nnz-Forum: NUV sollte lernen
Freitag, 31. August 2007, 16:12 Uhr
Nordhausen (nnz). Der Nordhäuser Unternehmerverband lässt Engagement und Initiativen für nachhaltiges Wirtschaften vermissen, meinen die Bündnisgrünen im Landkreis Nordhausen. Sie lassen unter anderem die Geschichte der Naturparke Revue passieren.
Die Geschichte der Naturparke Deutschland beginnt im Jahre 1954 mit dem Großkaufmann Alfred Töpfer. Dieser Großkaufmann wurde zum Wegbereiter und könnte ein Vorbild für den Nordhäuser Unternehmerverband sein. Im Oktober 1963 fand in Irrel in der Südeifel die Gründung des Vereins Deutscher Naturparke (VDN) statt. Im Harz und damit auch für den Südharz war eine Partizipation an dieser Entwicklung hinter der Mauer bis 1989 nicht möglich.
1990 bot sich auch für die Neuen Bundesländer die Chance, den Reichtum der Harz/Südharzregion touristisch nachhaltig zu nutzen. 1995 und später 2001 wurden die Aufgaben und Ziele der Deutschen Naturparke von 1984 überarbeitet. Naturparke sind durch ihre landschaftlichen Gegebenheiten besonders für die Entwicklung eines nachhaltigen Tourismus geeignet. Sie sind Gebiete einer nachhaltigen Wirtschaftsförderung durch eine touristische Regionalentwicklung.
2006 wurde das Jahr der Naturparke zur großen touristischen Werbekampagne im Harz vom Land Niedersachsen und dem Land Sachsen Anhalt genutzt. Das Land Thüringen nahm an dieser Initiative nicht nur nicht teil, sondern verhindert bis zum heutigen Tag die Integration des Südharzes in den Naturpark Harz. Durch das Markenzeichen Naturpark konnte seither der Niedersächsische und der Sachsen-Anhaltinische Teil des Harzes profitieren.
Dem Südharz, Thüringer Teil des Harzes, wird konstant diese für die touristische und damit auch wirtschaftliche Entwicklung der Stadt Nordhausen als auch der Kommunen des Landkreises die notwendige Teilhabe am Naturpark Harz vom Nordhäuser Unternehmerverband (NUV) und durch die Landesregierung verweigert. Dies geschieht eindeutig durch mangelnde Sach- und Fachkenntnis. Es gibt für diese Verweigerung keine sachliche Grundlage, die im Zusammenhang mit Restriktionen durch den Naturschutz steht. Kreistag und Stadt Nordhausen fordern seit Jahren, der Kreistag zuletzt in seinem Beschluss vom 16.05.2006, die Ausweisung des Naturpark Harz durch die Landesregierung.
Bündnis 90/Die Grünen fordert die Stadträte und die Mitglieder des Kreistages, die Landesregierung und insbesondere den Nordhäuser Unternehmerverband auf, endlich den Naturpark Harz durch Einbeziehung des Südharzes aus seiner Torso-Existenz zu befreien. Tourismus ist ein Wirtschaftsfaktor, der mehr Arbeitsplätze schafft als die Rohstoffindustrie des Landkreises. Das sollte in der CDU-Landesregierung bekannt sein, und daraus sollte sie die Initiative zum Handeln ableiten.
Die Konferenz Natura 2000 vom 22.-24.08.07 in Schierke führte den Vertretern des Kreistages Nordhausen Doris Apel (SPD) und Gisela Hartmann (B90/Grüne) deutlich vor Augen, in welch gravierendem Umfang der Südharz von der touristischen Entwicklung des Harzes u. a. durch die Schuld der Landesregierung immer noch abgekoppelt ist.
Gisela Hartmann, Kreistag Nordhausen
Die Geschichte der Naturparke Deutschland beginnt im Jahre 1954 mit dem Großkaufmann Alfred Töpfer. Dieser Großkaufmann wurde zum Wegbereiter und könnte ein Vorbild für den Nordhäuser Unternehmerverband sein. Im Oktober 1963 fand in Irrel in der Südeifel die Gründung des Vereins Deutscher Naturparke (VDN) statt. Im Harz und damit auch für den Südharz war eine Partizipation an dieser Entwicklung hinter der Mauer bis 1989 nicht möglich.
1990 bot sich auch für die Neuen Bundesländer die Chance, den Reichtum der Harz/Südharzregion touristisch nachhaltig zu nutzen. 1995 und später 2001 wurden die Aufgaben und Ziele der Deutschen Naturparke von 1984 überarbeitet. Naturparke sind durch ihre landschaftlichen Gegebenheiten besonders für die Entwicklung eines nachhaltigen Tourismus geeignet. Sie sind Gebiete einer nachhaltigen Wirtschaftsförderung durch eine touristische Regionalentwicklung.
2006 wurde das Jahr der Naturparke zur großen touristischen Werbekampagne im Harz vom Land Niedersachsen und dem Land Sachsen Anhalt genutzt. Das Land Thüringen nahm an dieser Initiative nicht nur nicht teil, sondern verhindert bis zum heutigen Tag die Integration des Südharzes in den Naturpark Harz. Durch das Markenzeichen Naturpark konnte seither der Niedersächsische und der Sachsen-Anhaltinische Teil des Harzes profitieren.
Dem Südharz, Thüringer Teil des Harzes, wird konstant diese für die touristische und damit auch wirtschaftliche Entwicklung der Stadt Nordhausen als auch der Kommunen des Landkreises die notwendige Teilhabe am Naturpark Harz vom Nordhäuser Unternehmerverband (NUV) und durch die Landesregierung verweigert. Dies geschieht eindeutig durch mangelnde Sach- und Fachkenntnis. Es gibt für diese Verweigerung keine sachliche Grundlage, die im Zusammenhang mit Restriktionen durch den Naturschutz steht. Kreistag und Stadt Nordhausen fordern seit Jahren, der Kreistag zuletzt in seinem Beschluss vom 16.05.2006, die Ausweisung des Naturpark Harz durch die Landesregierung.
Bündnis 90/Die Grünen fordert die Stadträte und die Mitglieder des Kreistages, die Landesregierung und insbesondere den Nordhäuser Unternehmerverband auf, endlich den Naturpark Harz durch Einbeziehung des Südharzes aus seiner Torso-Existenz zu befreien. Tourismus ist ein Wirtschaftsfaktor, der mehr Arbeitsplätze schafft als die Rohstoffindustrie des Landkreises. Das sollte in der CDU-Landesregierung bekannt sein, und daraus sollte sie die Initiative zum Handeln ableiten.
Die Konferenz Natura 2000 vom 22.-24.08.07 in Schierke führte den Vertretern des Kreistages Nordhausen Doris Apel (SPD) und Gisela Hartmann (B90/Grüne) deutlich vor Augen, in welch gravierendem Umfang der Südharz von der touristischen Entwicklung des Harzes u. a. durch die Schuld der Landesregierung immer noch abgekoppelt ist.
Gisela Hartmann, Kreistag Nordhausen
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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