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nnz-Rückspiegel: 23. Februar 2001

Samstag, 23. Februar 2002, 09:27 Uhr
Nordhausen (nnz). Können Sie sich noch erinnern, was vor einem Jahr im Landkreis Nordhausen los war? Die nnz hat im Archiv gesucht und folgende Meldungen gefunden. Heute:
Badehaus, Rinderwahn und fünf Prozent


Badehaus ist keine unliebsame Konkurrenz
In wenigen Tagen ist es soweit: Das Badehaus wird in Nordhausen seine Pforten öffnen. Damit haben die wassersüchtigen Menschen im Landkreis Nordhausen die Wahl zwischen dem Badehaus und der Schwimmhalle in Sollstedt. Der Bürgermeister der Gemeinde Sollstedt, Jürgen Hohberg, bewertet die Eröffnung des Nordhäuser Badehauses nicht als unliebsame Konkurrenz. Er hofft vielmehr auf ein dauerhaftes Nebeneinander „von zwei grundsätzlich verschiedenen Einrichtungen, die das Angebot im Landkreis für eine sinnvolle Freizeitgestaltung bereichern werden“. Für all die, die sich regelmäßig in die Fluten stürzen und etwas für ihre Gesundheit tun wollen, sei es natürlich von großem Vorteil, sich künftig „ihr Bad“ aussuchen zu können. Und wie in allen anderen Bereichen des täglichen Lebens gilt auch hier, daß Konkurrenz das Geschäft beleben werde. Vom Ambiente, der Vielfalt der Bäderlandschaft und dem „Drumherum“ könne die Sollstedter Schwimmhalle mit dem Badehaus nicht mithalten, wolle diesen Zustand aber auch nicht anstreben. ausführlich im nnz-Archiv


Illegale Beschäftigung hat im Jahr 2000 zugenommen
Illegale Beschäftigung und Leistungsmißbrauch sind auch im Landkreis Nordhausen keine Fremdwörter. Die Ergebnisse von Kontrollen des Arbeitsamtes im vergangenen Jahr sprechen eine deutliche Sprache. Die Tendenz steigt an. Die illegale Beschäftigung nimmt immer größere Ausmaße an - auch in Nordthüringen. Insgesamt wurden im Jahr 2000 fast 1.000 Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts von Ordnungswidrigkeiten eingeleitet werden, ein Jahr zuvor waren es 681 Fälle. Zusätzlich ergab sich in 30 Fällen der Verdacht einer Straftat, so daß diese Vorgänge an die Staatsanwaltschaft abgegeben wurden. Als Ergebnis dieser Ermittlungen wurden Verwarngelder und Geldbußen in Höhe von mehr als einer Million Mark ausgesprochen werden (1999: 682.000 Mark). Immer wieder wurden die Fahnder der Arbeitsämter bei Prüfungen von Arbeitgebern fündig. ausführlich im nnz-Archiv


Rinderwahn und Wahrscheinlichkeitsrechnung
Was hat die Wahrscheinlichkeitsrechnung mit BSE zu tun? nnz geht dieser Frage im Gespräch mit dem Chef des Staatlichen Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes, Dr. Uwe Landsiedel nach. Im Landkreis Nordhausen stehen rund 14.000 Rinder in 200 Beständen. 14.000 mal steht bei den Landwirten damit auch die Angst vor einem positiven BSE-Test im Stall. Bislang wurden 14 Rinder getestet, 14 mal fiel dieser Test negativ aus. Doch für Dr. Uwe Landsiedel ist das kein Grund, um sich ruhig und entspannt zurückzulehnen. Die Veterinäre in Thüringen bemühen seit kurzem die Wahrscheinlichkeitsrechnung. Ergebnis der mathematischen Überlegungen: In diesem Jahr wird es im Landkreis den ersten BSE-Fall geben. Für Landsiedel ist aber auch klar, daß die Gefahr zur Zeit überschätzt wird, und zwar in dem Maße, wie sie in den zurückliegenden Jahren unterschätzt wurde. Man sei sowohl in Deutschland als auch in der EU vom Nichtstun in den blanken Aktionismus gefallen. Problematischer sei für die Lebensmittelüberwacher die Verunsicherung der Verbraucher... ausführlich im nnz-Archiv


Die Fünf-Prozent-Hürde in der Kreisverwaltung
Altersteilzeit, Teilzeit, Vorruhestand - diese arbeitsrechtlichen Begriffe geistern seit dieser Woche immer wieder durch die Arbeitszimmer im Nordhäuser Landratsamt. nnz hat nachgefragt. Die Personalkostenreduzierungen in der Kreisverwaltung seien kein Tabuthema, sagte heute Landrat Joachim Claus (CDU). Die tarifliche Palette der einzusetzenden Mittel reiche bis hin zu betriebsbedingten Kündigungen. Diese allerdings müssen vorher abgecheckt werden, damit sie später vor Gericht ihren Bestand hätten. Landrat Claus erklärte heute auch, daß es bereits erste Veränderungen in der Personalstruktur seines Hauses gebe, die auch Einsparungspotential aufzeigen würden. Blinden Aktionismus lehnt der Landrat eindeutig ab, die Spielregeln für die kommenden Monate lege eindeutig der bestehende Tarifvertrag fest... ausführlich im nnz-Archiv
Autor: nnz

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