Gebrauchte Landschaften
Dienstag, 28. August 2007, 13:31 Uhr
Nordhausen (nnz). In diesem Jahr wird wieder der Innovationspreis des Landkreises Nordhausen vergeben. Wie in den Jahren zuvor rechnen die Organisatoren mit zahlreichen Bewerbungen. Eine davon stellt Ihnen die nnz mit einem einzigen Klick vor.
Eine Bewerbung kommt aus dem Gewerbegebiet am Uthleber Weg in Nordhausen. Unter dem Titel Landschaften aus zweiter Hand wird gemeinsam durch die Tauchsportschule Dr. Tröger und der TiRO Neu GmbH dargestellt, wie aus einem ehemaligen Kiessand-Tagebau ein Areal für Freizeit, Erholung und Naturschutz entsteht.
Viele Hürden in diversen Verwaltungen und Behörden mußten aufgrund des komplexen und komplizierten Bergrechts genommen werden, ehe mit der Realisierung des Vorhabens begonnen werden konnte. Eimerkettenbagger, ein Schwimmfloß oder eine komplette Aufbereitungsanlage mußten demontiert, das Böschungssystem zur Bundesstraße B4 abgeflacht, Mutterboden aufgetragen und Bepflanzungen durchgeführt werden.
Hintergrund der Investitionen des Unternehmens in Höhe von bisher über 200.000 Euro war die Etablierung einer überregionalen Tauchbasis. Als kompetenten Partner konnte TiRo hierfür vor drei Jahren Dr. Wolfgang Tröger aus Sondershausen begeistern. Viel war zu tun, um alle Genehmigungen zu erhalten. Viel Begeisterung und Enthusiasmus war von Nöten, um aus einer ehemaligen abbruchreifen Lagerhalle ein Tauschsportzentrum mit Gastronomie, modernen sanitären Einrichtungen, eine Kompressorstation sowie Stellplätzen für Wohnwagen und Zelte der Tauchsportler entstehen zu lassen. Mittlerweile sind bereits 2 Mitarbeiter hier fest beschäftigt.
Geht man die Treppe zum Rand des ehemaligen Baggersees hinunter, dann erwartet die Tauchsportler ein moderner Einstieg ins Wasser, inklusive einer Plattform. Doch das ist noch nicht alles: Selbst unter Wasser wurden in 5, 8 und 30 Meter Tiefe Plattformen installiert, um die Taucher in der unterschiedlichen Tiefe des Gewässers ausbilden zu können. Auch zwei Schiffswracks sind zwischenzeitlich zum Abenteuertauchen versenkt worden. Das Vorhaben ist jedoch noch lange nicht abgeschlossen. Sowohl die Firma TiRO als auch Dr. Tröger arbeiten an einem weiteren Ausbau ihres Angebotes.
Eine schwimmendes Fischrestaurant sowie ein Bootsverleih sind im Plan. Hierzu sind jedoch wiederum Partner aus öffentlichen Verwaltungen ins Boot zu holen. TiRO-Juniorchef Niels Neu und Dr. Wolfgang Tröger gehen davon aus, daß sie auch in Zukunft von der Nordhäuser Stadtverwaltung unterstützt werden. Gerade innerhalb der Diskussion um die Nachnutzung der Kiestagebaue ist es für Neu und Tröger wichtig aufzuzeigen, daß es nicht nur abstrakte Konzepte gibt, sondern auch gemeinsame Möglichkeiten der Realisierung gefunden werden.
Letztlich profitieren viele Seiten von dieser Landschaft aus zweiter Hand und Nordhausen wird nicht nur mit seinem klaren Korn, sondern auch mit dem klaren Tauchsee über die Landesgrenzen hin bekannt.
Autor: nnzEine Bewerbung kommt aus dem Gewerbegebiet am Uthleber Weg in Nordhausen. Unter dem Titel Landschaften aus zweiter Hand wird gemeinsam durch die Tauchsportschule Dr. Tröger und der TiRO Neu GmbH dargestellt, wie aus einem ehemaligen Kiessand-Tagebau ein Areal für Freizeit, Erholung und Naturschutz entsteht.
Viele Hürden in diversen Verwaltungen und Behörden mußten aufgrund des komplexen und komplizierten Bergrechts genommen werden, ehe mit der Realisierung des Vorhabens begonnen werden konnte. Eimerkettenbagger, ein Schwimmfloß oder eine komplette Aufbereitungsanlage mußten demontiert, das Böschungssystem zur Bundesstraße B4 abgeflacht, Mutterboden aufgetragen und Bepflanzungen durchgeführt werden.
Hintergrund der Investitionen des Unternehmens in Höhe von bisher über 200.000 Euro war die Etablierung einer überregionalen Tauchbasis. Als kompetenten Partner konnte TiRo hierfür vor drei Jahren Dr. Wolfgang Tröger aus Sondershausen begeistern. Viel war zu tun, um alle Genehmigungen zu erhalten. Viel Begeisterung und Enthusiasmus war von Nöten, um aus einer ehemaligen abbruchreifen Lagerhalle ein Tauschsportzentrum mit Gastronomie, modernen sanitären Einrichtungen, eine Kompressorstation sowie Stellplätzen für Wohnwagen und Zelte der Tauchsportler entstehen zu lassen. Mittlerweile sind bereits 2 Mitarbeiter hier fest beschäftigt.
Geht man die Treppe zum Rand des ehemaligen Baggersees hinunter, dann erwartet die Tauchsportler ein moderner Einstieg ins Wasser, inklusive einer Plattform. Doch das ist noch nicht alles: Selbst unter Wasser wurden in 5, 8 und 30 Meter Tiefe Plattformen installiert, um die Taucher in der unterschiedlichen Tiefe des Gewässers ausbilden zu können. Auch zwei Schiffswracks sind zwischenzeitlich zum Abenteuertauchen versenkt worden. Das Vorhaben ist jedoch noch lange nicht abgeschlossen. Sowohl die Firma TiRO als auch Dr. Tröger arbeiten an einem weiteren Ausbau ihres Angebotes.
Eine schwimmendes Fischrestaurant sowie ein Bootsverleih sind im Plan. Hierzu sind jedoch wiederum Partner aus öffentlichen Verwaltungen ins Boot zu holen. TiRO-Juniorchef Niels Neu und Dr. Wolfgang Tröger gehen davon aus, daß sie auch in Zukunft von der Nordhäuser Stadtverwaltung unterstützt werden. Gerade innerhalb der Diskussion um die Nachnutzung der Kiestagebaue ist es für Neu und Tröger wichtig aufzuzeigen, daß es nicht nur abstrakte Konzepte gibt, sondern auch gemeinsame Möglichkeiten der Realisierung gefunden werden.
Letztlich profitieren viele Seiten von dieser Landschaft aus zweiter Hand und Nordhausen wird nicht nur mit seinem klaren Korn, sondern auch mit dem klaren Tauchsee über die Landesgrenzen hin bekannt.


