Hoffnungsschimmer?
Donnerstag, 23. August 2007, 07:22 Uhr
Nordhausen (nnz). Vom Betriebsrat der Bike Systems GmbH angedeutet, soll es Investoren für das insolvente Unternehmen geben. Die nnz ist dieser Spur in tagelanger Recherche nachgegangen...
Branchenkenner wollen (noch) nicht von Investoren, statt dessen eher von Interessenten sprechen. So soll es derzeit Bemühungen geben, in den Jahren 2008 und 2009 eine Grundauslastung für das Nordhäuser Werk zu organisieren. Insider wissen, daß es sich dabei um das jeweils erste Halbjahr handeln dürfte. Hier wäre jedoch lediglich eine Lohnfertigung interessant. Wenn die Informationen stimmen, die derzeit unter anderem aus Sachsen-Anhalt herüberschwappen, dann soll es diesbezügliche Gespräche mit der Mifa in Sangerhausen geben. In den jeweils zweiten Halbjahren wäre dann die Weiterbildung und Qualifizierung nach dem so genannten Programm Wegebau ein Thema, um die Arbeitnehmer für den ersten Arbeitsmarkt fit zu machen (siehe hierzu im Archiv der nnz).
So langsam lichtet sich nach nnz-Informationen auch der Schleier um die Person des Herrn Urbanek. Es könnte genau jener Gerhard Urbanek sein, der den Bike-Systemern bekannt wäre. Ein Herr Urbanek war schon mal Bevollmächtigter, für die Biria-Gruppe. Man erinnere sich: Das waren die Verkäufer an Lone Star und Co.
Bezüglich eines zweiten Interessenten geht es noch geheimnisvoller zu. So viel ist in Nordhausen durchgesickert: Er soll aus dem süddeutschen Raum kommen und sich für die Produktion von Edel-Bikes interessieren, deren Preis vermutlich dem eines Kleinwagens nahekommen könnte. Für diesen Fall steht in Branchenkreisen allerdings auch fest: Dafür werden nur rund 30 Mitarbeiter gebraucht. Jedoch: Das könnte die Nische in einem Markt sein, der bei der Massenproduktion unter permanenter Überkapazität leidet. Allerdings sind die Voraussetzungen in Nordhausen dafür nicht gerade rosig. Am Standort in der Freiherr-vom-Stein-Straße gibt es keinen eigenen Forschungs- und Entwicklungsbereich, keinen eigenen Vertrieb und keinerlei Kontrollmechanismen.
Auch daher wird wohl die Vision der Bündnisgrünen in Nordhausen, die Rolandstadt als Fahrradstadt zu etablieren, nicht mehr als ein frommer Wunsch bleiben – trotz vorhandener Fachhochschule.
Autor: nnzBranchenkenner wollen (noch) nicht von Investoren, statt dessen eher von Interessenten sprechen. So soll es derzeit Bemühungen geben, in den Jahren 2008 und 2009 eine Grundauslastung für das Nordhäuser Werk zu organisieren. Insider wissen, daß es sich dabei um das jeweils erste Halbjahr handeln dürfte. Hier wäre jedoch lediglich eine Lohnfertigung interessant. Wenn die Informationen stimmen, die derzeit unter anderem aus Sachsen-Anhalt herüberschwappen, dann soll es diesbezügliche Gespräche mit der Mifa in Sangerhausen geben. In den jeweils zweiten Halbjahren wäre dann die Weiterbildung und Qualifizierung nach dem so genannten Programm Wegebau ein Thema, um die Arbeitnehmer für den ersten Arbeitsmarkt fit zu machen (siehe hierzu im Archiv der nnz).
So langsam lichtet sich nach nnz-Informationen auch der Schleier um die Person des Herrn Urbanek. Es könnte genau jener Gerhard Urbanek sein, der den Bike-Systemern bekannt wäre. Ein Herr Urbanek war schon mal Bevollmächtigter, für die Biria-Gruppe. Man erinnere sich: Das waren die Verkäufer an Lone Star und Co.
Bezüglich eines zweiten Interessenten geht es noch geheimnisvoller zu. So viel ist in Nordhausen durchgesickert: Er soll aus dem süddeutschen Raum kommen und sich für die Produktion von Edel-Bikes interessieren, deren Preis vermutlich dem eines Kleinwagens nahekommen könnte. Für diesen Fall steht in Branchenkreisen allerdings auch fest: Dafür werden nur rund 30 Mitarbeiter gebraucht. Jedoch: Das könnte die Nische in einem Markt sein, der bei der Massenproduktion unter permanenter Überkapazität leidet. Allerdings sind die Voraussetzungen in Nordhausen dafür nicht gerade rosig. Am Standort in der Freiherr-vom-Stein-Straße gibt es keinen eigenen Forschungs- und Entwicklungsbereich, keinen eigenen Vertrieb und keinerlei Kontrollmechanismen.
Auch daher wird wohl die Vision der Bündnisgrünen in Nordhausen, die Rolandstadt als Fahrradstadt zu etablieren, nicht mehr als ein frommer Wunsch bleiben – trotz vorhandener Fachhochschule.
