem Ansporn wird Kindern durch das FLOH-Lesefitness-Training das Lesenlernen vermittelt. Längst nicht alle Kinder üben ausreichend, um die Qualifikation Lesen in der Grundschule zu erwerben. Frühzeitige Unterstützung ist für diejenigen dringend notwendig, die die Faszination Lesen nicht selbst entdecken. "Wir reden immer vom Lesen und dabei oft zu wenig von geeignetem Lesestoff. Aber Lesen lernt man eben nur durch Lesen. Deshalb bilden auch die Texte der vom tlv mit herausgegebenen Schul-Jugendzeitschriften FLOHKISTE/floh! die Plattform des Lesefitness-Trainings", so der Vorsitzende des Kuratoriums der Stiftung LERNEN der Schul-Jugendzeitschriften FLOHKISTE/floh!, Günther Brinek.

Die gesamte Bildung in allen anderen Bereichen baut auf der Fähigkeit des Lesens und somit des Verstehens auf. Alexander Grimm, der Landeselternsprecher der Thüringer Grundschulen begründet die Unterstützung der Kreiselternsprecher wie folgt: „Die Eltern sollten von Anfang an in allen Bereichen der Kinderbildung aktiv mitwirken, denn das Konzept des FLOH-Lesefitness-Trainings deckt auch diese Mitarbeit der Eltern ab. Kinder lesen aus den Materialien zu Hause vor, erhalten dadurch zusätzliche Lesekompetenz, und somit auch durch die Lernerfolge immer wiederkehrende
Motivation durch den erlebten Erfolg“.

Das FLOH-Lesefitness-Training wurde von Pädagogen entwickelt und wird im
Unterricht ohne Anleitung des Lehrers durchgeführt. Das Konzept basiert auf zwei Übungsformen, dem Tempo- und dem Leseverständnis-Check. Zu einem im Unterricht gelesenen Text werden in schriftlicher Form Fragen gestellt, die im Multiple-Choice-Verfahren zu beantworten sind. Hier wird nicht nur die Lesegeschwindigkeit sondern – was in der üblichen Leselernpraxis häufig vernachlässigt wird – auch das Verständnis abgefragt. Nach einem Punktesystem bewertet jedes Kind seine individuellen Fortschritte und dokumentiert diese in seinem eigenen Checkheft. So werden auch bislang wenig interessierte Kinder motiviert, weiter zu üben. Für die Lehrerinnen und Lehrer entsteht darüber hinaus eine wertvolle Diagnosehilfe. Insgesamt werden pro Schuljahr 5 (1. Klasse) bzw. 7 (2. – 4. Klasse) Checks in vierwöchigen Abständen in der Klasse durchgeführt.

Anmeldeschluss für die zweite bis vierte Jahrgangsstufe ist der 15. Oktober 2007, für die ersten Klassen der 31. Januar 2008.Die Klassenlehrer müssen unter www.thueringer-lesefitness.de oder direkt über die Stiftung LERNEN (stifung@floh.de) ihre Klasse anmelden.
Autor: nnz

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