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Spannende Aktion rund ums Auto

Dienstag, 04. September 2007, 16:29 Uhr
Nordhausen (nnz). Diskofahrten sind voller Tücken. Die jungen Leute überschätzen ihr Fahrkönnen und ihre Konzentrationsfähigkeit. Wenn dann noch Alkohol und Drogen im Spiel sind, dann wird’s sehr gefährlich. Aufklärung tut dringend Not.

aktionstag (Foto: wf) aktionstag (Foto: wf)

Die Kreisverkehrswacht läßt sich seit vielen Jahren immer wieder spannende Aktionen für junge Autofahrer einfallen. Auch heute fand wieder eine Veranstaltung für die 18 bis 25 Jährigen statt. Hinter dem IKL-Bildungszentrum ging es darum, die hohe Unfallbelastung der jungen Fahrer abzubauen.

Unzureichende Fahrpraxis und Selbstüberschätzung führen dazu, daß junge Leute mehr Unfälle bauen als alte Hasen. Obwohl die 18- 25 jährigen nur acht Prozent der Bevölkerung stellen, wird mehr als ein Fünftel (22%) aller Unfälle mit Personenschaden von dieser Altersgruppe verursacht. Das belegen Untersuchungen des Statistischen Bundesamtes.

Anfängerfehler haben viele Ursachen. Mancher beugt sich dem Druck der Gruppe, die besonders schnelles Fahren cool findet, aber über maßvolles Fahren Witze macht. Kindisches Imponiergehabe im Auto ist keine Seltenheit, besonders wenn die Freundin daneben sitzt. Regelrechte Rennen werden veranstaltet und dabei auch andere Verkehrsteilnehmer gefährdet.

Diskofahrten haben ihre eigenen Tücken. Junge Fahrer überschätzen oft ihre Aufmerksamkeitsfähigkeit und Konzentration. Häufig sind sie nach einer Diskonacht in den frühen Morgenstunden unterwegs. Allein der Schlafentzug, von dem der Fahrer durch laute Musik und Tanz nichts bemerkt hat, macht ihn ähnlich fahruntüchtig wie Bier und Wein. Die süßlich schmeckenden Alkopops mindern ganz erheblich die Reaktionsfähigkeit am Steuer. Leicht kommt es bei übernächtigten Fahrern zum Sekundenschlaf und damit zu Unfällen mit verheerenden Folgen.

Genau hier setzt die Arbeit der Kreisverkehrswacht mit der „Aktion Junge Fahrer“ an. Das Aktionsprogramm, die direkte Ansprach der jungen Fahrer und eine intensive Presse- und Öffentlichkeitsarbeit werden jährlich durchgeführt.

Beim heutigen Aktionstag wurden die regionalen Besonderheiten der Freizeit- und Verkehrsinfrastruktur im Landkreis berücksichtigt. Das Programm wurde nach den Interessen junger Auszubildender zusammengestellt und fand in Zusammenarbeit mit dem IKL-Bildungszentrum und der Staatlichen Berufsbildenden Schule statt. die Veranstaltung war offen für alle interessierten Jugendlichen.

Es wurden zahlreiche erlebnisorientierte Simulatoren angeboten. Die jungen Fahrer konnten Fahr- und Bremssimulatoren, einen Überschlagsimulator und einen Gurtschlitten ausprobieren. Erste Hilfe Demonstrationen, eine Diskussionsrunde und ein Infostand rundeten das Programm ab. Ziel war es, daß die jungen Leute mitmachen und ihre Erfahrungen im Gespräch mit Experten einbringen konnten.

Die „Aktion junge Fahrer“ ist eine Initiative der Deutschen Verkehrswacht. sie wird unterstützt vom Bundesverkehrsministerium. Mit rund 320 Teilnehmern wurde die heutige Veranstaltung sehr gut angenommen, teilte Projektleiter Dieter Köhler von der Kreisverkehrswacht der nnz mit. Er möchte sich auf diesem Weg bei allen Helfern bedanken.

Wer die heutige Veranstaltung für junge Fahrer verpaßt hat, sollte sich den 18.09. vormerken. Ab 8.00 Uhr bis 16.00 Uhr gibt es eine Unfallsimulation und vielfältige Aktionsmöglichkeiten in der Straße der Genossenschaften zu erleben.
Autor: wf

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