nnz-online

Schritt für Schritt

Mittwoch, 15. August 2007, 13:46 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Nordhäuser Arbeitsagentur hat zurzeit fast 700 Personen in Bildungsmaßnahmen, 50 Prozent mehr als zu Jahresbeginn. Gebunden sind damit bereits Ausgaben in Höhe von rund 2,2 Millionen Euro. Die nnz einem konkreten Beispiel...

Neue Job (Foto: AA) Neue Job (Foto: AA)

Die Spannung und zugleich Erwartung steht den acht Männern, die sich gerade in der Ausbildung zur IHK-Fachkraft im IKL Bildungszentrum befinden, förmlich im Gesicht geschrieben. Sie alle haben nur ein Ziel: Im Herbst einen erfolgreichen Abschluss zu erwerben und beruflich durchstarten zu können. Fachleute mit Kenntnissen über CNC - gesteuerte Werkzeugmaschinen werden mittlerweile händeringend auf dem Arbeitsmarkt gesucht.

„Wir reagieren auf die Nachfrage unserer Auftraggeber - der Unternehmen“, erläutert Hans-Joachim Port, Geschäftsführer des IKL Bildungszentrums in Nordhausen. „Wir bilden unsere Teilnehmer gezielt entsprechend der jeweiligen Anforderungen aus. Das heißt vor allem, dass wir die Theorie mit der Praxis koppeln und Anwenderkurse bei potentiellen Arbeitgebern durchführen“.

Dass die Fortbildungskosten von der Agentur für den Lehrgang, die Kinderbetreuung sowie für die Fahrten zum Ausbildungsort bezahlt werden, ist für die Fortbildungswilligen nicht unerheblich.

Auch Heino Kupfer, Personalleiter der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH begrüßt diese Vorgehensweise. „Ausbildungsmodule an möglicherweise künftigen Arbeitsplätzen sind für beide Seiten von Vorteil und wichtig. Die Arbeit an CNC-Bohr- und Fräswerken ist verantwortungsvoll und verlangt Einarbeitung“. Die großen und teuren Teile erfordern vom Maschinenbediener hohe Sachkenntnis und Genauigkeit.

Die künftigen CNC-Fachkräfte, die die unterschiedlichsten beruflichen Vorkenntnisse mitbringen, sind sich den Anforderungen aber auch Ihrer großen Chance bewusst. Denn: Die SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH hat allen Teilnehmern einen Arbeitsvertrag in Aussicht gestellt und wird sich, nachdem alle ihr Können unter Beweis gestellt haben, nach Ende der Praktika entscheiden. Das spornt auch den 1. Ausbilder und Prüfungsverantwortlichen Steffen Tiller an. „Wir müssen jede Minute, vor allem im Bereich der Programmierung, zur Vorbereitung nutzen“. Für Jürgen Pohl von der Nordhäuser Arbeitsagentur ist die Prognose Bestätigung und Freude zugleich. Bei allen finanziellen Unterstützungen für Fortbildungen muss darauf geachtet werden, dass ein Arbeitsplatz im Anschluss zugesagt ist.

„Wir müssen den Fachkräftebedarf unserer Betriebe frühzeitig erkennen und reagieren“, so Jürgen Pohl. „Unsere Kunden werden für den Arbeitmarkt sinnvoll qualifiziert. Für jeden neuen Arbeitsvertrag lohnt sich unser Einsatz“, so der Arbeitsvermittler.
Arbeitgeber, die Interesse an der Einstellung qualifizierter Mitarbeiter haben, sollten sich beim Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur melden. (01801 66 44 66)
Autor: nnz

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de