Bullen und Bären im nnz-Aktien-Tipp
Montag, 25. Februar 2002, 08:49 Uhr
Nordhausen/Frankfurt (nnz). Die nnz bietet in lockerer Folge Analysen und Markteinschätzungen an. Das Material wird nnz von der Helaba zur Verfügung gestellt. Heute: 25.2.2002
Die US-Aktienmärkte gingen fester ins Wochenende. Dafür waren insbesondere Aktien aus dem Halbleiterbereich verantwortlich, nachdem Schätzungen über eine erhöhte Nachfrage und damit höhere Margeneinnahmen seitens mancher Manager veröffentlicht wurden. Diese Umstände und Argumentationen überraschen allerdings sehr, man muss nicht lange suchen um ein weiteres prominentes Unternehmen wie Computer Associates zu finden, welches Bilanzierungs- und Liquiditätsprobleme hat. Diese verloren dann auch folgerichtig 15,8%. Mit JP Morgan Chase (-3,3%) kommt schon das nächste große DOW-Unternehmen ebenfalls in Bedrängnis. Für mich stellt sich angesichts solch exorbitanter Divergenzen die Frage, wo die Amerikaner ihren permanenten Optimismus hernehmen. Bleibt zu hoffen, dass sich diese Situation nicht weiter zuspitzt und sich als krachendes Gewitter über uns entlädt. Der Dow Jones stieg bis zum Handelsende um 1,36 % auf 9.968,15 Indexpunkte. Die Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,48 % auf 1.724,54, während der S&P 500 0,82 % auf einen Schlussstand von 1.089,84 kletterte.
Der deutsche Aktienindex ging nach einer insgesamt schwachen Woche am Freitag mit einem Verlust von 2,17 % bei 4.745,58 Zählern aus dem Handel. Interessanterweise haben hierzulande die undurchsichtigen Bilanzierungspraktiken in den USA die Marktteilnehmer mehr verstimmt als dies in den USA selbst der Fall war. Hinzu kommen (wieder einmal) große Kursverluste bei der Deutschen Telekom, sowie ein insgesamt schwacher Telekommunikationsbereich. Die Kursgewinne im US-Handel konnten größtenteils den Handel in Deutschland nicht mehr positiv beeinflussen. Dies wird jedoch heute morgen leicht nachgeholt werden. Insgesamt positiv ist die Tatsache, dass der Dax auf Wochenschlusskursbasis die Unterstützung bei 4.730 verteidigen konnte, dadurch sollte der Abgabedruck etwas nachlassen. In dieser Woche stehen der Ifo-Geschäftsklimaindex, das US-Verbrauchervertrauen, die Einkaufmanagerindices sowie eine Rede von US-Notenbankpräsident Greenspan an. Diese Zahlen und Aussagen werden diese Handelswoche im wesentlichen prägen.
Christian Schmidt, Aktienhandel
Autor: nnz
Die US-Aktienmärkte gingen fester ins Wochenende. Dafür waren insbesondere Aktien aus dem Halbleiterbereich verantwortlich, nachdem Schätzungen über eine erhöhte Nachfrage und damit höhere Margeneinnahmen seitens mancher Manager veröffentlicht wurden. Diese Umstände und Argumentationen überraschen allerdings sehr, man muss nicht lange suchen um ein weiteres prominentes Unternehmen wie Computer Associates zu finden, welches Bilanzierungs- und Liquiditätsprobleme hat. Diese verloren dann auch folgerichtig 15,8%. Mit JP Morgan Chase (-3,3%) kommt schon das nächste große DOW-Unternehmen ebenfalls in Bedrängnis. Für mich stellt sich angesichts solch exorbitanter Divergenzen die Frage, wo die Amerikaner ihren permanenten Optimismus hernehmen. Bleibt zu hoffen, dass sich diese Situation nicht weiter zuspitzt und sich als krachendes Gewitter über uns entlädt. Der Dow Jones stieg bis zum Handelsende um 1,36 % auf 9.968,15 Indexpunkte. Die Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,48 % auf 1.724,54, während der S&P 500 0,82 % auf einen Schlussstand von 1.089,84 kletterte.Der deutsche Aktienindex ging nach einer insgesamt schwachen Woche am Freitag mit einem Verlust von 2,17 % bei 4.745,58 Zählern aus dem Handel. Interessanterweise haben hierzulande die undurchsichtigen Bilanzierungspraktiken in den USA die Marktteilnehmer mehr verstimmt als dies in den USA selbst der Fall war. Hinzu kommen (wieder einmal) große Kursverluste bei der Deutschen Telekom, sowie ein insgesamt schwacher Telekommunikationsbereich. Die Kursgewinne im US-Handel konnten größtenteils den Handel in Deutschland nicht mehr positiv beeinflussen. Dies wird jedoch heute morgen leicht nachgeholt werden. Insgesamt positiv ist die Tatsache, dass der Dax auf Wochenschlusskursbasis die Unterstützung bei 4.730 verteidigen konnte, dadurch sollte der Abgabedruck etwas nachlassen. In dieser Woche stehen der Ifo-Geschäftsklimaindex, das US-Verbrauchervertrauen, die Einkaufmanagerindices sowie eine Rede von US-Notenbankpräsident Greenspan an. Diese Zahlen und Aussagen werden diese Handelswoche im wesentlichen prägen.
Christian Schmidt, Aktienhandel
