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Eine Annäherung

Montag, 20. August 2007, 10:02 Uhr
Nordhausen/Limlingerode (nnz). Eine Annäherung an eine bemerkenswerte Frau wird es am kommenden Wochenende in der Dichterstätte in Limlingerode geben. Dazu Einführungen von Heinke Richter in Ihrer nnz.


Autorin (Foto: nnz) Autorin (Foto: nnz) Sie lebte von 1907 bis 1975 – die jüdische Lyrikerin Mascha Kaléko. Geboren in Galizien, am Rande der Donaumonarchie, siedelte sie zu Beginn des Ersten Weltkrieges mit ihrer Familie nach Deutschland über. Über Marburg gelangte sie schließlich nach Berlin, in die Stadt, die ihr Heimat wurde. Dort wurden ab 1930 in der „Vossischen Zeitung“ ihre ersten Gedichte gedruckt, Gedichte voller Witz, Charme und Ironie, die an Kästner und Tucholsky erinnerten, aber doch so typisch weiblich waren. Im Romanischen Café traf sie sich mit damals bekannten deutschsprachigen Autoren.

Sie wurde mit ihrer „Großstadtlyrik“ schnell bekannt – und nach 1933 verboten. Als sie 1938 mit Mann und Sohn Deutschland verlassen musste, bekamen die meisten ihrer Gedichte den schmerzlichen und oft resignativen Unterton, der sie bis zuletzt prägen sollte. Lange lebte die kleine Familie in New York, später zog Mascha Kaléko mit ihrem Mann, einem jüdischen Musikwissenschaftler, nach Jerusalem. Nirgends fand sie mehr eine wirkliche Heimat, und nach dem Tod des Sohnes und später des Mannes vereinsamte sie innerlich. Sie starb in Zürich und wurde dort begraben.

Eine Annäherung an diese bemerkenswerte Frau, an ihr Leben und ihr Werk bietet die „Dichterstätte Sarah Kirsch“ in Limlingerode am 25. August 2007
ab 14.30 Uhr mit Lesungen einer Auswahl aus ihrem Schaffen.
Heinke Richter, Neustadt
Autor: nnz

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