Analphabeten auch im Landkreis Nordhausen keine Seltenheit
Dienstag, 12. September 2000, 15:43 Uhr
Nordhausen (nnz). Im Landkreis Nordhausen können derzeit rund 2.000 Menschen nicht richtig schreiben und lesen. Die Fachleute sprechen hierbei von einem funktionalen Analphabetismus. Um diesem Zustand zu begegnen, bietet die Kreisvolkshochschule Nordhausen seit Jahren sogenannte Alphabetisierungskurse an. Bislang ist die Resonanz darauf eher verhalten, sagte KVHS-Direktor Gerhard Tölle der nnz. Die Einrichtung verzeichnete bislang 21 Kursteilnehmer im Alter zwischen 20 und 65 Jahren. "Dennoch ziehe ich den Hut vor diesen Menschen, die auch eine große innere Hemmschwelle überwinden, wenn sie zu uns kommen", so Tölle. Wer den Schritt nicht wagt, der wird sich immer mehr einigeln, und schließlich sein normales Leben darauf beschränken, wo schreiben und lesen nicht die Bedeutung hat.
Menschen mit einem funktionalen Analphabetismus können sich im normalen Leben nur schwer zurechtfinden. Sie haben zum Beispiel kaum eine Chance, von ihren normalen Bürgerrechten Gebrauch zu machen. Das beginnt beim Lesen von Verträgen bis hin zum Verstehen von Wahlvordrucken. Wer sich aus diesem Mißstand selbst befreien will, der kann sich immer noch an die Mitarbeiter der Kreisvolkshochschule wenden. Entsprechende Anfragen werden selbstverständlich diskret behandelt.
Autor: psgMenschen mit einem funktionalen Analphabetismus können sich im normalen Leben nur schwer zurechtfinden. Sie haben zum Beispiel kaum eine Chance, von ihren normalen Bürgerrechten Gebrauch zu machen. Das beginnt beim Lesen von Verträgen bis hin zum Verstehen von Wahlvordrucken. Wer sich aus diesem Mißstand selbst befreien will, der kann sich immer noch an die Mitarbeiter der Kreisvolkshochschule wenden. Entsprechende Anfragen werden selbstverständlich diskret behandelt.
