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Olafs verrückte Welt

Freitag, 03. August 2007, 12:11 Uhr
Nordhausen (nnz). Im satirischen Wochenrückblick unseres Autors Olaf Schulze geht es diesmal um strittige Mondlandungen, verladene Thüringer Fabelwesen und eine dringende Reiseempfehlung.



Voll im All, eyh!
Es gibt wahre Begebenheiten, die kann sich keiner als Geschichten ausdenken. Amerikanische Astronauten sind besoffen im All unterwegs. Das hätte ich ebenso wenig geglaubt wie ich die Mär von ihrer Mondlandung für richtig halte. Obwohl: nun wird das alberne Gehoppse von Armstrong & Co erst verständlich, als sie damals die Mondatmosphäre imitierten bzw. ihr Fehlen darstellen wollten. Und hat der nicht auch irgendwas gefaselt von wegen: „Nur ein kleiner Schluck für mich aber ein ganz großer für die Menschheit“`?

Es ist verständlich, dass sich die US-Astronauten vor dem Abflug zugedröhnt haben, oben in der Schwerelosigkeit lässt sich bekanntlich schlecht eingießen. Dieser unkontrollierte Alkoholkonsum könnte auch die eine oder andere UFO-Sichtung amerikanischer Weltraumtrinker erklären. Besonders die Fälle, in denen kleine, fröhlich winkende grüne Männchen vorkommen.


Bärendienst erwiesen
„Daniel Bärwolf Fußballgott“ haben sie neun Jahre lang in Lübeck gerufen und den Erfurter Stürmer verehrt. Doch jetzt hat der einen folgenschweren Fehler gemacht: er hat das gelobte Land verlassen und ist in den Osten zurückgekehrt (freiwillig, angeblich!). Da fällt es endlich einem SPIEGEL-Journalisten auf, dass der ja ein T-Shirt trägt mit einem Symbol drauf, das gern mal der eine oder andere Jung-Hitler überstreift. Der Bärwolf hat das Ding vor drei Jahren gekauft, es ist schon ganz verblasst, so oft hat er es gewaschen. Aber aufgefallen ist es erst jetzt. Und extra für das Foto hat ihm noch ein Spaßvogel eine Thor-Steinar-Jacke umgehängt, damit er nicht so friert nach dem Spiel (im Juni!). Oder wollte ihm da einer einen richtigen Bärendienst erweisen? Und ist das Thüringer Fabelwesen aus Bär und Wolf da etwa hinein getappst? Nach Lübecker Marzipan schmeckt das Ganze jedenfalls nicht.


Solange es noch geht
Ein Slogan in Zeiten atomarer Hochrüstung in den Achtzigern war einmal: Besuchen Sie Europa, solange es noch steht. Den Spruch kann man jetzt getrost umwandeln in: Besuchen Sie Amerika, bevor es zerfällt. Die Hurrikanschäden in New Orleans werden museal bewahrt, die Immobilienfritzen haben sich verpokert und stellen plötzlich fest, dass sie nur mit virtuellem Geld arbeiten, die Gasleitungen in den Städten platzen aus allen Nähten, marode Brücken lassen sich fallen.
So langsam wird es gefährlich, nach USA zu reisen.
Es ist aber ein Gerücht, dass zukünftig auf dem US-Einreisefragebogen neben den Erkundigungen nach terroristischen Aktivitäten in der letzten Zeit und Mitgliedschaft in einer kommunistischen Partei im Zeitraum der letzten einhundert Jahre auch nach Befähigungen im Rohre verlegen und Brückenbau gefragt werden soll.
Autor: osch

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