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20 Milliarden Euro Umsatz

Montag, 25. Februar 2002, 12:54 Uhr
Nordhausen (nnz). Der Umsatz der Thüringer Industrie stieg im Jahr 2001 auf fast 20 Milliarden Euro. Welche Wirtschaftszweige dabei die Motoren der Entwicklung waren, das sagt Ihnen die nnz.


Die Thüringer Industriebetriebe mit im Allgemeinen 20 und mehr Beschäftigten erzielten nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik im Jahr 2001 einen Umsatz in Höhe von 19,7 Milliarden Euro (38,6 Milliarden DM) und überboten das Ergebnis des Jahres 2000 um 3,5 Prozent. Die höchsten Umsätze erzielten die Wirtschaftszweige Ernährungsgewerbe (2,6 Milliarden Euro) und der Fahrzeugbau (1,9 Milliarden Euro). Es folgten mit einem Umsatzvolumen von mehr als 1 Milliarde Euro die Wirtschaftszweige: Herstellung von Metallerzeugnissen, Maschinenbau, Herstellung von Geräten der Elektrizitätserzeugung, -verteilung usw., Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren, Glasgewerbe, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden und Medizin-, Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik, Optik. Die Wirtschaftszweige Recycling (Anteil am Gesamtumsatz: 0,1 Prozent), Bekleidungsgewerbe (0,1 Prozent) und Sonstiger Fahrzeugbau (0,3 Prozent) sind in Thüringen von untergeordneter Bedeutung.

Die Exportquote, der Anteil des Auslandsumsatzes am Umsatz, lag 2001 mit 23,4 Prozent über dem Niveau des Jahres zuvor (22,8 Prozent). Einen hohen Exportanteil meldeten die Wirtschaftszweige Fahrzeugbau (42,9 Prozent), Medizin-, Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik (39,6 Prozent), Optik, Chemische Industrie, Metallerzeugung und -bearbeitung, Rundfunk-, Fernseh- und Nachrichtentechnik, Textilgewerbe, Holzgewerbe und Maschinenbau.

Im Monatsdurchschnitt 2001 arbeiteten fast 138 Tausend Personen in den Thüringer Industriebetrieben mit mehr als 20 Beschäftigten. Das waren 3,7 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Folgende Wirtschaftszweige mit einer hohen Beschäftigtenzahl im Monatsdurchschnitt 2001 wurden ermittelt: Herstellung von Metallerzeugnissen (16 591 Beschäftigte), Ernährungsgewerbe (15 733 Beschäftigte), Maschinenbau, Glasgewerbe, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden, Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren, Herstellung von Geräten der Elektrizitätserzeugung, -verteilung usw., Fahrzeugbau und Medizin-, Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik, Optik. In den Wirtschaftszweigen Recycling und Bekleidungsgewerbe sind in Thüringen (mit einem Anteil von je 0,2 Prozent an den Gesamtbeschäftigten) relativ wenig Personen beschäftigt.

Die Produktivität, berechnet als Umsatz je Beschäftigten, lag im Jahr 2001 mit 143 Tausend Euro (280 Tausend DM) geringfügig unter dem Ergebnis des Jahres 2000. Die höchste Produktivität wurde für den Wirtschaftszweig Fahrzeugbau (200 Tausend Euro) ermittelt. Es folgten Papiergewerbe, Ernährungsgewerbe, Chemische Industrie, Holzgewerbe, Herstellung von Geräten der Elektrizitätserzeugung, -verteilung usw., Metallerzeugung und -bearbeitung und Verlagsgewerbe. Deutlich unter dem Landesdurchschnitt lag das Bekleidungsgewerbe (44 Tausend Euro).
Autor: nnz

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