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Drei und zwei

Dienstag, 21. August 2007, 09:35 Uhr
Nordhausen (nnz). Ende vergangener Woche hatte die nnz über die Situation bei der insolventen Bike Systems GmbH berichtet. Und da war von einem oder mehreren Investoren die Rede. Jetzt wird allerdings relativiert.


Nicht Investoren, wie es in einer offiziellen Pressemitteilung des Betriebsrates zu lesen war, sondern Interessenten soll es geben. Drei an der Zahl, wurde heute der nnz bestätigt. Zwei davon seien bereit, an einem Konzept zu arbeiten. Alle Interessenten sollen aus der Fahrrad-Branche kommen, so ein Gewerkschaftssprecher. Namen sollen aber auf keinen Fall genannt werden.

Da war der Betriebsrat am Freitag dann doch schon etwas voreilig. „Der Bevollmächtigte des Investors, Herr Urbanek, bewertete die Chancen einer Erhaltung des Standortes gegenüber der Belegschaft mit mehr als 50%. Dies hänge jedoch wesentlich von der Kooperationsbereitschaft des vorläufigen Verwalters ab. Der Investor will bis Ende des Monats sein Konzept vorlegen“, steht in der Mitteilung. Wer dieser Herr Urbanek ist, darüber hüllt man sich in Schweigen. Keine Namen, weil man politischen Druck auf die Interessenten vermeiden wollte, heißt es heute.

Die IG Metall geht davon aus, dass die Konzepte spätestens zum 1. November auf dem Tisch des vorläufigen Insolvenzverwalters in einer Erfurter Kanzlei vorliegen müssen, dann soll das Insolvenzverfahren offiziell eröffnet werden.
Autor: nnz

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